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Villa Paletti

Kunstvoller Säulenbau mit architektonischen Besonderheiten

VerlagAutorSpielerAlterSpieldauerPreis
Zoch Verlag Bill Payne 2-4 ab 8 30 Minuten Euro 

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Spielziel:

Wie ist es zu schaffen, mit minimalen Baustoffen, so schöne und prächtige Paläste wie möglich zu bauen? Wie baue ich einen Palast, wenn ich gar nicht genug Säulen habe? Auf welche Säulen kann ich problemlos verzichten und welche sind unbedingt notwendig? Dies sind nur wenige der Fragen, die einem Bauherren ständig präsent sind und die ihn in seiner Arbeit behindern. Unsere 2-4 Bauherren haben nun einen Weg gefunden, wie sie trotz Mangels an Säulen, das Bauvorhaben 'Paletti' trotzdem auf die Beine stellen können. Das Prinzip ist ganz einfach, denn es werden innerhalb des Palastes im fertigen unteren Teil die Säulen wieder abgebaut und in den oberen Stockwerken neu verbaut. Auf diese Weise hatte man im alten Rom schon das Recycling-Prinzip erfunden - perfektioniert wurde es jedoch erst unserer Tage, indem alle Dinge einen 'Grünen Punkt' bekamen und so plötzlich umweltfreundlich wurde.

Ablauf:

Es ist mal wieder die Verschönerung eines Palastes geplant und um dabei so sparsam wie möglich zu bauen, sind 4 der allersparsamsten Baumeister gekommen, um das Vorhaben gemeinsam zu bewältigen. Der Hausherr Paletti hat sie alle zu sich gerufen und sie beginnen schon einmal sich ihre Säulen zu markieren, die derzeit die Fixpunkte des Palastes von Paletti sind. Da jeder sehen kann, daß unten viel zu viele Säulen stehen, erfolgt der Beschluß, selbige in den oberen Stockwerken zu neuer Pracht zu verhelfen und sie aus dem Schatten der unteren Etage zu befreien.

Die untere Etage steht als ein Wald von Säulen und wird zum Baubeginn erst einmal mit dem Fundament für die erste Etage überdeckelt. Unter diesen Voraussetzungen können die Spieler und Baumeister nun der Reihe nach unten eigene Säulen entfernen und in der aktuell obersten Etage einbauen. Dabei ist in erster Linie auf die Stabilität zu achten - weitere Bauvorschriften gibt es nicht. Je nach Art der Säule (ob dick, ob dünn, ob eckig), gefällt es Paletti eher, sie in den oberen Etagen zu sehen. So sind z.B. die ganz dicken Säulen von ihm für die obersten Etagen vorgesehen und seine Baumeister handeln danach. Auf diese Weise wetteifern die Baumeister schon während der ersten Etagen, um den Rang des Oberbaumeisters. Je nach Punktesumme der eigenen Säulen in der obersten Etage, wechselt das gelbe Trikot (in Form des Baumeistersiegels) immer wieder den Besitzer - je nach Punktestand.

Sollte der Fall eintreten, daß nicht mehr in der aktuellen Ebene aufgestockt werden kann, wird freundschaftlich abgestimmt und ein neuer Zwischenboden eingezogen und der Bau kann weiter gehen. Aus architektonischen Aspekten heraus, sind die neuen Ebenen, die eingezogen werden, von mal zu mal kleiner und so sinkt auch der Platz, der unseren Baumeistern als Standfläche für ihre Säulen zur Verfügung steht stetig.

Das Bauvorhaben endet, wenn kein Baumeister mehr Säulen von unten nach oben stellen kann und Paletti sich somit mit der erreichten Größe seines Palastes zufrieden geben muß. Wurde der Bau so weit abgeschlossen, gewinnt der Baumeister, der das Baumeistersiegel besitzt. Stürzt das filigrane Gebäude allerdings in Folge einer Fehlplanung ein, hat erstens Paletti kein Dach mehr über dem Kopf und zweitens der Baumeister gewonnen, der aktuell das gelbe Trikot trägt. War er der Verursacher der Baumängel, wird sein Vorgänger zum Sieger gekürt. Allerdings fallen die Ehrungen erfahrungsgemäß etwas kleiner aus, wenn die Baumeister den Palast zum Einsturz bringen. Im anderen Fall - so erzählt man sich - wurde eine berauschende Einweihungsfeier für alle Beteiligten gegeben. Aber so weit muß man erst mal kommen.

Fazit:

Es ist verblüffend, was man aus dem alten Jenga-Prinzip noch alles herauszaubern kann. Gerade durch die geschwungenen Zwischenböden und unregelmäßigen Formen bekommt das entstehende Gebäude einen ganz eigenen Charme, den bei Jenga sicher noch niemand erfahren hat. Die kräftigen Farben der Säulen und Ebenen lassen auch das Auge mitspielen und wenn es wirklich mal gelingt, die Villa vollständig aufzubauen, ist meist ein kleines Kunstwerk entstanden. Holz ist und bleibt ein angenehmes Material für schöne Spiele und gerade bei der Villa zeigt es sich wieder überdeutlich.

Die Villa ist ein Geduldspiel der besonderen Art. Nicht nur, daß sich hier jeder mal als ein richtiger Hochstapler präsentieren kann, nein auch der gemeinsame Aufbau bringt in uns unsere künstlerische Ader zutage - Schade ist hier nur, daß davon nicht viel übrig bleibt, wenn sich die Villa mal wieder am Ende des Spieles als ein Haufen von Einzelteilen präsentieren muß.

In der Villa Paletti treffen sich alt und jung und es ist nicht grundsätzlich so, daß die Großen oder die Kleinen den Vorteil haben. Vielmehr ist es so, daß gerade durch die Villa, wo es selten um Taktik geht, die verschiedenen Alter gut zusammen gebracht werden können. Hier spielt wirklich jeder mit jedem - und hat Spaß dabei.

(cw)
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     44 Prozent - 1.82 PunkteIhre 32 Lesermeinungen zu Villa Paletti~1.82
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Deranonyme13.Oct 09: Geniales Geschicklichkeits- und Strategiespiel. Viele haben wohl nicht verstanden wie das mit den bunten Säulen funktioniert? Macht immer wieder Spaß und dauert auch nicht lange. Allerdings sollte man es nur zu viert spielen. Die Sonderregeln für zwei und drei Spieler sind nicht so gut.
Thomas Hammer
20.Mar 08: Als Geschicklichkeitsspiel eine nette Alternative zu "Jenga" & Co. mit schönem Holzmaterial und einem nicht funktionierendem "Siegel" .... aber - wie schon gesagt wurde - mehr is' nich' drin!
Christof Lehr09.Feb 08: Gäääääääääähn!
Neben Mississippi Queen das schlechteste "Spiel des Jahres" ever!
0
Björn Kalies
21.Nov 07: Ein spannendes Geschicklichkeitsspiel. Nicht mehr und nicht weniger.
Verena Riedl12.Nov 07: Das nach meiner Ansicht wohl schlechteste Spiel des Jahres aller Zeiten! Ich mag ja tendenziell auch mal gerne simple Spiele, aber das hier geht zu weit. Das würde ich auch schon gar nicht mehr als richtiges Gesellschaftsspiel, sondern eher als Geschicklichkeitstraining mit aufgepfropfter Simpel-Spielregel bezeichnen. Gut, daß ich es nur mal mitgespielt und mir nicht selbst gekauft habe.0
Martin Kosub
12.Jan 07: Villa Paletti ist ein Spiel: Es macht Spass, hat schöne Bestandteile und ist schnell erklärt. Macht Kindern Spaß. Müssen Spiele immer einen intellektuellen Anspruch haben? Ich meine: nein. Manchmal kann man doch auch nur spielen, um des Spielen Willens. Es muß doch nicht immer alles bierernst sein. Kann nicht mit den anderen nominierten Spielen des Jahres verglichen werden, die einen ganz anderen Focus haben.
Stefan Mieder12.Jan 07: Da spiel ich lieber mit meinen alten Bauklötzen, das ist ähnlich spannend. Einen Gnadenpunkt gibts für die Optik.
Jonthedon10.Oct 06: Schön für Kinder - aber die spielen lieber ganz ohne Regeln...
Tim21.Sep 06: Muß man sich denn schämen, wenn man neben Go auch Spiele wie "Villa Paletti" mag? Sicher kein Strategieknaller, aber lustig allemal
Mex25.Jul 06: Spiel des Jahres... HAHAHAHAHA. Aber es ist schon ok.
Bernd Eisenstein

18.Jul 06: Es ist ja wirklich absolut egal wer gewinnt oder verliert. Als Silvesterpartyspiel kann es Laune machen, sonst eher nicht.
Brrause22.Apr 06: Sicherlich kein schlechtes Spiel. Hat ein wenig viel vom "laß-die-Finger-davon-wenn-Du-grobmotorisch-unterwegs-bist" Jenga hat damals mehr Spaß gemacht...
Elmar Ossowski21.Apr 06: Ich finde, das geht gar nicht! Da verliert man ja schon beim Zuschauen die Lust!0
Jan Mirko Lüder

02.Mar 06: Dieses Spiel lässt mich vollkommen kalt. Wenn schon, dann lieber gleich Bausack, Jenga oder Bamboleo! Für mich sind die Vergabe des SdJ an Villa Paletti und an Mississippi Queen die klar schlechtesten und am wenigsten nachvollziehbaren Entscheidungen der Jury. Aber wer weiß, was noch kommt... Noch gibt es Hoffnung.
Marco Stutzke
14.Dec 05: kinderspiel des jahres... mehr nicht... klötze bauen*gg
Carsten Pinnow
01.Dec 05: Spiel des Jahres? Wohl eher Kinderspiel.
Maddin
25.Nov 05: Wurde bisher in meinem ansonsten gut sortierten Spieleregal noch nicht vermisst... - allerdings auch nicht sooo schlecht. Will ja schließlich nicht mehr sein als es ist: ein Familien-Geschicklichkeitsspiel halt.
Julius12.Nov 05: Also, das Spiel geht so, aber ich spiele es immer gern mit!
Oliver Hagel17.Oct 05: Ein taktisches Geschicklichkeitsspiel und es funktioniert wirklich! Alle Skeptiker sollten sich unbedingt mal auf eine Proberunde einlassen! Macht nämlich durchaus Gaudi!
Hans
19.Jun 05: Schön bunt ist es ja. Das Stapeln macht auch einigen Spaß. Aber genau wie manch andere/r, der/die sich hier schon verewigt hat, kann auch ich nicht so recht einsehen, was dieses Spiel zum Spiel des Jahres machen soll.
Vivien Wulff
15.Nov 04: Wenn amn eine ruhige Hand hat, ganz süß.
Tootles25.Jan 04: Für Hardcore-Spieler mit Sicherheit nicht die große strategische und taktische Herausforderung - und sicherlich eines der umstrittensten SdJ... aber m.E. zurecht ganz mit oben, da es eben die ganze Familie zusammen an den Tisch bringen kann. Ich spiel jederzeit gerne eine Partie mit, auch nach der xten Partie hat es den Reiz noch nicht verloren.
Günter Bauer23.Jan 04: wie konnte ich nur dieses Spiel kaufen! Die zweite Runde gähnend abgebrochen, als "Spiel des Jahres" schon fast unverschämt!0
Anja03.Jan 04: Ein Typisches Wegnehmspiel-nichts Besonderes.Hat man andere, brauch mans nicht.
Martin_ostar04.Nov 03: Nett aber mehr auch nicht... wieso Spiel des Jahres!
Alexandra21.Aug 03: Ein Spiel für buntgemischte Runden, Alter spielt keine Rolle. Neben "selber-dicke-Säulen-hochbringen" ist "gemeinsam-in-schwindelnde-Höhen-bauen" ein wichtiger Spaßfaktor
Zu zweit geht allerdings das Punktesystem flöten.

Jörn Frenzel
01.May 03: Außer das es schön aussieht hat es nicht viel zu bieten.Spiel des Jahres,warum?Ohne
Wertung
Braz28.Apr 03: Schönes Bauspiel, das mir optisch, spielerisch und thematisch besser als z.B. Jenga gefällt...jedoch Spiel des Jahres unter Konkurenten wie Puerto Rico, Dschunke etc. Hmmm... wie auch immer: Schönes Spiel!
Gerhard Passler05.Apr 03: ein schönes Geschicklichkeitsspiel, welches vor allem für Familien mit Kindern, aber auch als Partyspiel, geeignet ist; wer schlussendlich gewinnt, ist meistens Nebensache
Harpo02.Nov 02: die rollingstones werden auch nicht mehr besser... will heissen: zoch kann seinen eigenen stimmigen BAUSACK mit diesem villächen nicht toppen!
Michael Andersch
24.Jul 02: Meiner Meinung nach gibt es deutlich bessere Geschicklichkeitsspiele. Absolut gesehen ist es aber dennoch ganz ok.
Mike Camen05.Jul 02: Ein anspruchsloses, schlichtes Stapelspiel, das allenfalls durch die Optik punkten kann.0

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© Carsten Wesel am 12.09.2002 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.