Home

Ebbe & Flut

Wenn die Wassergewalten hin- und herwogen...

VerlagAutorSpielerAlterSpieldauerPreis
Adlung Wolfgang Werner 1-2 ab 10 25 Minuten Euro 6,- 

Quick:
 Titel   Spielziel   Ablauf   Fazit   Ihre Meinung   Links     =>   Spielsuche mit BoardGameGeek
Spielziel:

Wind und Gezeiten sind eine der eindrucksvollsten Erscheinungen, wenn man zum ersten Mal hier im Norden an der Küste steht. So phaszinierend ist das Wechselspiel zwischen Ebbe & Flut und auflaufendem und ablaufendem Wasser. Wer konnte als Kind schon sagen, wohin es wirklich verschwindet und warum es wieder kommt? Aus diesem Thema hat Wolfgang Werner ein Spiel gemacht, das nicht nur zu zweit, sondern auch alleine spielbar ist.

Ablauf:

2 Spieler treten hier in den Wettkampf der Gezeiten, wobei er eine die Flut und der andere die Ebbe übernimmt. Beide Rollen sind quasi identisch und unterscheiden sich nur durch die Farbe der 25 Karten, die ein jeder Spieler bekommt. Diese Karten sind 'nummeriert' von A1 bis E5. Gespielt wird Ebbe & Flut auf einem 5x5-Felder großen Spielfeld, in dem jeder versucht von einer Ecke in die gegenüberliegende zu gelangen - selbige ist gleichzeitig auch das Startfeld des Mitspielers. Kommt eine Karte auf den entsprechenden Zielfeldern an, wird sie aus dem Spiel genommen und zählt einen Pulspunkt.

Der Spieler am Zug zieht eine seiner Karten und legt sie auf eines seiner 3 Startfelder in seiner Ecke. Sind dadurch in der vertikalen oder horizontalen 2 eigene Karten mit dem selben Buchstaben oder des selben Ziffer vertreten, muß eine dieser beiden Karten in eine Nachbarreihe bewegt werden, so daß die Ursprungsreihe nun wieder 'einzigartig' ist. Entsteht dadurch in der neuen Reihe wieder eine Kartengleichheit, so muß auch diese beseitigt werden. Der Zug eines Spielers endet, wenn er alle Gleichheiten auf seiner Seite beseitigt hat.

Anfänglich sind es noch wenige Karten, die in unserem 5x5-Feld liegen, doch später werden es mehr. Dabei kann es durchaus passieren, daß Karten, ob nun eigene oder fremde, übereinander zum liegen kommen. Das stört nicht und ist teilweise sogar sinnvoll, denn wenn meine Karte auf einer gegnerischen liegt, kann der Gegner seine Karte nicht ins Ziel bringen und somit auch keine Punkte machen. Ist das Spielfeld im Mittelspiel reichhaltig gefüllt, so kann es vorkommen, daß mehrere Reihen Kartenpaare enthalten. Hier ist es dem Spieler überlassen, welche Reihe er zuerst bearbeitet und welche hinterher - hier gilt es den richtigen Zug zuerst zu machen uns so möglichst viele seiner Karten in Richtung Ziel zu bewegen.

Kann kein Spieler mehr Karten ins Spiel bringen, endet das Spiel, wenn auch keiner der Spieler mehr Doppelreihen bereinigen muß. Gewonnen hat dann der Spieler, der meer Karten durch das Spielfeld bringen konnte, denn jede Karte wird mit einem Gewinnpunkt vergütet.

Fazit:

Sowohl die Schachtel, wie auch die Karten, sind in einer langweiligen Farbe designt und sollen an die Farben im Watt erinnern. Mich erinnern sie jedoch eher an einen Tuschkasten mit Pastelfarben, dessen Farben zu Neige gehen, wo ber noch genug weiß vorhanden ist, um die Farben noch etwas heller zu machen. Dieser Umstand hat allerdings auf das Spiel keinen Einfluß - es läßt sich trotzdem gut spielen, denn die 'Nummerierung' der Karten ist deutlich in der Mitte der Karte erkennbar. Hier wäre sicher etwas mehr machbar gewesen, doch umgesetzt wurde es nicht.

Ein Spiel, daß auch als 1-er-Spiel funktionieren soll, schreit doch gerade dazu, es gleich mit der Regel in der Hand auszutesten und genau so bin ich zu meiner ersten Partie gekommen. Nachden der Mechanismus des Ziehens erst einmal verinnerlich ist (verstanden ist er schnell), lernen die Augen so langsam dem Blick durch das Watt schweifen zu lassen und Spiel- und Winkelzüge zu sehen, die möglichst viel Karten schnell in Richtung Ziel bewegen. Sollten die Augen mal nicht gut genug sein und tatsächlich einen Zug übersehen, so wird sich der Gegner ins Fäustchen lachen, denn dann kann er mich darauf aufmerksam machen, wofür ich dann auch gleich einen schon schwer erkämpften Punkt verlieren.

Bei Ebbe & Flut versucht somit jeder so gut wie möglich zu planen und zu schauen und möglichst kein Pärchen zu übersehen, wenn man das Zugrecht an den Gegner abgibt. Somit wartet man manchmal schon etwas auf den Zug des Gegenspielers, bis man wieder selber schwimmen darf - jedoch sind diese Wartezeiträume gering genug. Hier muß niemand zwischendurch ein anderes Spiel spielen, um die Wartezeit zu überbrücken.

(cw)
Quick:
 Titel   Spielziel   Ablauf   Fazit   Ihre Meinung   Links     =>   Spielsuche mit BoardGameGeek
Auch ihre Meinung
ist uns wichtig!
Ihre Punkte bitte Was halten Sie
von diesem Spiel?

     65 Prozent - 2.65 PunkteIhre 14 Lesermeinungen zu Ebbe & Flut~2.65
Punkte
Andreas Günter21.Feb 10: Mich überzeugt hier neben dem originellen Spielmechanismus die gute Simulation von Ebbe und Flut. Nicht umsonst bei Spiel des Jahres gewürdigt. Wäre es ein teureres Spiel, würde meine Wertung schlechter ausfallen. So aber ein Kauf, den man nicht bereut, zumal man es optimal überall hin mitnehmen kann.
Tim21.Sep 06: Schönes Spiel, das auf mich irgendwie beruhigend wirkt.
Bernd Eisenstein

16.Jul 06: Was hat uns das Spiel schon tolle Stunden beschehrt - auch das Solospiel macht Riesenspaß!
Cornel20.Feb 06: Für mich klar ein Fehlkauf. So trocken, dass es nur einfach Ebbe heissen sollte.
Tootles23.Jan 06: Als Zweierspiel war es bei uns nur selten wirklich eine Alternative. Zudem finde ich, dass es recht viel Platz braucht und somit z.B. Zug-untauglich ist.
In der Solovariante spiele ich es hingegen gerne mal zwischendurch und bin der Meinung, dass ich irgendwann auch mal ein gutes Ergebnis hinbekomme. :-)

Marco Stutzke
29.Dec 05: ein typisches naja spiel...,
Jörn Frenzel
07.Dec 05: Gant nett, muß ich aber nicht öfter haben!:
Gerhard Passler
14.Mar 04: hochtaktisches, im Grunde abstraktes Spiel für Grübler; origineller Bewegungsmechanismus; grafisch leider wenig ansprechend, trotzdem hoher Spielreiz
Sarah Kestering
11.Jul 03: ganz nett, muss man aber nicht haben. Gut ist das es eine Solitaervariante gibt.
Marten Holst
23.Jun 03: Wie üblich, versteckt Adlung eine Menge Spaß in seinen Karten. Auch wenn ich nicht unbedingt der Meinung bin, hier optimales Material vorzufinden (irgendwie schreit dieses Prinzip nach Brett), so ist es doch ein Super-2er. Und die Tasche, in die es nicht passt, gibt es nicht.
Thraka03.Feb 03: Für den Urlaub zu zweit - in der Bahn, im Zelt, der Taverne...überall. Neben Lost Cities und Karten-Catan das beste Quickieurlaubsgame.
Patrik RüeggeDas Spiel hat sehr einfache Regeln, bietet taktisch gewisse Raffinessen und wird einige Male wiederholt, bis man es beiseite legt. Zudem lässt es sich (wie übrigens alle Adlung Spiele) super gut mitnehmen.
Michael Andersch
Im Gegensatz zu Carsten finde ich die Grafik gelungen. Das Spiel selbst spiele ich ab und zu ganz gerne, auf die Dauer ist es mir jedoch etwas zu glücksabhängig
Michael FuchsDas Spiel finde ich sehr gut. Einziger kleiner "Haken" -- Bei uns gingen die Partien oft unentschieden aus.

Kennen Sie diese 5 Spiele schon?
Die Osterinsel
Die Osterinsel
Das Schloss
Das Schloss
Die Dolmengötter
Die Dolmengötter
Dvonn
Dvonn
Goa
Goa

ZurückVariantenHomeKritikenWeiter

© Carsten Wesel am 20.06.2002 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.