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Lost Valley

Goldsucher im reichen und vergessenen Land

VerlagAutorSpielerAlterSpieldauerPreis
Kronberger Spiele R.& T.Goslar 3-4 ab 10 70 Minuten 22,- Euro 

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Spielziel:

Weit entfernt in einem ziemlich versteckten Tal, wo die Natur noch unverfälscht und das Leben noch lebenswert ist, liegt ein einsamer kleiner Handelsposten am Fuße eines tosenden Wasserfalles. Dieser Handelsposten ist die letzte Verbindung zur Zivilisation für eine Vielzahl von Goldsuchern, die hier ihre Ausrüstung sinnvoll ergänzen, bevor sie sich auf machen, um oberhalb des Wasserfalls ihr Glück zu machen und - damit verbunden - möglichst viel Gold zu finden. Bislang hat noch kein Goldsucher den Trip in diese Einöde bereut.

Ablauf:

Bis zu 4 Goldsucher können gemeinsam am Handelsposten aufbrechen, um das unbekannte und goldreiche Hinterland des Wasserfalles zu erkunden. Als Gepäck hat jeder von ihnen nur seinen Rucksack mit dem Wenigen dabei, das zum Tragen nicht zu schwer und zum Abbauen von Gold unbedingt nötig ist - etwas Werkzeug, Nahrung, Holz - halt all' die Kleinigkeiten, die man so braucht. Whisky? Ach ja, stimmt - ein, zwei Whisky im Gepäck sind doch keine Schande - die gönnt man sich schon mal. Eine Landkarte von diesem Gebiet gibt es allerdings nicht, so dass sich unsere wackeren Helden auf eigene Faust auf den Weg machen müssen, ein unbekanntes Land zu entdecken.

Lost Valley ist, wie schon Tom Tube aus dem selben Verlag, ein Spiel, das auf einem variablen Spielplan spielt. Die Landschaft entsteht in jedem Spiel immer wieder neu aus Wald, Tundra, Gebirge und Flusslandschaft. Unsere Goldsucher starten ihre Erkundungstour den Wasserfall hinauf und stoßen dabei in unbekanntes Gelände vor. Immer, wenn ein Goldsucher auf seiner Erkundungstour das Ende des bekannten Gebietes erreicht, wird dieses Gelände vom verdeckten Stapel der Landschafts- bzw. Flusskarten erweitert, so dass er weiter entdecken kann und sich die Landschaft langsam aber sicher in alle Richtungen erweitert.

Allein mit seinem Rucksack und seiner Startausrüstung, ist ein Goldsucher nicht wirklich gut gerüstet, aber viel mehr kann er sich nun mal nicht leisten. Er ist darauf angewiesen, aus dem was er hat, das Beste zu machen und das ist zu Anfang erst einmal die Suche nach dem Flussgold. Dieses kommt hauptsächlich am Fluss vor und kann relativ einfach abgebaut werden. Wasser braucht man und, um nicht vom Fleisch zu fallen, ist beim Schürfen von Gold auch die Ernährung wichtig. So ausgerüstet, kann man Flussgold um Flussgold schürfen - allerdings nur so lang, bis Wasser oder Nahrung ausgehen. Dem Nahrungsmangel kann man durch Fischfang oder die Jagd entgegenwirken, während Flussgold ohne Wasser nur durch einen Kanalbau erschürft werden kann.

Überhaupt steht unserem Goldsucher die Welt fast offen - so viele Möglichkeiten hat er. Neben der Jagd und dem Fischfang kann er sich in die Wälder schlagen, um sich Holz für den notwendigen Kanalbau zu verschaffen. Offen stehen ihm auch der Bau von Reusen zum erfolgreicheren Fischfang, sowie der Bau von Minen, um im Gebirge hochwertiges Berggold zu schürfen. Das Problem bei den Minen ist nur, dass auch die Mitspieler ganz heiß auf mein Gold sind und kein Problem damit haben, sich meine Mine unter den Nagel zu reißen, wenn meine Vorräte nicht mehr zum weiteren Abbau ausreichen und ich meine Mine alleine lassen muss.

So richtig wertvoll ist nur das Gold aus den Bergen und somit für jeden Goldgräber erstrebenswert. Das Flussgold nimmt man meist nur so mit oder nutzt es, um beim Handelsposten weiter einkaufen zu gehen. Hier gibt es so schöne Dinge wie Whiskey in Massen, Gewehre oder auch Boote und Karren. Alle haben sie Vorteile und alle kann man sich doch nie leisten, so dass man sich entscheiden muss oder von Spiel zu Spiel anders optimiert.

Irgendwann kommt allerdings einmal die Zeit, wo es unseren Goldsucher – und ist die Gegend auch noch so schön – nicht mehr hält und er den Drang verspürt, wieder in die Zivilisation zurück zu kehren. Der Winter und die damit verbundene Vereisung des Flusses ist, neben dem Wunsch das viele Gold endlich auf den Kopf zu hauen, der Hauptgrund. Damit endet die Entdeckungsreise durch das Lost Valley für diese Gruppe Goldgräber und sie vergleichen untereinander, wer der erfolgreichste Goldsucher war und die meisten Nuggets geschürft hat.

Fazit:

Mit einer Spieldauer von 60 – 90 Minuten hat Lost Valley eine angenehme Spielzeit. Die Regel, die in 3 Sprachen beiliegt, ist kurz gehalten und beinhaltet reichlich Bilder und Beispiele. Wem das noch nicht genug ist, für den liegen noch taktische Hinweise zum richtigen Goldschürfen bei, so dass einer erfolgreichen Expedition ins Lost Valley keine Hindernisse mehr im Weg stehen sollten. Kein Spieler muss lange darauf warten, an den Zug zu kommen, da der einzelne Zug eines Spielers mit Bewegen und 'Was tun' erfreulich kurz ist – lange Pausen kommen nicht auf. Dafür kommen sich die Spieler gut in die Quere, denn um z.B. eine große Mine erschöpfend zu schürfen, braucht es Zeit – Zeit, die auch für die Mitspieler läuft, um sich auf meine Mine zu stürzen, sollte ich sie nicht vollständig ausbeuten, bevor sie auftauchen.

Lost Valley nimmt Anleihen an Entdecker oder auch Goldland als bekannteste Vertreter der Gattung 'Entdeckungspiel'. Die Verwendung der typischen Kronberger-Rauten ist wieder einmal richtig gut gelungen – einzig schade ist, dass man so selten Gelegenheit hat, die Füll-Dreiecke zu legen, die außergewöhnliche Landschaften enthalten. Graphisch war bei Lost Valley mit Harald Lieske jemand an der Arbeit, der sein Handwerk versteht. Die Schachtel ist von Felix Scheinberger entsprechend ansprechend gestaltet. Einzig bei den Plättchen wäre eine eindeutigere Kennung schöner gewesen – hier verwechselt man anfangs gern mal Rohstoff mit Ausrüstung. Aber das gibt sich im Laufe eines Spieles.

Nicht immer kann man einfach drauf los spielen – etwas Planung sollte schon sein. Es nützt ausgesprochen wenig, wenn man gerade eine wunderbare Mine erschlossen und dann keine Ressourcen mehr hat, um sie auszubeuten. Die Mitspieler danken es einem. Schön ist, dass man auf vielen Wegen zu Gold kommen kann und nicht in ein festes Spielschema gepresst wird. Ob nur schnell viel Flussgold oder langsam etwas mehr Berggold – beides hat seine eigenen Reize. Für Spannung ist gesorgt, wenn man zunächst noch einander dicht auf der Pelle hängt und keiner Minen bauen will – später geht man scheinbar getrennter Wege, trifft sich aber immer wieder, um sich gegenseitig die besten Goldfunde streitig zu machen. Das ist dann der Zeitpunkt, wo Dynamit-Explosionen durch das Lost Valley schallen und die Frage geklärt ist, auf welche wenigen Ausrüstungsgegenstände man sich beschränkt. Ein jeder scheint seinen Claim abgesteckt zu haben – doch wird er ihn auch vor Beginn des Winters ausgebeutet haben? Die Antwort sehen wir, wenn unsere Goldsucher am Jahresende mit glänzenden Augen und reich beladen sich wieder am Handelsposten treffen und am Lagerfeuer unglaubliche Geschichten erzählen. Möchtest Du dabei sein?

(cw)
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     82 Prozent - 3.31 PunkteIhre 10 Lesermeinungen zu Lost Valley~3.31
Punkte
Hans
19.Aug 11: Macht Spaß! Wenn man sich mit dem permanenten Mangel (Stauraum, Geld, Essen, Holz, Zugweite usw.) arrangieren kann. Da Mangel aber ein vorherrschendes Element in vielen Spielen ist, dürfte dies dem geübten Zocker wenig ausmachen . Ausprobieren!
Marten Holst
18.Dec 09: Eher so mittel. Am Anfang ganz spannend, aber der Dauerspaß bleibt überschaubar, zu eindeutig die Strategien, zu entscheidend, wo wieviel Gold auftaucht.
Olve20.Jan 09: prima Spiel, haben wir direkt nochmal gespielt, schafft richtig Atmosphäre!
Sarah Kestering
12.Dec 05: Goldland gefaellt mir um einiges besser.
Gwinni18.Aug 05: Ein sehr komplexes Spiel, welches einem viele Möglichkeiten bietet. Einzig, die Dreiecks-Landschaftsplättchen einzubauen gestaltet sich mitunter als schwierig.
Vivien Wulff
24.Oct 04: Ich weiß nicht mehr wie es geht,es war aber total spannend.
Michael Andersch
16.Aug 04: Gute thematische Umsetzung. Zu 4 Punkten hat's leider nicht ganz gelangt, da ich das repetitive Element (Hin- und her bewegen zwecks Rohstoffbeschaffung) als etwas störend empfand. Super Ausstattung, allerdings etwas überfrachtete Regel.
Jörn Frenzel
15.Aug 04: Wenn man sich durch die Anleitung gequält hat( Hatte so seine unverständlichen Tücken), wird man mit einem spannenden Spiel belohnt, das sich zum Ende hin sehr steigert. Sonst fehlt es einem ständig an dem was man braucht und das birgt lustigen Ärger.Der Einstieg fäält schwer, aber dann läufts rund.
Birgit (fischziege) Beuscher24.Jun 04: Egal was man gerade an Ausrüstung gekauft hat, was anderes wäre besser gewesen :o). Nach den Siedlern endlich mal wieder ein so abwechlungsreiches Spielfeld, immer wieder anders. Und immer wieder eine andere Taktik verlangt. Da wird es nie langweilg. Klasse Spiel.
Martin (maddin) Ballhorn22.Jun 04: Ein Suuuuper-Spiel! Immer hat man zuwenig von allem - und die Schmarotzer werden schon wieder belohnt *lach*. Mein Top-Spiel für den Dt. Spielepreis 2004!

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© Carsten Wesel am 07.06.2004 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.