Die Siedler von Catan - Das WürfelspielDer große Wurf mit viel mehr Würfeln | |||||||
Verlag | Autor | Grafik | Spieler | Alter | Spieldauer | Preis | |
Kosmos | Klaus Teuber | Tanja Donner | 1-4 | ab 7 | 25 Minuten | 5,- Euro |
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Spielziel: | Inzwischen ist es schon fast eine halbe Ewigkeit her, daß Die Siedler von Catan auf den Spielemarkt kamen und damit für die größte Umwälzung sorgten, die es hier je gegeben hat. Auf einmal war Spielen in aller Munde und jeder kannte Die Siedler von Catan. Über die Jahre gab es mehr als hier die eine oder andere Erweiterung und Ergänzung und auch diese wurden von einer Vielzahl von Spielern freudestrahlend angenommen, so daß die treuesten Fans sogar eigene Erweiterungen erdachten. Jetzt war Klaus Teuber mal wieder an der Reihe und heraus gekommen ist dabei Die Siedler von Catan - Das Würfelspiel - die Reduzierung des Originalspieles auf Rohstoffe, Bauen und Punkte. Aber auch so kann man spielen. | |||||||
Ablauf: | Wer schon 1x gesiedelt hat, der wird bei Die Siedler von Catan - Das Würfelspiel einige sehr bekannte Mechanismen entdecken und damit auch Die Siedler von Catan entdecken, die sich hier versteckt haben. Zum Spielen stehen uns bei Die Siedler von Catan - Das Würfelspiel ein paar Würfel und ein Wertungsblock zur Verfügung. Vom Wertungsblock bekommt jeder der 1-4 Spieler einen Zettel während die Würfel immer reihum benutzt werden. Der Block und damit auch jeder der Zettel zeigt uns die Insel Catan. Auf dieser Insel ist eine Straße schon gebaut und diverse weitere Straßen, Dörfer, Städte und Ritter sind als Schattenriss auf dem Zettel vorhanden und zeigen damit die späteren Bauplätze an. Doch wie sollen wir bauen, wenn wir keine Rohstoffkarten haben? OK, Rohstoffkarten sind bei Die Siedler von Catan - Das Würfelspiel vielleicht nicht vorhanden, aber da wir ohne die Rohstoffe nicht wirklich bauen können, müssen wir uns irgendwie anders behelfen, zumal wir auch keine Spielfiguren und noch nicht mal Entwicklungskarten im Spiel entdecken. Da Siedler ohne Rohstoffe jedoch kein Siedler mehr ist, hat Klaus Teuber sich die Rohstoffkarten geschnappt, sie etwas kleiner gestaltet und auf die 6 unterschiedlichen Seiten eines Würfels gebannt. Damit haben wir unsere Schafe und Erze, das Holz, das Getreide und auch den Lehm wieder im Spiel. Auf der freien, sechsten Seite des Würfels war sogar noch Platz für das Gold, welches im Siedler-Grundspiel zwar noch nicht vorhanden war, aber inzwischen jedem Siedler bekannt sein sollte. Reihum sind die Spieler an der Reihe und versuchen mit Ihren Würfeln die notwendigen Rohstoff-Kombination zu würfeln, wie wir sie schon aus etlichen Siedler-Partien kennen. Ein Straße kostet auch hier 1x Holz und 1x Lehm und ist neben den Dörfern und Städten das Objekt, das man am meisten bauen wird, denn die Straße läuft (mit Abzweigungen) über den gesamten Spielplan und verbindet hierbei die geplanten Dörfer und Städte miteinander. Die Städte und Dörfer müssen zuerst mit Straßen an die Startstraße angeschlossen werden, bevor sie gebaut werden dürfen, hierbei gibt es eine vorgeschriebene Reihenfolge, in der sie errichtet bzw. erwürfelt werden dürfen. Diese Reihenfolge ist gleichbedeutend mit der jeweils aufgedruckten Punktezahl, was bedeutet, daß diese Dörfer und Städte in aufsteigender Reihenfolge gebaut werden müssen, beginnend mit dem gering-wertigsten. Neben den eben erwähnten Bau-Kombinationen können auch noch Ritter errichtet werden. Diese Ritter werden reihum auf die 6 möglichen Rohstofffelder gemalt. Sie gestatten später einmalig das Tauschen in den jeweiligen Rohstoff des Ritter-Feldes und erleichtern so das Errichten von teureren Städten - für die man immerhin 5 bestimmte Rohstoffe benötigt, die erst einmal gewürfelt sein wollen. Hierbei kann u.a. helfen, daß man jederzeit 2 gewürfelte Gold-Rohstoffe gegen einen beliebigen anderen tauschen kann. Gewürfelt wird anfangs mit allen Würfeln, wobei anschließen beliebig viele rausgelegt werden dürfen, während die restlichen Würfel ein zweites und ein drittes Mal geworfen werden. Alle gewürfelten Kombinationen, die auf dem eigenen Wertungszettel an zuvor errichtete Dörfer, Straßen und Städte angeschlossen werden können, werden in diesem Wurf gewertet. Das bedeutet, daß die so erzielte Summe in das persönliche Wertungsfeld auf dem Wertungs- und Spielzettel eingetragen wird. Sind alle Felder gefüllt, so endet das Spiel und es gewinnt der Spieler, der in der Summe aller seiner Felder den höchsten Wert aufweisen kann. | |||||||
Fazit: | Nach dieser kurzen Beschreibung fragt sich wahrscheinlich jeder, wieviel Siedler in Die Siedler von Catan - Das Würfelspiel steckt. Diesen Fragern sei gesagt, daß auf jeden Fall der Name an das legendäre Spiel Die Siedler von Catan erinnert. Weiterhin sind da die Rohstoffe und nicht zuletzt natürlich die Straßen, Siedlungen und Städte. Aber das war's dann auch schon. Das soll nicht heißen, daß Die Siedler von Catan - Das Würfelspiel zu nix taugt, viel eher heißt es, daß es sich kaum wie Die Siedler von Catan anfühlt und auch nicht dessen Klasse hat. Es ist ein kleines Würfelspiel, das auf der aktuellen Welle der Würfelspiele mitschwimmt und sich eines sehr beliebten Themas bedient. Hierbei holt es sich aus dem Grundspiel gerade mal so viele Aspekte, daß man daraus ein abgespecktes Spiel machen kann, in dem man genau diese Elemente wieder entdeckt. Einen Grund, das Spiel deswegen zu lieben, gibt es nicht. So ganz erschließt sich mir die Punkteverteilung auf dem Wertungsblock nicht, denn Städte werden von mal zu mal wertvoller, so daß der glückliche Würfler hierbei um eine Menge Punkte erfolgreicher sein kann, wenn er auch den Weg an den Städten entlang gewählt hat. Sich zum Schluß nur auf Siedlungen zu konzentrieren ist zwar ein Weg zu Punkten, aber keine Möglichkeit, oben mit dabei zu sein. Dies' schafft nur, wer sich auf die Städte spielt - die letzte mögliche Stadt ist allein schon 30 Punkte wert. Um dieser Punkteschlacht nicht gar so schlimm ausgesetzt zu sein, kann man sich auf der Homepage von Klaus Teuber zu diesem Spiel eine andere Wertungsvariante herunter laden, die Städte und Siedlungen bepunktet, wie es schon das Grundspiel macht. Warum also von einer erfolgreichen Punktevergabe abweichen? Evtl. steht 'Mehr Punkte' ja für 'Besseres Spiel', wie es in vielen Spiele ist, wo Geldscheine einfach ein paar Nullen mehr bekommen, damit man am Ende mit 3.141.ooo Punkten gewonnen hat und nicht mit 3.141. Was kann man also mit Die Siedler von Catan - Das Würfelspiel anfangen? Man kann es einfach irgendwo mal zwischenschieben, wo noch 25 Minuten Minuten Zeit sind, dann das ist auf jeden Fall besser, als eine Wartezeit ohne Spiel nur mit Langeweile zu überbrücken. Evtl. kann man sich damit ja zeitnah auf eine Partie Die Siedler von Catan einstimmen. Ansonsten kann man damit bestimmt Nicht-Spielern zeigen, wie einfach Spiele sein können - aber dafür reichen meist auch schon 5 Würfel, mit denen man Kniffel spielen kann. Zusammengefasst könnte man sagen, daß Kniffel-Spieler das schnörkellosere Spiel haben und damit bestimmt nicht unglücklich sind. Wie glücklich Die Siedler von Catan - Das Würfelspiel-Spieler sind, mag ich nicht zu beurteilen. (cw) | |||||||
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© Carsten Wesel am 11.06.2007 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster. |