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Die Bauten der Toscana - Dächer & Höfe

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Piatnik Niek Neuwahl ab 8 30 Minuten 

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Spielziel:

Noch ist sie leer - ganz leer. Hier soll sie einmal entstehen und vielen Bürgern ein Zuhause werden. Unsere Stadt in der Toscana. Wir sehen sie nur aus großer Höhe, keine Geräusche dringen an unser Ohr. Das Einzige, was wir erkennen können, sind die Farben der Stadt, der Stadt die langsam wächst und immer mehr Platz für Bürger im Freien und überdacht zur Verfügung stellt. 2 Spieler nehmen teil an diesem Spiel und der eine möchte auf die Bürger seiner Stadt achten, indem er ihnen Häuser zur Verfügung stellt, auf daß sie ein Dach über dem Kopf haben. Der andere möchte das Leben und die Freiheit unterstützen und baut große und immer größer werdende Plätze und Gassen, denn hier tobt das Leben. Wer von diesen beiden ambitionierten Bauherren wird die Stadt so gestalten, wie er glaubt, daß es richtig ist. Und werden die Bürger eine solche Stadt lieben?

Ablauf:

Ein Spieler spielt die Dächer und damit die Farbe Rot. Rot, wie die Dachziegel, die in der Toscana vorherrschend sind. Der andere spielt graubraun und damit die Farbe der Wege und Gassen - so hat jeder Spieler einen Teil der Stadt unter seinen Fittichen. Jeder Spieler wird mit einem gleichen Plättchensatz ausgestattet, wobei diese Plättchen immer 2x4 Felder umfassen und in diesem Raster 2x die Fremdfarbe und 6x die eigene Farbe zeigen. Wenn man jetzt sein Plättchen legt und damit diese Ansiedlung der Toscana ausbaut, baut man immer auch ein wenig an den Vorlieben des anderen Spielers mit, denn Häuser ohne Gassen kann es eben so wenig geben, wie Plätze ohne Anwohner.

Jeder stapelt seine Karten offen vor sich, nachdem er sie ordentlich gemischt hat. Es wird immer das oberste Plättchen jedes Stapels gespielt, wobei es nur eine Regel gibt - und auch nur ein Spielziel. Einerseits versuchen die Spieler bei Toscana das Ziel zu erreichen, andererseits versuchen sie genau das Erreichen dieses Zieles bei dem Mitspieler zu verhindern. Mal ist der eine Weg besser, mal der andere. Wer am Zug ist, muß sein offen liegendes Plättchen so auf dem Spielplan anlegen, daß mindestens eine Kante der eigenen Farbe des neuen Plättchens gleichfarbig auf dem Plan angelegt wird und so das eigene Gelände vergrößert wird.

Gelegt werden darf ansonsten kreuz und quer und es dürfen sogar Lücken entstehen. Kann kein Plättchen mehr gelegt werden ohne daß der Spielplan verlassen wird oder sich die Plättchen überlagern, haben die beiden Baumeister ihre Stadt in der Toscana vollendet und erfreuen sich gemeinsam an den Farben der Stadt und dem Stimmengewirr in den Gassen und Wohnungen. Das allein ist jedoch für den Spieler in uns nicht Ziel genug und klingt auch nicht wirklich so, als ob man damit einen Sieger von Toscana bestimmen könnte.

So gilt es also für beide Spieler jeweils ein definiertes Ziel zu erreichen. Jeder versucht hier eine möglichst umfangreiche zusammenhängende Fläche in seiner Farbe zu gestalten. Hierbei wird die Größe der Fläche durch die Anzahl der beteiligten Plättchen definiert, nicht durch die Anzahl der Quadrate. Wer hier zum Spielende die meisten Plättchen so schön passend und zusammenhängend auslegen konnte, der gewinnt diese Toscana-Runde. Eine zweite Runde mit vertauschten Rollen könnte sich sogleich anschließen, doch nötig ist es nicht. Das Spielgefühl ist von der Farbe, die man gespielt hat, ja nicht abhängig. Aber möglich ist es, ob der Kürze des Spieles, schon und ab und zu mal ein anderes Stadtbild zu sehen, kann auch nicht schaden, denn dazu ist die Toscana selbst in der Realität schon vielfältig genug.

Fazit:

Eine einfache Spielidee und eine große Wirkung. Zwei schöne Punkte kommen zu einander und bilden gemeinsam ein kurzweiliges Legespiel, daß mit 15-10 Minuten durchaus auskommt. Viel taktische Möglichkeiten bleiben allerdings nicht, da man immer die offen ausliegende Karte verwenden muß. Aber viel taktischer muß es auch gar nicht sein, denn dann würde es wieder in ein Grübelspiel mit langer Bedenkzeit ausufern - und genau das (denke ich) will Toscana nicht sein.

Um die Karten, die für die Dächer oder Gassen zusammenhängend gelegt worden, auch zählen zu können, gibt es noch kleine Zählchips, die man am Ende des Spiels auf die einzelnen Karten legen kann. Es ist nur ein kleines Detail, aber genau das macht die Spiele aus, bei denen sich Autor und Verlag Gedanken gemacht haben, wie es sich gut spielen UND abrechnen lässt.

Ein Problem jedoch ist bis zum Ende geblieben, denn ich habe auf der Schachtel und in der Spielanleitung nirgendwo einen Hinweis auf den Graphiker gefunden. Aber das ist kein großes Manko, auch wenn diese Personen es verdient haben, erwähnt zu werden. Aber das nur nebenbei.

(cw)
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     45 Prozent - 1.86 PunkteIhre 3 Lesermeinungen zu Toscana~1.86
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Bernd Eisenstein

17.Jul 06: Es macht Freude zuzusehen, wie sich das Spiel entwickelt. Als Freund von abstrakten 2er Spielen muss ich sagen: Thumbs up!
Silke Oestereich10.Jan 03: Mal ganz nett für zwischendurch - mehr nicht
Rogo13.Dec 02: Zu statisch und repetitiv.

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© Carsten Wesel am 11.06.2002 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.