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Es war einmal

Ein märchenhaftes Kartenspiel

VerlagAutorGrafikSpielerAlterSpieldauerPreis
Heidelberger Spieleverlag, Mario TRUANT Verlag R.Lambert, A.Rilstone, J.Wallis S.Mournier, F.Magnin, F.Vohwinkel 2 - 5 ab 10 Jahre 45 Minuten 13,- Euro 

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Spielziel:

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, im Jahre 2010, da wurde ein Kommunikationsspiel namens Dixit zum Spiel des Jahres. So begab es sich aber zur gleichen Zeit, dass sich eine Spielerezensentin dies zum Anlass nahm, einmal ein anderes, teilweise recht ähnliches Spiel in einer Kritik genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Name des Spiels war Es war einmal, ein kleines feines Kartenspiel, in dem die Spieler die Aufgabe haben, sich gemeinsam ein Märchen auszudenken. Dabei wechseln sich die Erzähler immer wieder ab. Ob am Ende eine spannende Geschichte erzählt wurde, oder ob alle Spieler schlafend unter dem Tisch lagen, das liegt allein in der Hand der Mitspieler.

Ablauf:

Nachdem die Karten gemischt und verteilt wurden, kann das Märchen beginnen. Jeder Spieler erhält je nach Spieleranzahl zwischen 5 und 10 Erzählerkarten und eine Märchenende-Karte. Die Erzählerkarten lassen sich grob in die 5 Kategorien Charaktere, Gegenstände, Orte, Eigenschaften und Ereignisse unterteilen. Einige der Karten haben eine Besonderheit an sich, nämlich die Unterbrechungskarten, doch dazu später mehr. Der Startspieler beginnt damit, eine Geschichte zu erzählen, die gerade in seinem Kopf entsteht. An die Karten gebunden ist er dabei nur bedingt. Grundsätzlich bleibt es jedem selbst überlassen, in welche Richtung sich das Märchen entwickelt. Ab und zu sollte man jedoch einen Begriff wählen, der auf einer der Karten aufgedruckt ist. Er sollte sinnvoll in die Geschichte integriert sein und nicht nur lieblos angeklatscht werden. Für die Geschichte unbedeutende Aufzählungen sind ebenfalls nicht zulässig. Die Karte legt man dann anschließend offen in der Mitte des Tisches ab.

Wenn dem Erzähler aktuell nichts mehr einfällt, darf er passen. Er muss dann eine weitere Erzählerkarte vom Nachziehstapel nehmen und darf dafür eine andere Karte ablegen. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe. Dieser Fall tritt auch dann ein, wenn der Erzähler eine längere Denkpause einlegt oder die Geschichte plötzlich in völlig unsinnige oder absurde Bahnen lenkt. Die Mitspieler haben aber auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, um die Rolle des Erzählers zu übernehmen. Zum einen geht das dann, wenn sie eine Karte mit einem Begriff auf der Hand haben, der gerade vom Erzähler genannt wurde. Der entsprechende Mitspieler legt die Karte offen aus und darf das Märchen weiter erzählen. Außerdem kann man mit einer Unterbrechungskarte zum aktiven Erzähler werden. Dies ist möglich, wenn der Erzähler gerade eine Karte ausgespielt hat. Stammt die Unterbrechungskarte aus der gleichen Kategorie wie die Erzählerkarte, darf der Mitspieler weitermachen.

Sobald ein Spieler alle seine Erzählerkarten abgelegt hat, kann er eine Märchenende-Karte ausspielen. Er sollte das Märchen dann aber auch schnell zu einem harmonischen Ende führen, sonst können die Mitspieler ihr Veto einlegen. Derjenige, der seine Märchenende-Karte ablegen kann, ist offiziell der Sieger des Spiels. Doch wenn am Ende eine schöne Geschichte entstanden ist, sind doch alle Mitspieler irgendwie Gewinner.

Fazit:

Es war einmal ist schon ein ganz spezielles Spiel und sicher nicht jedermanns Sache. Wenn sich alle Spieler in das Thema hineinfühlen und sich darauf einlassen, können märchenhafte und spannende Geschichten entstehen. Wenn man aber mit Lustlosigkeit an die Sache geht oder sich dem Spiel nur widmet, um zu gewinnen, dann wird am Ende wohl ein ziemlich langweiliges Märchen daraus. So ist die Zielgruppe von Es war einmal auch eher klein. In der richtigen Gruppe zum passenden Anlass kann Es war einmal aber zu einem wunderbaren Geschichtenabend verhelfen. Mir persönlich gefällt Es war einmal sehr gut und ich kann damit auch wesentlich mehr anfangen als mit dem ähnlich gelagerten Dixit. Es bleibt den Lesern überlassen, ob sie sich auf ein derart spezielles Spiel einlassen wollen. Denn jeder nimmt Es war einmal unterschiedlich auf. Manche lieben es, manche finden es zum einschlafen langweilig. Sicher hängt es auch davon ab, zu welcher Art Spielertyp man gehört. Einige werden Es war einmal aber sicherlich immer wieder hervorkramen. Und wenn sie dabei nicht eingeschlafen sind, dann spielen sie auch heute noch Runde um Runde Es war einmal.

(vr)
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     57 Prozent - 2.33 PunkteIhre 4 Lesermeinungen zu Es war einmal~2.33
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Thomas Hammer
12.Oct 10: Allein schon, dass das Spielgefühl ein erfrischend "anderes" ist, macht dieses Spielchen interessant. V.a. mit (älteren) Kindern und in der richtigen Runde ist das sinnreiche fabulieren einfach nur spaßig und spannend. Um die eigene Schlusskarte "passend" zu machen, werden die Geschichten meist dermaßen "verbogen" fortgeführt, dass es eine wahre Freude ist...
Empfehlung!

Jörn Frenzel
11.Oct 10: Auf die Spielegruppe kommt es an-wir sahen uns nur an und konnten damit nichts anfangen. Dann quält man sich.Aber ich denke auch hier gilt wie bei Dixit-es gibt dafür die Spieler: Ich bins nicht!
Jonthedon11.Oct 10: Nettes Spiel in der richtigen Runde - meistens auch sehr lustig.
Maddin
11.Oct 10: Kann mich dem in der Rezension gezogenenFazit voll anschließen: sehr abhängig von der Runde, in der es gespielt wird. Kann toll sein, wenn sich alle drauf einlassen. Oder floppen, wenn nur ein oder zwei Mitspieler eben genau dies nicht tun. Ich mag's aber sehr!

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© Carsten Wesel am 17.05.2005 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.