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Aquaretto

Wenn im Zoo mal Hochwasser ist

VerlagAutorSpielerAlterSpieldauerPreis
Abacus Spiele Michael Schacht 2-5 ab 10 45 Minuten Euro 

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Spielziel:

Zu Lande, zu Wasser oder in der Luft. Es gibt zwar nicht viele denkbare Orte, an denen ich einen Zoo erwarten würde, aber die ersten zwei Elemente eigenen sich dafür sicherlich, was durch Zooloretto im ersten Element schon überdeutlich bewiesen wurde. Ob das zweite Element für einen Zoo genau so geeignet ist - SeaLiveCenter gibt es in Deutschland inzwischen diverse - versucht Aquaretto an dieser Stelle zu klären.

Ablauf:

Welch' ein Glück für uns: Ein so großes Gelände zu besitzen, ist schon echt 'ne Wucht. Jetzt muß man damit nur noch etwas Sinnvolles anstellen. Kinderspielplätze und Supermärkte sind nicht immer das Gelbe vom Ei. Nach langer Suche fällt die Investment-Idee schließlich auf einen Wasser-Zoo - groß genug ist das Gelände ja schließlich und der nächste ähnliche Park ist meilenweit entfernt.

Eingezäunt ist das Gelände relativ schnell und auch die Kassenhäuschen und Futterstationen sind schnell geplant. Jetzt fehlen nur noch die Tiere, Mitarbeiter und ein paar Besucher. Während Tiere auf dem freien Markt immer mal wieder - als Einzelexemplare - angeboten werden, sind Mitarbeiter etwas wählerischer, wenn es um die Arbeit geht. Sie wollen nicht überall arbeiten, sondern haben jeder so ihre eigene Vorstellungen - hierbei sind die vor allem an den Tieren interessiert, denn ein paar gleiche sollten schon sein.

Wie man die Tiere in seinen Zoo bekommt, ist sicher kein Geheimniss mehr, denn Zooloretto hat dieses Prinzip vorgelebt und Aquaretto möchte hier keine neuen Wege gehen, wenn die alten Wege soo erfolgreich sind. Somit bleibt es bei Aquaretto bei den Schlitten und den einzelnen Plättchen, die Stück für Stück auf diesen platziert werden und von den Mitspielern genommen werden, wenn es an der Zeit ist.

Doch natürlich gibt es Stellen, an denen Aquaretto Zooloretto erweitert und es (etwas) anders macht. So gibt es z.B. Mitarbeiter, die an diversen Stellen im Zoo eingesetzt werden können und - je nach Qualifikation - mal mehr, mal weniger Siegpunkte am Spielende einbringen. So kann man neue Mitarbeiter z.B. als Tierpfleger einstellen - in diesem Falle bringt mir jedes Tier mit einem Fischsymbol am Spielende einen weiteren Siegpunkt. Stelle ich ihn als Kassierer ein, so ist mein Restgeld am Spielende jeweils 1 Siegpunkt wert.

Das Anwerben der Mitarbeiter ist ziemlich einfach, denn wenn sie sehen, wie prächtig die Tier-Gehege wachsen, kommen sie von ganz alleine. Jedes mal, wenn die Anzahl gleicher Tiere eine durch 5 teilbare Zahl ergibt, steht plötzlich einer vor der Eingangstür und möchte angestellt werden - einfach so. Bei dieser Gelegenheit sei noch erwähnt, daß es bei Vielfachen von 3 eine Finanzspritze von 1 Taler von der Bank gibt.

Während ich bei Zooloretto noch einzelne Gehege gab, die gefüllt werden wollten, gibt es diese Beschränkung inzwischen nicht mehr. Gehege entstehen einfach durch das Platzieren der Tierplättchen in unserem Zoo. Und wenn es gleiche Plättchen sind, legt man sie neben einander und das Gehege wird größer. Wichtig ist hierbei jedoch, daß sich die einzelnen Gehege niemals mehr als über Eck berühren. Da es auf diese Weise irgendwann eng werden kann, hat man insgesamt sogar 4x die Gelegenheit, den eigenen Wasserpark auszubauen. Hierbei kann entweder nur Fläche angebaut werden oder auch die Genehmigung erlangt werden, eine weitere Tierart im Tierpark zeigen zu dürfen. Die Ursprungs-Genehmigung umfasste nämlich nur 3 Arten, die gezeigt werden dürfen. Alle weiteren Tiere müssen in einem seperatem Bassin unter Verschluß gehalten werden - ein Bassin, daß den Mitspielern weiterhin als Tier-Quelle zur Verfügung steht.

Am Spielende von Aquaretto ändert sich nichts in Bezug auf den Vorgänger Zooloretto und weil sich die beiden Spiele nun einmal so ähnlich sind, gibt es in Aquaretto auch eine Regelerweiterung, die es den Spielern gestattet, beide Spiele miteinander zu kombinieren und diese Kombination macht aus 2 einzelnen Spielen wieder einmal mehr als die Summe seiner Teile ahnen lassen würde. ...und wenn das nichts ist.

Fazit:

Aquaretto ist zwar nicht alt, aber so neu ist es eben auch nicht, was u.a. daran liegt, daß es einen so erfolgreichen Vorgänger hat.

Es ist immer schwer, ein Spiel, das aus einem anderen entstanden ist, für sich selbst zu beurteilen, aber genau das hat jedes Spiel verdient und genau das ist es, was ein Leser erfahren möchte - wie ist dieses Spiel, wenn man kein anderes Spiel kennt. In dieser Hinsicht ist Aquaretto ein Spiel mit einfachen Regeln, das jedem Spieler die Freiheit lässt, seinen Zoo so zu bauen, wie er es für richtig hält. Hierbei wird er anfangs etwas eingeschränkt, da das existierende Gelände natürlich nicht endlos ist, aber auch diese Einschränkung kann man mit Grundstücks-Zukäufen überwinden, wenn man erst einmal etwas Geld gesammelt hat und bezahlen kann. Aber Geld ist ja immer ein Problem, nicht nur im Spiel ;-)

Etwas Vergleich muß natürlich auch sein, denn Aquaretto und Zooloretto sind nun mal miteinander verwand. Obwohl Aquaretto ein eigenständiges Spiel ist, hat es doch sehr viel von Zooloretto übernommen, so daß Spieler, die Aquaretto spielen, problemlos den Vorgänger Zooloretto erkennen. Wer Zooloretto - Das Spiele des Jahres 2oo7 - nicht kennt, muß jedoch nicht befürchten, daß Aquaretto ihn mit zu vielen Regeln überfällt. Es bietet zwar mehr als sein Vorgänger, wirkt aber trotzdem nicht mit Regeln überfrachtet, sondern bleibt übersichtlich. Einzig die Kennzeichnung einiger Tiere hätte man überdenken können, um dem Spieler entgegen zu kommen. Für den Trainer muß ich mir merken, welche Tiere trainierbar sind. Tiere dieser Sorte, die 'zu wild' und damit nicht trainierbar sind, sind speziell gekennzeichnet. Warum statt dessen nicht einfach nur die trainierbaren Tiere gekennzeichnet wurden, ist mir unklar - viel einfacher wäre es, diese Tiere/Punkte zu zählen, wenn sie um meinen Trainer herum stehen.

War der Vorgänger schon so gut, daß es es immerhin zum Spiel des Jahres geschafft hat, so gefällt mir Aquaretto sogar noch ein wenig besser, da die Freiheiten der Spieler hier größer sind. Wir haben keine Gitterstäbe und feste Gehege mehr, sondern platzieren jedes einzelne Tier in seinem eigenen kleinen Bassin so geschickt neben den Tieren der selben Gattung, daß ihre Käfige in einander übergehen. Punkte gibt es dann hier auch für jedes Tier, was die Zählung etwas vereinfacht.

Somit bleibt zum Schluß noch die große Frage, wer sich Aquaretto kaufen sollte und ob es überhaupt sinnvoll ist, sich ein Aquaretto ins Regel zu stellen, wenn man dort schon ein Zooloretto stehen hat. Für mich persönlich ist Aquaretto das bessere Spiel und ein Zooloretto nicht unbedingt nötig, wenn man nicht so oft zum spielen kommt. Wenn man keine extra langen Spiele mag, so ist auch die Kombinationsmöglichkeit von Aquaretto und Zooloretto kein Kaufgrund, denn die Spieldauer verdoppelt sich, ab man beide Spiele gleichzeitig spielt. Für mich bleibt Aquaretto damit die bessere Umsetzung der Coloretto-Mechanismen und somit käme von mir immer der Tip, Aquaretto zu nehmen, wenn die Entscheidung auf nur eines dieser beiden fallen soll. Spielspaß kann man mit beiden Spiele (einzeln) haben, so daß auch das Probespielen beider Spiele eine gute Idee wäre.

(cw)
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     82 Prozent - 3.31 PunkteIhre 6 Lesermeinungen zu Aquaretto~3.31
Punkte
Verena Riedl07.Sep 08: Sämtliche Veränderungen gegenüber Zooloretto halte ich für sehr gelungen. Insofern kann ich dieser Variante des Spiels dann auch (wenn auch wacklige) 4 Punkte geben.
Kay Holtz11.Jun 08: Meine Vorschreiber haben weitgehend Recht.
Martin Kosub
10.Jun 08: Die bessere Variante zum einzeln Spielen. Ich freue mich auch schon auf das Kombispiel!
Jörn Frenzel
10.Jun 08: Genau so ist es!
Marco Stutzke
10.Jun 08: ... stimme dem Kerl unter mir teilweise zu ...Punkt
Maddin
10.Jun 08: Stimme zu, AQUARETTO ist spielerisch deutlich besser/spannender/fordernder als ZOOLORETTO. Vielleicht sogar weniger ein "Familienspiel". Auf meine erste Runde ZOOLAQUARETTO freue ich mich jedenfalls schon jetzt...

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© Carsten Wesel am 10.06.2008 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.