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Yinsh

Ein abstrakter Ringkampf in Schwarz-Weiß

VerlagAutorGrafikAlterSpieldauerPreis
Don & Co Chris Burm lu'cifer ab 9 Jahre 45 Minuten 25,- Euro 

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Spielziel:

Gut und Böse sind die selben Gegensätze, wie Schwarz und Weiß und mit diesem Gegensatz spielt Chris Burm in seinem 5.ten Streich seiner abstrakten Brettspielreihe für 2 Personen. In unserem Fall versuchen die Spieler mit den Spielsteinen ihrer Farbe 5er-Reihen zu bilden - hierbei reicht es allerdings nicht, das 1x zu schaffen - dieses Kunststück muß der Spieler insgesamt 3x schaffen um zu gewinnen. Aber bis es so weit ist, liegt noch ein angenehmes Spiel vor den Spielern.

Ablauf:

Eine Partie Yinsh startet immer auf einem leeren Plan. Der Plan ist ein Raster aus sich schneidenden Linien, die Dreiecke bilden. Auf den Eckpunkten dieser Dreiecke wird gespielt, wobei das Hauptspiel auch erst beginnt, wenn die beiden Mitspieler ihre 5 Ringe auf dem Spielfeld eingesetzt haben. Diese Ringe dürfen auf beliebigen Schnittpunkten eingesetzt werden, sofern hier selbst noch kein Ring liegt.

Das Spiel schließlich baut für jeden Spieler auf diesen, seinen Ringen auf. In einen seiner eigenen Ringe legt der aktive Spieler einen neuen Spielstein in seiner Farbe und bewegt dann den Ring in gerader Linie von diesem Feld auf ein anderes, freies Feld. Bei seiner Bewegung auf das neue Feld kann es passieren, daß der Ring diverse eigene und fremde Spielsteine überquert. In diesem Fall werden alle diese Spielsteine von ihrer aktuellen farbigen Seite auf die jeweils andere gedreht. So werden die schwarzen Steine weiß und die weißen Steine schwarz.

OK, wie man startet ist klar und auch, wie man seine Spielsteine bewegt. Jetzt fehlt und zu unserem Glück nur noch das Wissen um das Ziel des Spieles. Dieses ist - wie bei allen Spielen des Gipf-Projekts - relativ einfach erklärt, jedoch ebensowenig einfach zu schaffen. Das Ziel sind 5 eigene Steine in einer Reihe - und zwar 3x und dann natürlich auch noch früher, als dieses der Mitspieler schafft. Diese 5er-Reihe wird vom Plan entfernt, wodurch allerlei geschieht. Erstens ist wieder mehr Platz auf dem Feld und zweitens wird es für den Spieler auch wieder etwas schwerer, eine 5er-Reihe zu bilden - klar, mit 5 Steinen weniger auf dem Plan. Drittens gibt es auch noch, doch vorher muß der Spieler einen seiner Ringe entfernen, was sofort geschieht, nachdem er seine 5er-Reihe von Spielsteinen entfernt hat. Damit verringern sich für ihn (drittens) die Orte, an denen er Spielsteine auf den Plan bringen kann. Der andere Effekt durch die Entfernung des Ringes besteht darin, das der Spieler, der aktuell hinten liegt, immer mehr Ringe auf dem Spielfeld hat und somit mehr Möglichkeiten, Spielsteine auf den Plan zu bringen.

Das Spiel endet, wenn es einem Spieler gelingt, seinen dritten Ring vom Spielplan zu entfernen. OK, es würde auch enden, wenn alle Spielsteine auf dem Plan liegen, aber das ist extrem selten. In diesem seltenen Fall werden eben jetzt die entfernten Ringe gezählt. So kann es allerdings auch mal vorkommen, daß Yinsh unentschieden endet.

Fazit:

Yinsh ist bereit in die Fußstapfen seiner Gipf-Vorgänger zu treten. Das Material ist wieder einmal ausgesprochen gut für das Spiel und die Spielsteine und Ringe scheinen nicht einfach billiges Plastik zu sein. Die Regeln sind klar und angenehm kurz gehalten, so daß einem schnellen Spielstart noch nicht mal der Spielaufbau im Wege steht - denn Yinsh ist aufgebaut, sobald der Spielplan auf dem Tisch liegt.

Das Schöne an der Gipf-Serie und an Yinsh im Besonderen ist die Einfachheit der Regeln und das fehlende Thema. Ferner kann man in einem 2-Personen-Spiel ganz anders taktieren und das Spiel viel schneller und intensiver kennen lernen. Durch bekannte Elemente kommt einem Yinsh gleich beim ersten Spielen vertraut vor. Reihen bilden, Steine überspringen und umdrehen - das ist nicht wirklich neu, aber bewährt und bekannt und hier für Yinsh richtig gut kombiniert.

Auch wenn Yinsh aus so bekannten Komponenten gestrickt ist, ist es nicht einfach ein billiger Abklatsch, sondern ein Spiel, dessen Komplexität weit über die der Einzelkomponenten hinaus geht und von Partie zu Partie interessanter wird. Ansprechend ist in diesem Sinne auch die Spielzeit von 45 Minuten, die es jedem Spieler gestattet mehr als nur ein kleines Spiele zum Kennenlernen zu spielen - das sollte auch für den Spieler, der normalerweise eine abstrakten Spiele spielt, nicht zu viel sein.

Mit seinen Ringen versucht man nicht nur, sich selber in eine gute Position zu bringen, sondern auch dem Gegner im Wege zu stehen. Das mag anfangs noch gut möglich sein, wenn man noch nicht alle seine Ringe benötigt, um sich selber gut zu stellen, aber spätestens, wenn die Anzahl der eigenen Ringe nachlässt, wird es eng. Jetzt gilt es zu entscheiden, an welchen Stellen man seine verbliebenen Ringe benötigt. Kann man Ringe entfernen, die den Gegner blockieren oder solche, die frei auf dem Spielfeld verfügbar sind? Beides hat seine Nachteile, so daß man irgendwann in Zugzwang gerät und auch Züge machen muß, die nicht unbedingt optimal sind.

Wer sich mit abstrakten Brettspielen anfreunden kann, der ist mit der Gipf-Reihe und mit Yinsh im Besonderen gut bedient. Nicht jedes Spiel benötigt ein Thema, um gut und ansprechend zu sein. Und ein '4 gewinnt' - hier ein '5 gewinnt' - ist nicht immer nur ein '4 gewinnt', sondern kann durchaus aus diesen eingetretenen Fußstapfen entkommen und - nun unter dem Namen Yinsh - eigene Wege gehen und neu begeistern, ob nun Viel- oder Gelegenheitsspieler.

(cw)
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     81 Prozent - 3.30 PunkteIhre 11 Lesermeinungen zu Yinsh~3.30
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Hans
23.Jun 07: Sehr schönes Zwei-Personen-Spiel mit hohem Nachdenkfaktor. Wie so oft: Übung macht den Meister, und ein gutes Auge, gepaart mit etwas Übersicht, sind Grundvoraussetzungen, um erfolgreich zu "yinshen".
Stefan Mieder12.Jan 07: Eindeutig das beste Spiel aus der GIPF-Reihe. Dass sogar eine Konfirmanden-Gruppe begeistert von diesem Spiel war, (diese Altersklasse ist ja doch normalerweise was anderes gewohnt) sagt auch viel über die Qualität von Yinsh aus
Maddin
11.Jan 07: Typischer Vertreter der abstrakten 2er Spiele. Und damit leider eher nichts für mich. Obwohl ich die Qualität schon sehe...
Bernd Eisenstein

18.Jul 06: Typischer Vertreter der abstrakten 2er Spiele. Bleibt aber hinter Gipf und Dvonn zurück.
Roland Sciarra29.Jun 06: habe nichts anderes erwartet super
Sarah Kestering
18.Dec 05: Fuer mich mit Gipf das Highlight der Gipf- Serie. Einfache Regeln und doch anspruchsvoll.
Marten Holst
13.Dec 05: Für mich das beste der Gipf-Serie, die allgemein sehr gut ist. Auch unerfahrene Spieler verstehen die Regeln blitzschnell, es gibt vieles wiederzuerkennen, und nicht zuletzt daher kann man von Anfang an auf das Spielziel hinarbeiten.
Tootles12.Dec 05: Nach Zertz mein Favorit in der GIPF-Reihe. Auch wenn ich selbst eigentlich Probleme habe, ein Spiel von Grund auf aufzubauen, habe ich den Einstieg in Yinsh schnell gefunden gehabt. Einzig das Handling mit dem Umdrehen der Steine finde ich etwas mühsam (vielleicht spiele ich es deswegen lieber in der Brettspielwelt... ).d
Carsten Pinnow
01.Dec 05: Vielleicht das beste Spiel aus der Gipf-Reihe?
Michael Werner06.Nov 05: Für mich das beste Spiel der Serie. In 1 Minute erklärt und dann ist jedes Spiel ultraspannend. Für Gelegenheitsspieler und Profis gleichermassen geeignet. Das Material ist wie gewohnt 1 a. Eigentlich kenne ich kein 2-Personen-Brettspiel das ähnlich gut ist. Nun ja, vielleicht noch Dvonn und Zertz, die sind m.E. jedoch auch anspruchsvoller, da mehr Züge durchgerechnet werden müssen. Hatten Yinsh im Urlaub dabei und zu viert ein kleines Turnier veranstaltet. Über 100 Spiele in 2 Wochen sprechen eine deutliche Sprache über die Qualität. Eins von meinen Top 5 Spielen. Kaufen!
Jörn Frenzel
19.Sep 05: Ich fand das Spiel Klasse, auch wenn ich es zugegebenermaßen jetzt schon lange liegen gelassen habe-aber die Erinnerung wird es jetzt wohl wieder rausholen lassen. Mein damaliger Eindruck war spitze-wie die ganze Serie!

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© Carsten Wesel am 06.02.2006 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.