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Tschach

Die etwas andere Art Schach zu spielen

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Ludodeliere P.Clequin & B.Faidutti ab 12 Euro 7,- 

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Spielziel:

Für sein Geld bekommt man 51 Karten, man braucht dann zum Tschachspielen nur noch ein Schachbrett nebst Figuren und dann gilt es, wie auch beim Schach, den gegnerischen König mattzusetzen. Dazu stehen allerdings jetzt noch ein paar Hilfsmittel zur Verfügung, auf die man im 'normalen' Schachspiel bisher verzichten muss.

Ablauf:

Wie üblich sind schwarz und weiß abwechselnd am Zug. Durch die Karten (jeder Kontrahent hat stets fünf Stück zur Verfügung - nach dem Ausspielen wird sofort nachgezogen) können aber bestehende Regeln außer Kraft gesetzt werden. Manche Karten gelten für den Rest des Spiels (ab jetzt schlagen alle Bauern vorwärts und ziehen diagonal), manche nur für diesen Zug (einer meiner Bauern hat keine Lust mehr und verläßt das Feld).Manche Karten werden zwischen den Zügen gespielt, manche anstatt des normalen Zuges.

Damit nicht zu exzessiv Karten gespielt werden gilt die Einschränkung, daß jeder Spieler pro Zug nur eine Karte spielen darf, was aber keine wirkliche Beschränkung ist. Der Stapel ist oft vor dem Spielende alle.

Wichtig ist die Regel, daß der König nicht durch das Ausspielen einer Karte mattgesetzt werden darf oder dadurch einem Schachgebot nicht mehr fliehen kann. Eine Variante besteht im Übrigen darin, daß die Kontrahenten die Karten offen vor sich liegen haben, damit der Verlauf berechenbarer ist.

Fazit:

Die Zusatzkarten sind wohl nichts für Leute, die Schach ernstnehmen. Obwohl Brett, Figuren und Grundregeln identisch sind, hat Tschach manchmal nichts mehr mit Schach zu tun. Chaos, Überraschung und Durcheinander sind garantiert (naja, vielleicht noch nicht in der Eröffnungsphase...) und auch der Spaß kommt nicht zu kurz, dadurch ist Tschach eher etwas für Leute, denen Schach zu trocken oder intellektelitär oder abgehoben oder berechenbar ist.

Schade ist, daß manche Karten bzw. Kartenkombinationen zu Regelunsicherheiten führen.

  • Karte 4 - Luftlandetrupp: Wirft man wirklich den Bauern auf die Brettmitte? Aus welcher Höhe? Was ist die Brettmitte? Was ist, wenn die vier Zentrumsfelder nicht leer sind?
  • Karte 7 - Der Unbestechliche: Darf die neutrale Figur mattsetzen?
  • Karte 33 - Wahre Liebe: Falls der König zu den gefesselten Figuren zählt, darf man ihn dann mattsetzen?
  • Karte 42 - Panik: Werden Bauern auf der Ausgangsposition auch ein Feld zurück auf die Grundreihe geschickt (kann ja sein, daß man gar keine zwei anderen Bauern hat)?
  • Karte 48 - Doppeltes Spiel: Wer ist am Zug, wenn die Farben getauscht werden - zweimal hintereinander derselbe Spieler oder zweimal hintereinander dieselbe Farbe?
  • Überhaupt: Darf ich mit einer Figur mattsetzen, deren Zugweise durch eine dauerhaft wirkende Karte verändert wurde? Auch dann, wenn man diese Karte direkt vor dem Mattzug ausspielt?
Da wir uns bei allen bekannten Regellücken geeinigt haben, ist das für uns kein Problem mehr, aber wer Tschach zum ersten Mal spielt, sollte sich auf Regeldiskussionen gefaßt machen.

Die Zeichnungen auf den Karten sind - nebenbei bemerkt - sehr schön und tragen nicht unerheblich zum Spielspaß bei.

(tw)
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     70 Prozent - 2.86 PunkteIhre 13 Lesermeinungen zu Tschach~2.86
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Demokrit21.Feb 07: So ganz auf die leichte Schulter nehmen sollte man diese Erweiterung nicht, denn eine Kenntnis der Zusatzkarten hilft ungemein. Und gewonnen hat dennoch immer der bessere Schachspieler... Vielleicht die beste Gelegenheit diesem hochnäsigen "Original" seinen spielerischen Charakter zurückzugeben!
Jonthedon10.Oct 06: Ich find's witzig aber Schach ohne Karten ist besser. Nette Anarcho-Beigabe.
Carsten Pinnow
01.Dec 05: Ganz witzig!
Jörn Frenzel
29.Nov 05: Neue Wertung für dieses Spiel Ist meine Bewertung verloren gegangen?Ich finds toll, hier hat auch mal der schwächere eine Chance zu gewinnen, auch wenn ich es nicht bin! Ob mans braucht? Nicht unbedingt, aber so spielen eben auch die nicht so starken Strategen mit
Hans
29.Nov 05: Ganz witzige Schacherweiterung. Allerdings treiben einen die Karteneinsätze viel zu häufig in ein unausgewogenes Hin und Her. (Haben wir es falsch gespielt? Ich glaube nicht.) Braucht die Welt nicht unbedingt.
Matthias07.Jun 03: Endlich mal ein spaßorientiertes Vorgabesystem, um gegen starke Spieler zu gewinnen...
Jörn Frenzel
29.May 03: Bei diesem Tschach,haben auch schlechtere Schachspieler eine Chance, da viel Glück mit ins Spiel kommt.Einige Karten verändern dann das Spiel doch stark.Hier muß man nicht gut Schach können, aber es macht viel Spaß.
Jörg Teumer20.Sep 02: Fortsetzung zu Regelproblemen: Also, da der Zug möglich sein muss, kann ein Bauer nicht(!) auf die Grundreihe zurücksetzen! Mit einer neutralen Figur kann Gegner -der Kartenausspielende- weder eine Figur schlagen noch mattsetzen sondern nur ziehen! Eine "in wahrer Liebe" gefesselte Figur kann matt gesetzt werden, wenn das Kartenausspiel nicht einzügig zum Matt führt! Mit einer zugweise geänderten Figur (z.B. 3/4-Springer) kann mattgesetzt werden. Das Zentrum ist e4, d4, e5, d5 und das Feld auf dem die Figur Gestellt (!) wird, muss frei sein.
Joerg TeumerTschach ist auch für Leute, die das Schachspiel ernsthaft betreiben, ein sehr interessantes Spiel. Auch hier kann man durch richtiges Taktieren den Spielverlauf durchaus erheblich beeinflussen. Wichtig ist vor allem, dass man die Abwehrkarten sinnvoll einsetzt. Einige Karten sind auslegungsbedürfig, was sich aber im Verlaufe von 3 bis 5 Partien klären sollte. Die Karte Feuerpause sollte auf 3 Züge begrenzt werden und die Karte, die den Farbentausch für 3 Züge anordnet, komplett aus dem Spiel genommen werden. Denn sie ist als Einzige unsinnig. So müsste man nur bis 2 Züge vor dem Matt warten und dann genau diese Karte ausspielen. Der Gegner, der klar auf Gewinn steht, und weiss dass der Gegenüber diese Karte besitzt, könnte nicht bis hin zum Matt spielen, so dass die Partie nicht beendet werden könnte. Die im Vorgängerkommentar angegeben Ungenauigkeiten sind meines Erachtens logisch zu lösen, natürlich kann ein Bauer nicht auf die Grundreihe zurücksetzen, der Zug muss schliesslich möglich sein! Natürlich kann mit der neutralen Figur der Spieler, der die Figur besitzt, nicht selbst mattgesetzt werden. Mit ihr können auch keine Figuren des besitzenden Spielers geschlagen werden! Dem Gegner ist nur gestattet, auch mit dieser Figur ziehen zu können, das er damit keine gegnerischen Figuren schlagen kann, ergibt sich von selbst. Wenn der Bauer in der Mitte abgeworfen werden kann, ist damit gemeint, dass der Spieler, der diese Karte ausspielt, auf e4, d4, e5,
Alexander WolfWitzig, für nebenbei, ohne grosse Regeln. Aber nix für leute, die gerne Schach spielen.
Thorsten WaldWitzig für Leute, denen Schach zu ernst und anstrengend ist.
Tilo Von KoschitzkyHerzlich amüsant auch für Leute die Schach sonst eher ernst nehmen wenn sie nicht gerade die totalen Logik-freaks sind...
Marten Holst
Falls man einen Abend lang Schach nicht so ernst nehmen will, ist es nett. Nutzt sich aber ab.

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© Carsten Wesel am 19.02.2006 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.