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Seismic

Was ist denn schon ein Erdbeben?

VerlagAutorGrafikSpielerAlterSpieldauerPreis
Atlas Games Ted Alspach Ted Alspach 2-4 ab 10 Jahre 45 Minuten 30,- Dollar 

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Spielziel:

Da habe ich es nun zum Leiter eines Straßenbau-Trupps geschafft und habe meine eigenen Leute, da sagt mein Chef mir, daß mir der Bereich in der verschlafenen Stadt San Andreas / Kalifornien leider nicht allein gehört. Dort ist ein sehr großer Bedarf am Neubau von Straßen, so daß sich dort noch mindestens 3 Mitbewerber gut halten können. Dummerweise ist es tatsächlich so, aber alle haben immer gut gefüllte Auftragsbücher, die sich - je nach Wetterlage - sogar noch weiter füllen.

Ablauf:

Das San-Andreas-Sechseck liegt in der Mitte des Tisches und ist der Ausgangspunkt für alle Strecken, die sich ins Umland ausdehnen. Um dieses Straßenwerk fortzusetzen, stehe ein verdeckter Nachzugstapel zur Verfügung, vor dem auch noch einige offene Karten ausliegen, um dem Spieler die Qual der Wahl etwas zu vereinfachen. Die Sechseck-Felder bestehen immer aus Grünfläche und zusätzlich 1-3 Strecken-Abschnitten, die je 2 Seiten des Sechsecks mit einander verbinden. Hierbei sind nicht immer alle Seiten mit einander verbunden, einige fehlen und lassen somit noch etwas von der überbauten Grünfläche erahnen.

Der aktive Spieler hat am Zug immer die Auswahl aus 3 offen ausliegenden Plättchen. Von diesen muß er eines wählen und damit das bereits ausliegende Straßennetz erweitern. Hierbei muß - wie schon bei Carcassonne immer Wiese an Wiese und Straße an Straße passen angelegt werden. Anschließend darf noch ein Bautrupp auf einem der Straßenabschnitte platziert werden, die auf dem gelegten Plättchen vorhanden sind. An dieser Stelle funktioniert Seismic identische zu Carcassonne und auch die Bepunktung hat Ähnlichkeiten, gibt es doch für eine 7-Felder lange Straße 7 Punkte. Zu diesen Punkten kommen noch die Bonuspunkte, die sich am Ende einer jeden Straße befinden (sollten). Straßen, die nicht abgeschlossen sind, kommen nicht mit in die Wertung.

Das Entscheidende an Seismic sind jedoch die Erdbeben und in diesem Punkt unterscheidet sich das Spiel komplett von Carcassonne. Es gibt ein paar Erdbeben-Plättchen im Spiel, wobei jedoch zufallsbedingt nicht immer alle mitspielen, damit man sich nicht auf ihr Kommen einstellen kann. Wird ein solches Plättchen gezogen, gibt es ein Erdbeben, das von San Andreas ausgeht und sich in die Himmelsrichtung ausbreitet, in der unsere Bauunternehmen am aktivsten gebaut haben. In dieser geraden Linie werden so viele Felder entfernt, wie es die Erdbeben-Stärke bestimmt. Hierbei werden bevorzugt die Felder entfernt, die dichter an San Andreas liegen. Bautrupps, die sich auf diesen Feldern befanden, kommen zu ihren Chefs zurück. Auf diese Weise werden viele Straßenverdinungen unterbrochen und alle betroffenen Spieler verlieren ein paar sicher geglaubte Punkte. Jetzt heißt es in die Bresche zu springen und mit ein wenig Glück und Augenmaß die offenen Straßenenden so zu verbinden, daß die eigenen Bautrupps auf die wichtigen Strecken führt. Eine Partie Seismic endet, wenn das letzte Plättchen angelegt wurde oder früher, wenn's dummerweise keine offenen Straßen-Enden mehr gibt und alles in sich geschlossen ist. In diesem Fall kommt die einzige und Schlußabrechnung ein wenig früher.

Fazit:

Das Spiel erinnert sehr stark an Carcassonne, was allerdings eher für Carcassonne als gegen Seismic spricht. Seismic hat eindeutig die funktionellere Graphic und die leuchtenderen Farben, wofür die Plättchen dann etwas dünner sind (dafür haben sie mehr Ecken). Eindeutig nicht zu schlagen, sind die Pöppel, die Carcassonne zu bieten hat, denn bei Seismic sind dies' kleine Würfelchen, die zu zweit gerade man den Zentimeter Kantenlänge schaffen. Wer sich hier einen Ersatz sucht, wertet das Spiel auf, was auf einfache Weise mit einer Lupe für jeden Spieler möglich gewesen wäre.

Man sollte sich wirklich nicht wundern, wenn man auch nach der dritten Partie noch an Carcassonne erinnert wird, denn diese Straßen-Punkte und das Du-darfst-nicht-da-hin-wo-ich-bin sind ziemlich bezeichnend.

Betrachtet man die 3 Geraden, die sich in San Andreas schneiden, so erkennt man genau die Felder, auf denen ein Erdbeben überhaupt nur passieren kann. Mit diesem Wissen ist es nicht schwer, sich aus den gefährlichen Gegenden heraus zu halten. Die Bautrupps sind in Seismic ausreichend vorhanden, so daß es an dieser Stelle keinen Mangel gibt, der dem Spiel womögihc hätte gut tuen können, weil aktuell einfach immer ein Bautrupp abgesetzt wird, da man damit ja nichts falsch machen kann.

Eine mögliche Zielgruppe ist eine Spielrunde, die ohne viel Regeln schnell in's Spiel kommen möchte und auch dort nicht auf zu viel achten muß. Hat jemand dieser Grupppe Carcassonne jedoch vorher schon einmal gespielt, wird er die Parallelen sicher bemerken und womöglich lieber Carcassonne spielen. Aber wer weiß, evtl. läuft das alles auch ganz anders und Seismic ist einfach nur zur falschne Zeit am falschen Ort gewesen und bietet dem Liebhaber von Carcassonne das Carcassonne-Feeling, ohne Bauern und ähnlich Figuren einzubeziehen - hier sind die Wegelagerer (die hier Bautrupps heißen) die Figuren der Begierde.

(cw)
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     37 Prozent - 1.54 PunkteIhre 1 Lesermeinung zu Seismic~1.54
Punkte
Thilo04.Jun 08: Wie Carcassone nur mit Wegen, ein bischen eintönig aber schnell gespielt.
Mit Ärgerfaktor, da die Erdbeben meistens genau die Besten Straßen zerstören...


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© Carsten Wesel am 10.02.2008 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.