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Schussfahrt

Verrückte Yetis und tierische Snow-Board-Artisten

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Amigo Ralf Menzel 3-5 ab 8 30 Minuten Euro 13,- 

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Spielziel:

Es muß schon ein komisches Land sein, wenn die Yetis beginnen mit Schneebällen nach Krokodilen, Giraffen und Känguruhs zu werfen. Aber das ist ja längst nicht alles, denn es geht noch weiter - wobei 'gehen' evlt. nicht ganz der richtige Ausdruck ist, denn es surft sich weiter. Neben den 3 Teams von eben gibt es nämlich auch noch Nashörner und Biber, die alle davon überzeugt sind, im Snow-Board-Fahren einsame Klasse zu sein. Doch wer wirklich der König auf dem Brett ist, zeigt sich erst am Ende des Himalaya-Grand Prix, wenn die besten die Piste überstanden haben und sich auch durch die Yetis nicht haben vom Kurs abbringen lassen.

Ablauf:

Ein jedes Snow-Board-Team besteht aus 4 aktiven, wobei diese in der Endabrechnung 1-4 Punkte wert sein können - je nach Erfolg auf der Piste. Da unsere Tiere jedoch nicht gänzlich von ihrem eigenen Können überzeugt sind, hat jedes Team noch ein paar Yetis im Gefolge, die sich an der Piste versteckt haben. Von hier versuchen sie aus dem Hinterhalt mit Schneebällen nach den Teilnehmern der anderen Team zu werfen uns sie so vom Board zu schmeissen. so ein Grand Prix muß nicht unbedingt mit rechen Dingen zu gehen - Hauptsache ist doch, daß die Teilnehmer und das Publikum Spaß haben. Wie, das ist doch fast egal.

Gestartet wird das Rennen - wie sollte es anders sein - in den luftigen Höhen des Himalaya; von dort geht es dann in rasendem Tempo den Hand hinab. Hierbei können die Teilnehmer sowohl nach rechts wie auch nach links steuern, jedoch reicht der Schwung in keinem Fall aus, den Hang wieder hoch zu fahren. Wozu auch? Das Tal sollte das Ziel sein. Im ersten Teil der Strecke hat der Sportler noch Schonfrist, doch schon bald tauchen die ersten gegnerischen Yetis auf und versuchen mit geballter Kraft

Bin ich am Zug, so kann ich immer entscheiden, ob ich einen eigenen Snow-Boarder bewegen oder einsetzen oder gar mit einem Yeti aktiv werden möchte - passen kann man nicht. Einsetzen und Fahren ist nicht sonderlich interessant, also flugs zu den Yetis gewechsel... Jeder Yeti ist einer bestimmten Reihe des Spielplans zugeordnet - von hier aus kann es seine Schneebälle werfen. Spielt ein Spieler eine Yetikarte aus, so kommt sie auf das entsprechende Randfeld und dann wird gewürfelt. Die Würfelzahl bestimmt, welche Felder der Yeti abräumt, wobei 1 und 2 Fehlwürfe sind. Alle anderen Werte räumen mehr oder weniger Spieler von ihren Brettern, die damit aus dem Rennen sind. Je höher die Zahl, desto mehr Spieler werden abgeräumt. Bei einem Fehl-Wurf, darf nach Abgabe einer Schneeballkarte auch sofort noch einmal geworfen werden, um den Sportlern doch noch die Chance zu geben, im hohen Bogen vom Brett zu stürzen.

Fazit:

Es ist, wie es bei vielen Würfelspielen ist - wenn die Würfel nicht wollen, dann nützen auch die schönsten Ideen nicht, das Spiel noch herum zu reißen. Ist man somit erst einmal vom Würfelpech verfolgt, dann bringen auch die wenig vorhandenen Schneeballkarten (abgeben = noch mal würfeln) je Spieler nicht viel.

Schussfahrt ist somit eher etwas für eine lockere Runde, die einfach nur unterhalten werden möchte, wie immer auch das Spiel dazu heißt und wie wenig es auch beeinflußbar ist. Wer Taktik und Strategie sucht, wird seinen Blick vergebens aufh Schussfahrt lenken. Andererseits sind die Regeln und das Spiel so einfach, daß Schußfahrt für Seltenspieler und/oder Familien auf jeden Fall in Frage kommt. Der Seltenspieler, der gern den Einstieg in die Spielewelt finden möchte und evtl. noch etwas kritisch vorm spielen allgemein steht, wird durch Schussfahrt ebenso angesprochen, wie die Familie, wo die Kinder dann durchaus die Möglichkeit haben gegen die Eltern zu gewinnen, ohne daß diese auf Krampf versuchen müssen, schlecht zu spielen. Hier gewinnt wirklich, wer besser würfeln kann. Und das kann dann auch mal die Oma sein.

Die Amigo-Schachtel ist wieder mal etwas groß geraten, so daß am auch seinen Anteil an Luft mitkauft. Die paar Spielkarten und der eine Würfel hätten mit einem anders gefalteten Spielplan sicher auf kleinerem Raum untergebracht werden können. Wenn dieser kleine Raum allerdings in den Regalen der Spielefachhändler weniger gut auffällt, dann muß es eben die größere Schachtel sein und dann kauft man eben etwas Luft. Geht der Trend also zu mehr Luft in allen Spieleschachteln, dann werden folglich weniger Spiele in den Regalen der Spielehändler stehen - ob das im Sinne der Verlage ist, möchte ich bezweifeln.

(cw)
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     29 Prozent - 1.21 PunkteIhre 6 Lesermeinungen zu Schussfahrt~1.21
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Tanja Koch26.Oct 06: Haaaalo-lo-lo, eindeutig zu viel Luft in der Schachtel. Das Spiel hab ich mir nur aus sentimentalen Gründen gekauft, es erinnert mich an ein Büchlein aus Kindertagen: Brettspiele einfach selbstgemacht. Allerdings können diese Spielprinzipien keinen mehr vom Hocker reissen.
Bernd Eisenstein

17.Jul 06: Ich weiß nicht ob Kinder da Spaß dran haben.0
Maddin
07.Feb 05: Hab noch nicht die richtige Runde dafür gefunden. Soll ich wirklich weitersuchen? Meinen damals 3- und 4-jährigen Kindern machte es immerhin Spaß...
Sarah Kestering
31.Dec 03: nein danke
Frederic Keuchelich finds toll.
Thomas JereczekHauptsächlich Glücksspiel, Taktik gegen Null. Einfache Regeln. Unterhaltsames Spiel geeignet für Familien und Wenigspieler.

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© Carsten Wesel am 14.04.2002 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.