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Metromania

Hilfe, wo will die U-Bahn mit mir hin?

VerlagAutorSpielerAlterSpieldauerPreis
Spiel-ou-Face Jean-Michel Maman 2-4 ab 9 Jahre 45 Minuten 24,- Euro 

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Spielziel:

Wir bauen mal ein wenig U-Bahnen quer durch Paris. Dabei ist natürlich darauf zu achten, daß gewisse Sehenswürdigkeiten ebenso wie Parks, Wohnunge und Arbeitsstätten so an das Schienennetz angeschlossen werden und die späteren Passagiere Ihre gewünschten Touren machen können, ohne dabei zu lange unterwegs zu sein.

Ablauf:

Nachdem der Spielplan aus seinen Einzelteilen zusammen gesetzt wurde und sich mal wieder eine ganz neue Startsituation bietet, können wir das Spiel auch schon starten. Für die Spieler stehen jeweils 2 Linien zur Verfügung, die auf dem sechseckigen Plan 2 Seiten mit einander verinden sollen, die nicht neben einander liegen. Bis hier unterscheidet sich Metromania kaum von ähnlichen Spielen wie Linie 1 oder auch Metro - wobei das sechseckige Spielplanraster bei den beiden vorgenannten Spielen nicht vorkommt, aber spätestens seit TransAmerica geläufig sein sollte.

Der Spieler am Zug wird meistens seine bestehenden Linien um drei neue Tunnelabschnitte in beliebige Richtungen erweitern, um die notwendigen Stationen anzuschließen. Die zu legenden Plättchen sind hierbei dreieckig und haben an einer Dreieck-Seite die Streckenführung - auf diese Weise ist mein einigen Restriktionen unterworfen und darf zusätzlich nicht im 60-Grad-Winkel außerhalb eines Bahnhofes abknicken. Wenn der Spieler nicht baut, so errichtet er ab und zu auch Zwischenhaltestellen, aber das ist nicht so spannend, denn Haltestellen werden außerdem automatisch an Linien-Kreuzen und -Trennungen errichtet, so daß die zukünftigen Fahrer dieser Linien auch umsteingen können. Beim Bau hat der Spieler außerdem darauf zu achten, daß seine Strecke bestimmte Gebäudetypen anschließt - hierauf nicht zu achten, wird am Spielende mit Minuspunkte bedacht. Diese Phase ist nicht sehr kommunikativ, wenn die Spieler nur kurz 3 weitere Streckenteile legen und darüber nicht viel erzählen müssen/können. Trotzdem dauert diese Bauphase einen großen Teil der Spielzeit.

Ist die Bauphase abgeschlossen, finden die Testfahrten auf - nein, nicht auf, vielmehr mit - den Linien statt. Jetzt gilt es nämlich nicht, eine Linie von 'A' nach 'B' geführt zu haben, sondern eine kurze Verbindung aufzuweisen, wobei diese Kürze durchaus auch durch Umsteigen erreicht werden kann. Diese Phase ist dann auch etwas aktiver, weil sich die Spieler gemeinsam über die möglichen Bahn-Verbindungen auf dem Plan auslassen, um gemeinsam die günstigste zu finden. Hierbei werden die Fahrten u.a. zu Zielen gemacht, die nicht zu Beginn des Spieles schon auf dem Spielplan vorhanden waren, sondern erst im Verlaufe von Metromanias Linienvortrieb gebaut wurden. Wurden einzelne Haltestellen nicht errichtet, so ist das für den entsprechenden Spieler schlecht, da es sichere Minuspunkte sind, wenn diese Haltepunkte nicht gebaut werden, da auf diese Weise die geplanten Strecken nicht abgefahren werden können.

Die Fahrt von einer Haltestelle zu einer Nachbar-Station dauert exakt 1 Minute - egal, wie lang diese Strecke ist. Muß umgestiegen werden, so geht dies' mit 3 Minuten in die Rechnung ein. Alle Spieler, die auf diese Weise an der kürzesten Verbindung von 'A' und 'B' mit gebaut haben, bekommen ihren (gleichen) Anteil an Siegpunkten, egal wie groß ihr Anteil an dieser Strecke ist. Wer nichts beigetragen hat, schaut in die Röhre, in die er viel lieber einen weitern U-Bahn-Tunnel hätte bauen sollen.

Fazit:

Metromania ist ein einfaches Legespiel, dessen Legeregeln angenehm einfach gehalten sind. Es ist nicht mehr das Bauen eines ganz großen Netzes, aber auch nicht das Spielgefühl, das wir von Metro her kennen. Es ist von jedem etwas dabei, aber trotzdem fühlt sich Metromania anders an. Daß jedoch Metromania so wie es ist, noch nicht das Ende der Fahnenstange ist, merkt man auch, denn irgendwie muß das doch noch besser/anders gehen.

Es ist für den Spieler nun nicht mehr interessant, lange Strecken zu bauen, die möglichst Vieles mit einander verbinden - vielmehr ist es wichtig, daß man zentrale Strecken gebaut werden, die für möglichst viele am Ende zu fahrende Touren Herzstück sind. Geschickt geregelt ist außerdem das verzögerte Auftauchen von Zielbahnhöfen, die die Spieler erst im Verlaufe des Spieles in das Spiel bringen - wenn's ihnen gerade passt. Hier muß teilweise umgehend reagiert werden, wenn sich lukrative Strecken andeuten. Diese Strecken können teilweise recht lang werden, wenn die Zielbahnhöfe in der Nähe des Spielfeldrandes platziert werden. Der Weg nach 'Gegenüber' ist dann meist eine Kobination, wo viel umgestiegen wird und viele (wenn nicht gar alle) Spieler an der kürzesten Verbindung mit gebaut haben.

Das Material von Metromania ist etwas zu klein gehalten und für Grobmotoriker und Wurstfinger nicht wirklich gut geeignet. Auch die Spielplangraphic ist zu bemängeln, denn als 'schön' kann ich sie wirklich nicht bezeichnen. Die Strecken hingegen sind ausreichend gut unterscheidbar, selbst die gleichfarbigen eines Spielers. Ein weiteres Metromania-Manko ist natürlich, daß es in der Mitte des Plans schnell eng werden kann und hier auch Mitspieler auf der Strecke bleiben, wenn die Mitspieler den zum Bau fehlenden Platz selber nutzen.

Eine Empfehlung für Metromania ist diese Rezension nicht - eine Warnung vor dem Kaufe allerdings auch nicht. Es kommt - wie so oft - darauf an, was man möchte. Steht einem der Sinn nach einem einfachen Legespiel, wo die Graphic Nebensache ist, so kann man es in Metromania gefunden haben. Steht einem der Sinn nach mehr, könnte man auch einen Blick auf die x-te Erweiterung von Alhambra oder Carcassonne werfen. Könnte man. Aber man muß es nicht.

(cw)
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     25 Prozent - 1.79 PunkteIhre 4 Lesermeinungen zu Metromania~1.79
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Bernd Eisenstein

09.Nov 07: Sehe es wie meine Vorschreiber. Dazu ist es noch selten hässlich und animiert nicht gerade zu Spielen
Jörn Frenzel
26.Sep 07: Auch wenne sfummelig war, ich fand´s nicht schlecht,wenn auch nicht den Brainer!: hammer:
Tootles11.Sep 07: Hach ja ... mit erfahrenerer Redaktion hätte wirklich was draus werden können ... so ist das Material leider suboptimal. Auch die Regeln ließen bei uns nicht wenige Fragen offen. Insgesamt denke ich aber, dass in dem Spiel mehr drin steckt, als es auf den ersten Blick in dem Gewand den Anschein macht. Für ein erstes Spiel sehr ordentlich ... die Umsetzung aber eben nur ausreichend.
Michael Andersch
10.Sep 07: Ich teile das Fazit der Rezension: Kann man spielen, muss man aber nicht. Grafisch m.E. ok lässt das Spiel leider etwas wenig Raum für konstruktive Dinge, da es auf dem Plan sehr eng schnell wird und man viel mehr von der Enge getrieben wird als von dem, was man machen könnte / wollte. Der Mechanismus mit den Stationen und wann / wie sie ins Spiel kommen ist interessant. Knapp an der 3 vorbei.

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© Carsten Wesel am 10.09.2007 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.