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Limits

Wer hat denn da wieder das Limit überschritten...

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Amigo Uwe Rosenberg 2-6 ab 8 Jahre 45 Minuten Euro 6,- 

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Spielziel:

Karten ablegen ist mal wieder angesagt, aber man soll nicht als erster fertig werden, sondern einfach nur gewisse Regeln einhalten. Oder zumindest so tun, als ob. Aber - wer weiß, vielleicht war die Regel ja auch eine andere?

Ablauf:

Das Spiel besteht im Wesentlichen aus 60 Patschehändchenkarten in fünf Farben (blau, rot, grün, gelb, widerlichlila). Reihum ziehen die Spieler nun jeweils eine Karte, bis sie fünf haben. Dann legen sie verdeckt eine davon vor sich ab. Anschließend legt reihum jeweils ein Spieler eine Karte offen in die Mitte (die vorherigen Ablagen dabei verdeckend), zieht sich eine nach, und der nächste ist dran.

So lange, bis jemand die Legalität einer Ablage anzweifelt. Aber wieso sollte eine Ablage nicht legal sein? Nun, das Wichtigste ist ja noch gar nicht erwähnt worden: in der Mitte liegt eine 'Limitkarte', die für jede der fünf Farben die maximal erlaubte Zahl von abzulegenden Farb-Karten angibt. Da dann z.B. (in obiger Reihenfolge der Farben) 3-2-1-0-X stehen (gut, diese Karte gibt es nicht, aber das tut gerade nichts zur Sache). Nun dürften die Spieler also maximal drei blaue, zwei rote, eine grüne und gar keine gelbe Karte ablegen, das 'X' bei lila heißt, dass wir hier kein Limit haben, also beliebig viele Karten dieser Farbe abgelegt werden dürfen.

Das Spiel beginnt also: Alfons legt eine gelbe Karte, Bettina eine rote, und Clemens wundert sich: wieso gelb? Das geht doch gar nicht, und zweifelt an, dass korrekt gelegt wurde. Wobei er jeden Spieler, der vor ihm dran war, anzweifeln darf. Sogleich wird nun überprüft, ob derjenige korrekt gelegt hat oder nicht - alles andere ist egal. Also zweifelt er Alfons an, denn nach dessen Ablage lag ja eine gelbe in der Mitte, was zweifelsfrei mehr als die erlaubten null ist.

Dazu drehen alle Spieler ihre am Anfang ausgelegten Karten um, und diese beeinflussen nun das Limit: für jede rote Karte, die ein Spieler 'gedrückt' hatte, geht das rote Limit einen höher, bei Limit 3 und zwei gedrückten roten wäre das tatsächliche Limit also 5. Wenn also im Beispiel oben Alfons (oder auch jemand anders) eine gelbe Karte abgelegt hätte - dann wäre alles in bester Ordnung. War der Verdacht der inkorrekten Ablage richtig, dann erhält Alfons 2 Minuspunkte und Clemens einen Pluspunkt, war er es nicht, dann umgekehrt.

Der Ablagestapel wird nun umgedreht und unter den Nachzugstapel geschoben (die Karten werden nicht gemischt, sodass man ein Gefühl dafür haben kann, ob gerade mehr oder weniger blaue im Umlauf sind), eine neue Limitkarte wird aufgedeckt und es geht von vorne los: jeder drückt wieder eine Karte u.s.w. u.s.f

Zu erwähnen ist noch, dass statt des Ablegens einer Karte auch - wenn man vier farbgleiche Karten hat - man diese umtauschen /kann/. Der Spieler zeigt seine Karten vor, erhält vier neue vom Nachzugsstapel und einen Pluspunkt. Dafür muss er aber nun zwei seiner vier Karten auf den Ablagestapel legen (die beiden anderen kommen auf den Nachzugsstapel), wobei natürlich das Limit zu beachten ist. Wer nach einer festgelegten Anzahl von Limitkarten die meisten Punkte (bzw. eher die wenigsten Minuspunkte) gesammelt hat, hat gewonnen.

Fazit:

Was ist nun zu sagen? Vom Spielgefühl her hat das Spiel etwas von 'Schummeln', 'Lügen', oder wie auch immer das nun regional heißen mag. Natürlich sind jede Menge Bluffelemente und theoretisch auch jede Menge Merkelemente im Spiel enthalten. Das Nichtmischen verleiht dem Spiel nach ein paar Runden fast schon strategische Elemente - nur hat man leider nur begrenzt Lust, sich bei einem kleinen, trotz allem kartennachzugsgesteuerten Spiel all zu sehr den Kopf zu zermartern. Also wird geblufft, überschlagen, und nebenher wandern die Gedanken.

Für 'neben einer Unterhaltung etwas spielen' durchaus noch vertretbar, kann ich das Spiel wegen einer gewissen Drömeligkeit dennoch nicht empfehlen (und das überaus hässliche Design von Schachtel und Karten ist noch nicht einmal Schuld daran). Obwohl begeisterte 'Bluff'-Spieler vielleicht durchaus ihren Spaß daran haben werden, ich hatte es nicht.

(mh)
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     41 Prozent - 1.68 PunkteIhre 6 Lesermeinungen zu Limits~1.68
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Marika07.Nov 10: Ein schönes, schnelles spiel das wir immer mal wieder hervorholen. Der Lacheffekt ist hoch. Es macht mehr spass mit 6 spielern, da weiss man nie ob man Recht hat oder nicht.
Thomas Hammer
01.Feb 08: 2 Mal angetestet und wieder weggelegt. Es gibt wirklich interessantere und nettere Karten-Ablegespiele. Zitat meiner Tochter: "Da spiel ich lieber 10 Runden 'Kokotaki' !"0
Hans
01.Dec 05: Eher was für Gelegenheitsspieler, bei denen ein Spiel nicht komplex sein darf. Für alle anderen eher mau.
Dirk Schmiedeskamp18.Dec 03: Aus der Jugendarbeit weiß ich, dass es Spiele geben muß, die auch spielbar sind für Menschen, die nur ab und an was spielerisch tun möchten und dann muß es mnöglichst schnell und einfach sein. So ein Spiel ist Limits. Wer sich alles gut merken kann und wie bei den meisten kartenspielen alles mitzählt, nimmt sich sich selbst ein wenig von der Würze des Spiels. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Spiel in Gruppen mit wenig Spielpraxis gut ankommt und einfach Spaß macht, weil man andere in die Pfanne hauen kann. Für Spielfreaks ist Limits nicht geeignet.
Susanne Keuchel09.Dec 02: na,ja. Muss ich nicht haben.aber mit Überraschung habe ich festgestellt, dass auch meine Kinder schon gut bluffen können.
Michael Andersch
09.Dec 02: Am Anfang fand ich das Spiel nett. Allerdings ist die einzige Ungewissheit die, welche Karten die Gegner wohl verdeckt abgelegt haben werden. Wenn man da mit einem ordentlichen Schuß Wahrscheinlichkeitsrechnung daran geht und ansonsten die bereits abgelegten Karten einfach mitzählt (was durchaus einfach ist) reduzieren sich Spannung und Spielspaß doch erheblich.

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© Carsten Wesel am 15.11.2002 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.