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Hossa

Wo man singt, da laß dich nieder

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BeWitched Andrea Meyer Rolf Braun 3-8 und mehr ab 8 45 Minuten 14,- Euro 

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Spielziel:

Wo man singt, da lass Dich nieder – so in der Art ging es wohl Andrea Meyer durch den Kopf, als sie das etwas andere Spiel Hossa ins Leben rief. Ob jeder für sich oder in mehr oder weniger großen Gruppen, Hossa ist ein Spiel, bei dem die Ruhe schnell verflogen ist. Spielfiguren, Würfel und sonstige gewöhnliche Spielutensilien sind nicht von Nöten - eine gewisse Kenntnis im Bereich der Musik und dazu gut geölte Stimmbänder in der ganzen Runde werden für viel Spaß garantieren. Sieger bei Hossa wird der, der am fleißigsten singt – wobei das Gewinnen schnell zur Nebensache wird und stattdessen die Weisheit 'Wer spielt, gewinnt immer.' zum Tragen kommt. Hossa!

Ablauf:

Hossa präsentiert sich uns in der vorliegenden 2.Auflage in einer schönen Metalldose, welche die einfache Schachtel aus der 1.Auflage verdrängt hat. In der Dose befinden sich neben 120 Spielkarten nur eine Menge bunter Holzwürfel, die als Punktezähler im Laufe des Spiels dienen werden.

Vor Beginn des Spiels müssen sich die Spieler darüber einig werden, ob jeder für sich spielt, oder ob Gruppen gebildet werden, die gemeinsam versuchen werden, die Aufgaben zu lösen, die in Hossa auf sie zukommen. Für den Spielverlauf macht dieses aber keinen Unterschied, jedoch ergibt sich dadurch die Möglichkeit, eine Partie mit sehr vielen Spielern zu spielen. Außerdem einigen sich alle zusammen auf die Spieldauer (Anzahl Runden, Anzahl Begriffe, zu erreichende Punktzahl, Zeit).

(Für die weitere Erklärung des Spielablaufs ist Spieler auch immer mit Spielergruppe gleichzusetzen.) Eine Runde Hossa beginnt damit, dass ein Spieler sich vom Stapel der Karten die obersten beiden nimmt und ansieht. Es gibt zwei verschiedene Arten von Karten, zum einen Karten, die einen konkreten Begriff nennen, zum anderen Karten, die einen Oberbegriff aufgedruckt haben. Zudem sind alle Karten nicht nur beidseitig mit Begriffen versehen, sondern enthalten neben den deutschen auch die entsprechenden englischen Begriffe. Der Spieler entscheidet sich für einen der beiden Begriffe oder Oberbegriffe auf den Karten und gibt diese an den Spieler zur linken weiter. Der Spieler, der nun die Karte in der Hand hält, liest den Begriff laut vor und macht sich dann an seine Aufgabe. Sie besteht zunächst darin ein Lied zu nennen, in dem der vorgelesene Begriff entweder im Titel, im Refrain oder an einer prägnanten Stelle vorkommt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob der Begriff auf deutsch oder auf englisch auftaucht.

Ist diese Aufgabe bewältigt, so hat sich der Spieler schon mal einen Punkt verdient. Einen weiteren Punkt erlangt er dadurch, dass er die entsprechende Stelle des Liedes, an der der Begriff vorkommt, singt. Und um die Maximalpunktzahl von 4 zu erreichen, muss der Spieler einfach nur noch ein Stückchen weiter singen. An dieser Stelle kommen auch die anderen Spieler zum Einsatz. Jeder Spieler, der in das Lied singend mit einsteigen kann, bekommt ebenfalls einen Punkt. Die Punkte werden hierbei durch die Holzsteine markiert, die jeder Spieler im Laufe des Spiels vor sich sammelt.

Die Karte geht anschließend an den nächsten Spieler im Uhrzeigersinn weiter. Dieser hat nun zum selben Begriff die selbe Aufgabe wie sein Vorgänger. Auch er muss ein Lied suchen, darf dabei aber nicht auf im Spiel schon einmal verwendete zurückgreifen wurden. Auf diese Art und Weise wandert die Karte einmal ringsherum, bis zuletzt der Spieler, der die Karte anfangs ausgewählt hat, als letzter ein Lied zum gesuchten Begriff gefunden hat.

Für die nächste Runde geht der Kartenstapel eins weiter und der Spieler, der die vorige Runde mit der ersten ausgewählten Karte beginnen musste, wählt eine für seinen linken Mitspieler aus. Sollten anstatt konkreter Begriffe (rot, Regen, Hund, Abend, ...) auf den Karten Oberbegriffe (Farbe, Tier, Wochentag, ...) stehen, so dürfen in der laufenden Spielrunde verschiedene Begriffe, die zu dem Oberbegriff passen, verwendet werden. Dem Einfallsreichtum sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Vor allem bei großer Spielerzahl wird es gegen Ende einer Runde immer schwerer noch ein Lied zu finden, das noch nicht im Spiel verwendet wurde. Erlaubt ist alles, was nicht verboten ist. Ob Kinderlieder, aktuelle Charts oder lautstark geschmetterte Opernarien - solange die Mitspieler keinen berechtigten Einspruch erheben gilt jedes Lied.

Ist das zuvor von den Spielern vereinbarte Spielende erreicht, zählen die Spieler ihre Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten darf sich als erfolgreichster Gesangskünstler und somit als Sieger von Hossa feiern lassen.

Fazit:

Gute Großgruppenspiele gibt es wenige – Hossa aber ist eines von ihnen. So gut es auch schon mit etwa 4-8 Spielern funktioniert, so reizvoll kurzweilig und interessant wird Hossa mit einer Spielerzahl von mehr als 10 Spielern, da jeder einzelne seinen ganz persönlichen Musikwissensschatz mit in die Runde bringt. Da spielt Hossa seinen Vorteil aus, als Spiel für große Gruppen erdacht worden zu sein.

Auch wenn die Spielerzahl auf der Schachtel mit bis zu 8 angegeben wird, so eignet sich das Spiel hervorragend für Hüttenwochenenden, Spielertreffen, Sommerfreizeiten und ähnliche Veranstaltungen mit vielen potentiellen Spielern. Selbst gespielt habe ich Hossa schon mit 30 Spielern (10 Gruppen zu je 3 Spieler), Gerüchten zufolge sollen bei Chortreffen aber auch schon die doppelte Zahl an Hossa-Spielern in einer einzelnen Runde gesichtet worden sein.

Hossa ist mit wenig Material und wenig Spielregeln sehr schnell erklärt und somit in jeder Runde schnell der Einstieg gefunden. Ebenso spielt es gerade beim Großgruppenspiel keine Rolle, wenn ein paar Nachzügler mit zur Runde stoßen, ein Einstieg in bestehende Gruppen funktioniert reibungslos und auch neue Gruppen sind schnell eingereiht in eine laufende Runde. Hossa zählt für mich zu den Spielen, wo das 'Gewinnen' ganz schnell in den Hintergrund rückt. Der gemeinschaftliche Spaß zählt, die Punktesteine werden eher nebenbei gesammelt. Und selbst der größte Singmuffel lässt sich von Zeit zu Zeit ein paar Töne entlocken wenn seine Lieblingslieder geträllert werden.

(ch)
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     43 Prozent - 1.78 PunkteIhre 3 Lesermeinungen zu Hossa~1.78
Punkte
Jörn Frenzel
02.Jan 06: Also Sylvester war schon toll damit, aber man braucht die richtige Gruppe-singen ist nicht jedermans Sache.Aber es reicht ja auch das Lied zu sagen, nur gewinnt man dann nicht-aber darum gehts hier eh nicht!
Vivien Wulff
02.Jan 06: Ist total cool, kann man sogar betrunken spielen!
Carsten Pinnow
01.Dec 05: Zielgruppe: Kleinchöre. Nichts für einen herkömmlichen Spieleabend.0

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© Carsten Wesel am 13.02.2005 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.