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Blitz und Donner

Wenn sich Hera und Zeus in die Haare kriegen

VerlagAutorAlterSpieldauerPreis
Kosmos Richard Borg ab 12 40 Minuten Euro 15,- 

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Spielziel:

Ein jeder, der sich etwas mit der grichischen Mythologie beschäftigt hat, weiß oder hat irgendwann mal gehört, daß selbst Zeus seiner Hera nicht immer treu war und mal hier und mal da die eine oder andere kleine Affäre hat. Als es Hera mal wieder zu bund wurde, schnappte sie sich flugs Io, die aktuelle Favoritin von Zeus, um das Geschehen zu unterbinden. Gleichzeitig schnappte Zeus sich mit Argus einen der eifrigsten Helfer Heras, so daß hier ein klassisches Patt eingetreten war. Diese Patt gilt es nun zu entwirren und somit entweder Zeus oder Hera diese Geschichte siegreich überstehen zu lassen. Dafür greifen beide Spieler (wie schon die Götter) auf ihre göttlichen Helfer zurück und treten mit Amazonen, Zyklopen und anderen griechischen Sagengestalten gegen einander an, um den Gefangenen zu befreien.

Ablauf:

Das mytische Duell der beiden Kontrahenden ist in diesem Spiel ein Duell mit je 43 Karten, die auf beiden Seiten (bei Hera wie bei Zeus) die selben Möglichkeiten haben, so daß das Spiel zu Anfang noch ausgeglichen ist.

Jeder Spieler spielt auf 3 kleinen eigenen Ablagereihen, die gegenüber denen des Gegenspieler angeordnet sind. Ein jeder startet mit 9 Karten, von denen 3 die Startkarten der 3 Reihen bilden. Nach dieser Vorbereitung ist der Zeus-Spieler so freundlich und überläßt Hera den ersten Zug. Als Aktionen steht hier das Ausspielen und Nachziehen von Karten, das Einsetzten einer mythischen Karte sowie die klassische Herausforderung zu Wahl. Je nach Anzahl der aktuellen eigenen Reihen können diese Aktionen nun ausgeführt werden.

Das interessanteste ist wohl das Herausfordern einer vorderen Karte des Gegeners mit der eigenen vorderen Karte dieser Reihe. Diese werden nun entsprechend ihrer Werte verglichen und der Sieger ermittelt - der Verlierer muß seine Karte auf den Ablagestapel legen. Sind in einer solchen Herausforderung allerdings Sonderkarten aktiv, können diverse Dinge geschehen. Die Vielfalt hier jetzt zu erkläutern, würde den Rahmen sprengen, doch ein Einblick ist sicher nötig.

Spiele ich z.B. Pandorra auf eine Reihe, so verschwinden sämtliche Karten dieser Reihe in die Ablage, von dort bekommt man z.B. mit Hades eine beliebige Karte vom eigenen Stapel oder mit den Sirenen die oberste Stärkekarte vom gegerischen Haufen zurück auf die Hand. Zusätzliche Kraft für zusätzliche Aktionen verleiht einem Spieler sein Götterstein, so lange er in der eigenen Auslage liegt. Das wird jedoch selten lange sein, da der Gegenspieler mir diese vielen Aktionen erfahrungsgemäß nicht gönnt und den Stein so schnell wie möglich wieder entfernt.

Wem es gelingt mittels einer Herausforderung die gefangene Karte des Gegners zu erobern, der gewinnt diese Runde, wobei das nicht das einzige mögliche Ende ist, denn auch Zugunfähigkeit des Gegners ist eine Variante, zu gewinnen.

Fazit:

So ganz gefallen mag Blitz & Donner nicht. Es wirkt teilweise recht unrund und auch der erste Einstieg in das Spiel ist recht holprig. Die Vielzahl der Möglichkeiten, die die Karten schon gleich zu Beginn bieten, wird zwar auf dem beigelegten Übersichtsblatt für jeden Gott erklärt, doch was ich warum und wann machen soll, ist zu Beginn schon recht fraglich. Warum soll ich diese Karte hier und jene Karte dort hinlegen? Da alle Karten verdeckt ausgelegt werden, gibt es kaum einen Anhaltspunkt, wo meine Gefangenenkarte in den gegnerischen Reihen wohl liegt. Evlt. liegt sie ja auch gar nicht und ist ganz unten im gegnerischen Stapel, während meine eigene früh erscheint und ich mich dann auf deren Verteidigung konzentrieren muß.

Bösigenfalls habe ich die Karte auf der Hand und mein Mitspieler kommt daher, spielt flugs eine Pegasus aus und raubt sie mir aus der Hand. Auch das ist eine Siegmöglichkeit, allerdings eine etwas komische, wie ich finde, denn alles was man vorher mal taktisch versucht hat zu planen, fällt auf einmal in sich zusammen und man kann nichts dagegen machen.

Weiterhin gibt es in der Regel eine große Lücke, die das Spiel völlig unspielbar macht, wenn man nicht von irgendwo die Lösung dieses Problems bekommt. Platziert der Gegner seinen Götterstein, so kann man das quasi als Einladung benutzen, in diese Reihe die Gefangenenkarte zu legen. So ist sie sicher, da diese Reihe nicht angegriffen werden kann. Irgendwann geht das Spiel dann dadurch zu Ende, daß der Gegner nicht mehr weiß, was er mit seinen Punkten machen soll.

Die Lösung dieses Dilemmas stammt vom Verlag selber und sollte auf jeden Fall benutzt werden, da sonst kein echtes Spiel möglich ist. Die Handlungsfreiheit des Pegasus wird erweitert, so daß er auch den eigenen Götterstein wieder entfernen darf. So läuft sich das Spiel an dieser Stelle nicht mehr tot und es kann - auf seine Weise - genossen werden. Mein Fall ist es allerdings nicht, denn es wird hier mit viel zu vielen verschiedenen Karten versucht ein kleines Kartenspiel interessant zu gestalten. Diese Vielfalt verlangt jedoch auch immer, den Blick auf die Regelkurzübersicht zu werfen, was nicht zu einem fließenden Spielverlauf führt.

(cw)
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     48 Prozent - 1.97 PunkteIhre 24 Lesermeinungen zu Blitz und Donner~1.97
Punkte
Elchmaus23.May 10: super spiel, aber man muss es erst öfters spielen um damit warm zu werden.
Roli01.Mar 09: gefällt mir nicht
Rs02.May 08: ist nicht mein spiel
Andreas17.Oct 07: nach ein paar mal spielen ein super spiel. zahlreiche verschiedene spielverläufe sind möglich!!
Drache01.Apr 07: Meiner meinung nach das Goilste 2 Spieler Spiel
Stefi18.Feb 07: ... ich hab es nach dem Spielen direkt verschachert. Einfach nicht mein Ding... der Sinn des Spieles hat sich mir sooooo recht nicht erschlossen...0
Roland Sciarra29.Jun 06: gut aber gibt siecher bessere 2 er games
Marco Stutzke
18.Dec 05: furztrocken und langweilig0
Hans
12.Dec 05: Bleibt im Regal und staubt zu. (Dabei putze ich gar nicht mal so überaus wenig...!)
Fehdman02.Aug 05: Natürlich gewinnt man manchmal schnell und glücklich. Aber meistens sind die Spiele zwischen erfahrenen Spielern sehr spannend.Man braucht einige Runden um die Fähigkeiten der verschiedenen Karten und die Mechanismen des Spiels zu verinnerlichen. Ich habe es mit meiner Frau im Urlaub immer wieder gespielt.
Annelies05.Sep 04: Gefiel uns überhaupt nicht. Z.B kann ich dem Spielpartner einfach mal eine Karte aus seiner Hand nehmen, und wenn's gerade die richtige ist, habe ich gerade mal zufällig das ganze Spiel gewonnen! Mein Tip: Kahuna, Die Pyramiden des Jaguar, Rosenkönig, Babel, oder Cäsar&Cleopatra probespielen. Die sind alle VIEL BESSER!0
El Muser
29.Aug 04: Gubt schlechtere für 2 von Kosmos...aber auch bessere.
Schön illustriert und recht informativ...miese Anleitung

Gute 3*
Gute

Kutten Gilles21.Apr 04: Bin schockiert über die Meinungen! Dieses Spiel ist sehr gut, Das Nachlesen ist doch überhaupt nicht umständlich, nach 3 Spielen kennt man alle Karten. Natürlich gibt es Partien die nicht mal 3 Runden dauern, aber man kann ja über mehrere Partien die Gewinne zusammenzählen. Ein 1A Spiel!
Cornel Anner21.Apr 04: Schon der Wurm beweist es. Hier wurde ein Spielmechanismus nicht zu Ende gedacht. Untauglich.0
Martin_ostar03.Nov 03: Spiele zu Zweit die gut sind, sind seltend. Dieses ist ganz pasabel.
Henning24.Oct 03: Hallo,
ich finde das Spiel klasse und habe auch keine Probleme damit, mir die Karten zu merken. Ich denke aber schon, dass ein Text auf den Karten selber sinnvoll gewesen wäre.
Das Problem mit dem Götterstein ist wirklich nicht so gut, ich habe es bisher immer so gespielt, dass man selber entscheiden kann, wann man ihn entfernt (ohne Pegasuskarte).
Die Pegasus-Angriffe auf die Hand sind sehr stark, erhöhen aber leider auch den Glücksfaktor enorm. Meine Freundin gefällt aber genau das gut ;).

Robert Bruckner22.Oct 03: Eines dieser Spiele, das man unbedingt haben muß, wenn man es im Regal sieht, und schon andere 2er Kosmosspiele kennt. Um so größer dann die Enttäuschung.
Durch das ewige erforderliche Nachlesen zu den Karten,findet sich kein Spielpartner
0
Marcel Lange23.Jul 03: Es ist schön anzusehen,aber sonst eine Enttäuschung!
Es gibt eifach viele Spiele zu zweit,die viel besser sind!
0
Sarah Kestering
11.Jul 03: Ich wuerde es mir nicht wieder spielen. Ist so eine Art Kartenstratego und macht irgendwie nicht wirklich Spass. Ist aber auch nicht voellig schlecht.
Robert03.Jun 03: warum konnte man nicht auf die karten Infos über die jeweilige
Funktion drucken?-Das ewige Nachlesen nervt- 1x gespielt,dann für immer ins Regal verbannt! Schade, das Spiel wäre ansonsten super.
Jörn Frenzel
07.May 03: Wenn man hinter steigt,gehört es für mich zu den besten 2Personenspielen dieser Reihe.
Babak Hadi
10.Apr 03: Ich mag es!
Silke Oestereich02.Jul 02: Nach anfänglichen Schwierigkeiten würde ich es eigentlich gerne spielen, wenn der Spielverlauf nicht so unbefriedigt wäre, weil es meist so endet, daß ein Spieler keine Aktionen mehr zur Verfügung hat...
Michael Andersch
Eigentlich kein schlechtes Spiel, allerdings fällt Neueinsteigern der Start trotz Kartenübersicht ziemlich schwer: Welche Karte bewirkt in welcher Kombination was? Ich würde es gerne mögen, aber auf dem Sektor "Zweierspiele" gibt es leider besseres.

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© Carsten Wesel am 01.06.2002 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.