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Auweier

Das Paarfindungsspiel für schräge Vögel

VerlagAutorSpielerAlterSpieldauerPreis
Sphinx Spieleverlag Henning Poehl 2-4 ab 12 45 Minuten Euro 

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Spielziel:

Wer sich schon immer mal mit fremden Federn schmücken wollte, hat jetzt die spielerische Möglichkeit dazu, denn es geht um das Werben von Weibchen für die schrägen Vögeln, die die Mitspieler spielen. Wer sich hier den Weibchen am besten mit seinen Brautgeschenken präsentiert und so ihre Gunst erringt, der hat evtl. die Chance, sich mit allen Weibchen zu paaren und so möglichst viele verschiedene Eier nach Hause zu bringen. Das ist jedoch das Ziel aller Männchen und es ist wie im richtigen Leben, denn auch hier kann es nur einen geben.

Ablauf:

Jeder Mitspieler ist in diesem Spiel ein Vogelmännchen einer farbigen Rasse und trotz der unterschiedlichen Farben der Vögel, verstehen sich die Männchen mit den verschiedenen Damen recht gut. Bei den Männchen untereinander gibt es allerdings einen Kampf, wer denn nun mit welchem Weibchen darf. Während dieser Kämpfe genießen es die Weibchen ungemein, von maximal 4 verschiedenen Männchen umworben zu werden und die Würmer frei Haus geliefert zu bekommen. Die Weibchen versuchen es den Männchen so einfach wie möglich zu machen und paaren sich am Ende einer Runde mit jeweils dem Männchen, das ihm die besten und schmackhaftesten Würmer geliefert hat.

Gespielt wird 3 Runden lang und von Runde zu Runde werden die Weibchen produktiver, so daß sie auch je Runde mehr Eier an ihre aktuellen Liebhaber liefern, als in der Runde davor. Ziel eines jeden Männchen sollte es also sein, möglichst spät das Herz der Liebsten zu erobern und so mehr Nachwuchs zu zeugen, doch auch in früheren Runden wollen die Weibchen betört werden. Die tollsten Männchen schaffen es, am Ende mit jedem Weibchen Nachwuchs erzeugt zu haben, denn je mehr verschiedene Eier man in seinem Nest findet, desto größer ist der Bonus am Ende des Spieles.

Anfangs liegen die Männchen vor den Spielern und die Weibchen sitzen in der Mitte auf ihren gemachten Nestern und warten auf die Männchen und die Geschenke, die sie bringen. Dazu haben die Männchen alle einen gleichen Satz von Würmern und Aktionskarten zur Verfügung. Diese Karten werden zu Beginn des Spieles so sortiert, wie man möchte, daß sie im Spielverlauf auf die eigene Hand kommen - allerdings hat man immer nur 6 Karten auf der Hand, die im Spielverlauf vom verdeckten Stapel immer wieder aufgefüllt werden, so lange es noch möglich ist.

Immer, wenn ich an den Zug kommen, kann ich mir aussuchen, welchem Weibchen ich nun meine Aufwartung machen möchte, indem ich ihr einen meiner Würmer zum Geschenk mache. Das geht so lange reihum weiter, bis sich ein Spieler entscheidet, daß er jetzt heiraten möchte und das durch Ausspielen einer Hochzeitskarte auf ein bestimmtes Weibchen deutlich macht. Das dürfen anschließend alle Spieler - auch mehrfach - reihum. Hernach können den Weibchen, den man gerade seine Anträge gemacht hat, noch mehrfach Würmer reihum geschenkt werden - nur wird in dieser Phase nicht mehr nachgezogen. Will oder kann niemand mehr seine Geschenke bei den Weibchen aufstocken, so paaren sich nun die Weibchen mit den Männchen, die ihnen eine Hochzeitskarte präsentiert und zusätzlich die höchsten Geschenke gemacht haben. Das Resultat ist immer eine Eierkarte, deren Wert - ich sagte es schon - von Runde zu Runde steigt. Hierbei kann ein Männchen auch mehrfach heiraten und so mehr als eine Eierkarte je Runde erwerben. Sind anschließend noch Eierkarten bei den Weibchen übrig, so werden die Handkarten wieder aufgefüllt und eine neue Runde im Wettstreit um die Weibchen kann beginnen.

Das Ende ist erreicht, wenn eine Karte gespielt werden muß, der Spieler allerdings keine mehr auf der Hand hat. Dann werden die gewonnenen Eier gezählt und die Boni für die verschiedenen Eier vergeben. Anschließend hat das potenteste Männchen gewonnen.

Fazit:

Auweier ist ein seichtes Spiel, bei dem es um Mehrheiten (an Würmern) bei den diversen Vogelweibchen geht. Nur wer seine Karten so geschickt eingesetzt hat, daß diese Mehrheiten mit möglichst wenig Aufwand erreicht, hat die Punkte zum Kampf an mehreren Fronten übrig und wahrscheinlich auch die Nase vorn. Ein kleines Stück Taktik kommt durch die unterschiedlichen Würmer ins Spiel, denn es gibt nicht nur die einfachen Werte-Würmchen, sondern auch falsche Würmer (die Platzhalter für spätere Würmer sind) oder Krähen-Karten, mit denen man sogar gegnerische Würmer fressen kann. Viel mehr Taktik ist allerdings kaum möglich.

Durch die Sortierung der Karten zu Anfang, wird einem zwar ein Stück Taktik vorgegaukelt, jedoch machen das die Spieler natürlich nicht offen, so daß man keine Möglichkeit hat, sich auf Karten der Mitspieler einzustellen. Mit den wenigen Handkarten, kann man seine Taktik nicht von Grund auf ändern, sondern ist seinen Karten ausgeliefert.

Mehr Glück ist auch noch machbar und in der Glücks-Eier-Variante in der Regel bedacht. Hierbei werden die Handkarten nicht sortiert, sondern gemischt und nur 2 vorbestimmte Karten auf die Hand genommen, während die anderen vom gemischten Stapel ergänzt werden.

(cw)
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     33 Prozent - 1.39 PunkteIhre 4 Lesermeinungen zu Auweier~1.39
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Sarah Kestering
09.Sep 04: naja - begeistert war ich nicht - aber ich hab schon schlechteres gespielt
Britta Erdt31.Aug 02: Eins der wenigen Spiel bei dene ich sagte: "Muss nicht nochmal sein!"0
Bernd Eisenstein
11.Aug 02: Die Grafik hatte uns zwar erst abgeschreckt, aber das Spiel selbst bietet einiges an taktischen Finessen. Hier empfehle ich gleich mit der Variante (Kartendeck vorher sortieren) anzufangen. Durchaus ein gutes Spiel.
Marten Holst
Laut Spielregel stand ja das Balz- und Paarungsverhalten der Mönchsgrasmücke Pate für dieses Spiel. Ich will doch sehr hoffen, dass die Vögel dabei mehr Spaß haben werden...

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© Carsten Wesel am 16.06.2002 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.