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1 Stein + Co.

Das stehend, liegend, seitwärts Steinchen-Spiel

VerlagAutorSpielerAlterSpieldauerPreis
Holzinsel Niek Neuwahl 2-4 ab 9 Jahren 30 Minuten 28 Euro 

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Spielziel:

Viele rote Bausteine kommen einem entgegen und laden auch ohne Spielregel schon zum Spielen ein. In diesem Fall wird man wahrcheinlich anfangen Türmchen zu bauen und so den eigenen Hochstapler heraus lassen - kein Problem, Spiele sind ja zum spielen da. Soll es dann irgendwann doch etwas mehr sein und etwas anspruchsvoller, dann nimmt man sich die Spielregel zur Hand und schaut, welche Steine die Spielregel einem in den Weg legt, bevor man die Steine selber auf das Brett legen darf. Ist es dann aber soweit, wartet ein Spiel auf mich, bei dem ich versuche Bezirke abzugrenzen. Dafür habe ich zwar nur diese eine Steinform zur Verfügung, aber es geht trotzdem und ist noch dazu abwechslungsreich.

Ablauf:

Lege einen dieser netten roten Holzsteine auf das Spielbrett und schau', was passiert. Die anderen Mitspieler werden verblüffenderweise genau das Gleiche machen, so daß man mit dieser Taktik schon mal gar nicht so schlecht fährt. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, aber im Kern ist genau das das Spiel. Der Spielplan ist zum einfacherern Legen der Bausteine mit einem Quadratraster überzogen und die Spielsteine passen genau in dieses Raster. Dabei kann man die Steine hinstellen, hinlegen oder hin... oder platt auf das Feld legen. Jetzt greift aber schon die erste Regel, denn sobald erst einmal ein Stein auf dem Plan liegt, müssen alle folgenden Steine angelegt werden - können also nicht völlig frei platziert werden.

Da man mit nur einer Regel aber noch lange nicht ausgelastet ist, folgt gleich die zweite, denn es ist auch nicht gestattet den neuen Stein so zu legen, daß er neben einem gleichhohen Stein liegt. So groß, wie sie klingt, ist diese Einschränkung allerdings nicht, denn mit wachsendem Holzsteinstapel auf dem Spielbrett, hat man immer mehr Möglichkeiten, wo man anlegen und punkten kann. Huch, punkten? Ja, punkten! Punkte gibt es nämlich auch und die sind neben dem schönen Spiel die interessanteste Nebensache. Die - genaugenommen - nicht wirklich Nebensache, sondern im Gegenteil das Hauptaugenmerk sind, auf das wir im Spiel unseren Blick lenken.

Schaffe ich es, durch das Legen meines Steines, ein Gebiet so weit abzugrenzen, daß in diesem Gebiet kein weiterer Stein platziert werden kann, so gibt es für dieses Gebiet Punkte - und zwar einen Punkt pro Feld, das eingeschlossen wurde. Bei der Platzierung dieses Steines darf ich sogar die Regel mit der Steinhöhe außer acht lassen, wenn ich in nur Punkte mache.

Damit ist das Spiel auch schon vollständig beschrieben und mal wieder kann man sich jetzt wundern, mit wie wenig Regeln ein schönes Spiel erfunden werden kann. Spielen kann man dieses Spiel solange, bis irgendwann kein Stein mehr auf dem Feld platziert werden kann. Gewonnen hat dann der Spieler, der die meisten Gebiete umschließen konnte.

Wer Veleno kennt, wird sicher bei der angebotenen Punktevariante für 1 Stein + Co. ein Aha-Erlebniss haben. Diese Variante besagt, daß nicht nur der Spieler, der aktuell ein Gebiet umschließt Punkte macht, sondern auch der Spieler der vor ihm am Zug war und ihm so diese schöne Vorlage hinterlassen hat. Auf diese Weise steht nicht mehr jeder Spieler vor dem Problem, daß er - wenn er keine eigenen Punkte machen kann - versucht so wenig Vorlage für den nächsten Spieler zu geben. Ohne diese Punktevariante kann es passieren, daß häufig länger überlegt wird und das Spiel auf diese Weise in die Länge gezogen wird. So stellt sich zum Schluß für den aktiven Spieler nur noch die Frage, ob er die Punkte mit dem Spieler vor ihm teilen möchte oder ob er diese Vorgabe einfach an den nächsten Spieler weiter gibt, was ihn selber weiterhin an den Punkten teilhaben lässt - natülich nur, wenn dieser Spieler diese schöne Vorgabe nicht selber weitergeben möchte.

Ob nun die Variante das Spiel der Wahl ist oder das Grundspiel, wird jeder für sich entscheiden müssen - einen Reiz hat 1 Stein + Co. in beiden Versionen.

Fazit:

Eine kleine Idee - ein großes Spiel. Es ist immer wieder erstaunlich, was man aus ein paar Bauklötzchen und einem Spielbrett machen kann. Das beweist 1 Stein + Co. ziemlich deutlich und schafft es außerdem noch, mit einem übersichtlichen Regelwerk zu punkten.

Nicht so gut gelungen ist allerdings die am Rande des Spielfeldes angebrachte Zählleiste eines jeden Spielers. Die Steine, die auf dieser Leiste die Punkte zählen sollen, sind zu groß für diese Leiste. Nicht wirklich schlimm ist, daß diese Leiste die Einer und Zehnerstellen der Punkte einzeln zählt. Etwas weniger Zählstein wäre hier durchaus etwas mehr gewesen. Dafür hat das Spielbrett an der Unterseite große Rutschverhinderer, so daß einem stabilen Stand des Spielbrettes nichts im Wege steht. So hat alles seine Sonnen- und Schattenseiten.

Die Schattenseite des Spieles ist seine Größe. Das Spielfeld hat eine Größe von nur 24cm, während die Felder des Spielplanes nur knapp 1cm groß sind. Es wirkt alles ein wenig winzig. Das gilt noch mehr, wenn man auf der Spielemesse in Essen 2oo3 die Großausgabe des Spieles gesehen hat - man denkt wehmütig zurück. Da diese Größe aber nicht bezahlbar, geschweige denn ordentlich transportierbar wäre, ist die aktuelle Größe schon der sinnvollste Kompromiss aus Preis und Leistung. Schade wäre es nämlich wirklich gewesen, wenn 1 Stein + Co. nicht erschienen wäre. In der jetzt vorliegenden Form ist 1 Stein + Co. ein handliches Spiel ohne Glücksfaktor für 2-4 Spieler, die in 20-30 Minuten ein anprechendes und taktisches Spiel erleben möchten.

(cw)
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     37 Prozent - 1.53 PunkteIhre 3 Lesermeinungen zu 1 Stein + Co.~1.53
Punkte
Julius19.Jan 06: Das war mir gar nichts!
Vivien Wulff
15.Nov 04: Ging so!
Jörn Frenzel
15.Aug 04: Naja,irgendwie Spielt es sich, hat aber für mich nicht die Qualität von Rumis, Aztec und Co. Eigentlich ein schwacher Vertreter der Spielart mit Klötzchen!

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© Carsten Wesel am 28.02.2006 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.