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Der große Gallier

Wettkämpfe um Bäume stemmen und Bullen ziehen

VerlagAutorSpielerAlterSpieldauerPreis
Clementoni W.Kramer & U.Nawratil 2-6 ab 10 60 Minuten Euro 20,- 

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Spielziel:

Das wollten wir doch schon immer mal. Einmal im Leben so richtig die Sau rauslassen und alle fünfe grade sein lassen. Ohne Rücksicht auf Benehmen und Anstand einfach drauf los. Wir wollten uns in Wettkämpfen messen, die bei den Ostfriesen nicht viel komischer sein können. Heute versuchen wir es allerdings erst einmal bei den Galliern, wo regelmäßig diverse Wettkämpfe veranstaltet werden. Dazu ziehen die Wettkampfveranstalter von Ort zu Ort und versuchen dort das beste aus der einheimischen Bevölkerung raus zu holen. Leistungen in Disziplinen, von denen wir bisher noch nicht viel gehöhrt haben. Da gibt es Eselrennen und Steine Stemmen und neben Bullen ziehen noch einige mehr. Es gilt in vielen Turnieren viele Punkte zu machen um sich dann am Ende der Turniere Der Große Gallier nennen zu dürfen - womit wir auch gleich den Titel des Spieles erklärt hätten.

Ablauf:

Vor uns liegt nun der Spielplan, der das gesamte damals bekannte Gallien zeigt. Hier gibt es malerische Orte wie Lugdunum, Gernovia oder Cenobum, die jedoch in diesem Spiel nicht ob ihrer Schönheit beachtet werden, sondern einzig als Stationen, in denen die Wettkampfveranstalter ihre Turniere austragen können. Diese Wettkampfveranstalter sind 5 kleine Holzscheiben in den 5 Farben der möglichen Wettkämpfe. Und immer wenn ein solcher Wettkampfveranstalter in eine Stadt gezogen wird, gibt es dort den Wettkampf der zugehörigen Farbe. Die Punkte, die man in diesen Wettkämpfen gewinnen kann, werden dann auf der umlaufenden Kramerleiste gesetzt. Wer hier das Zielfeld erreicht, ist ein großer Gallier.

Die Turnierveranstalter starten in Lugdunum zu ihrer gemeinsamen Tournee durch Gallien. Sie werden von allen Spielen durch 5 Würfel fortbewegt - doch dazu gleich. Die Spieler werden mit einer Punktekarte je Disziplin ausgestattet und die Tournee kann beginnen. Vor jedem Zug gibt es Kartennachschub, wobei der Startspieler 2 neue Karten bekommt, während alle anderen nur eine erhalten. Anschließend würfelt der Startspieler mit allen 5 Würfeln und ordnet jedem Wettkampfveranstalter einen Chip zu. Auf diese Weise kann er steuern, ob und wenn welcher Veranstalter welchen Ort erreicht - oder auch steuern, daß bestimmte Diszipilinen gar nicht ausgetragen werden, wenn der Veranstalter mit seiner zugeteilten Punkte zahl keinen Ort erreicht. Hat mindestens ein Veranstalter einen Ort erreicht, so gibt es ein Turnier, wo bei der Startspieler die Reihenfolge bestimmt.

Um bei einem Turnier dabei zu sein, legen die Spieler nacheinander für die gewählte Sportart Karten aus. Hierbei dürfen neben den zur Sportart passenden Karten auch Joker und/oder Paare und Drillinge gewählt werden. Ein Zahlenpaar zählt immer 8 Punkte, ein Drilling 12. Hierbei dürfen die nachfolgenden Spieler nicht die selbe Summe erreichen, so daß sich eine eindeutige Reihenfolge je Turnier ergibt. Je nach Spielerzahl werden dann die Siegpunkte verteilt, die auf der umlaufenden Punkteleiste gesetzt werden. Anschließend bekommen die Spieler alle Karten - bis auf eine - wieder zurück auf die Hand und weiter gehts zu folgenden Turnieren.

Um schlechten Spielern zu helfen, gilt in ganz Gallien die Looser-Regel, wonach ein Spieler, wenn er ganz allein auf dem letzten Platz der Punkteleiste ist, mehr Punkte bekommt. Statt der normalen Punktzahl, die er im Turnier erreicht hat, bekommt er dann die doppelten Punkte gut geschrieben.

Auf der Punkteleise gibt es noch einige Ereignissfelder (z.B. 4 Felder vor oder neue Turnierkarte), so daß man auch darauf achten sollte, ob und wo welche Punkte zu machen sind und welche interessanten Felder man auf der Punkteleiste ansteuern möchte - oder eben nicht.

Neben dieser Grundversion gibt es auch noch eine Bluff-Version, die das Spiel etwas lustiger macht. Hier werden die Karten nicht sofort aufgedeckt, sondern die Spieler sagen die Punktezahl an, die sie verdeckt abgelegt haben. Hier ist es nun an dem Mitspielern diese Werte zu glauben oder auch mit den eigenen Karten entsprechend zu bluffen.

Fazit:

Spielpackung und Spielfeld sind sehr bund gehalten und fallen allein deswegen schon auf. Vor allem "Der große Gallier", der auf der Schachtel prangt, ist ein Hingucker - zumal er doch eine nicht geringe Ähnlichkeit mit Idefix aufweist - oder wie heißt der Freund von Asterix? Vom Material her ist es ein gutes Spiel - vor allem die Kartenqualität muß hier erwähnt werden. Sie scheinen sogar wasserfest zu sein. Allerdings ist der Tiefzieheinsatz eher billiges Plastik, das auch noch nicht mal zu aussieht. Aber da werden die Sachen ja nur verstaut, so daß dieser Punkt nicht ganz so wichtig ist.

Die Spielanleitung beginnt zu beginn gleich damit, die Bluff-Version zu erklären, statt erst einmal mit wenigen Regeln die Grundversion zu erklären. Dabei kommen dann quasi gleichzeitig ziemlich viele neue Begriffe hinzu, die jedoch nicht näher erklärt werden, so daß man sich selber ausmalen muß, welche Steine nun was sind. Aber gemeinsam kommt man auch über diese Hürde hinweg.

Ob man nun die Grundversion oder die etwas vielseitigere Bluff-Version spielt, ist relativ egal, aber man sollte trotzdem erst die Regeln der Grundversion lesen, um zu wissen, wie das Spiel im Groben verläuft. Die geblufften Werte, die man in der Bluff-Version ansagt können kleiner oder größer sein, als die wirklich mit den Karten erzielten Werte. Wenn man hierbei nicht zu sehr aufschneidet, so hat man auch eine gute Chance darauf, nicht erwischt zu werden.

Die richtige Zielgruppe ist damit sicher nicht der Vielspieler mit den hohen taktischen und strategischen Ansprüchen, sondern der, der Bluffspiele liebt und nicht viel über das Spiel und die Regeln nachdenken möchte. Ferner natürlich die, die ein eingängiges Spiel wünschen und sich nicht durch einen Wust von Regeln arbeiten wollen.

(cw)
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     37 Prozent - 1.54 PunkteIhre 1 Lesermeinung zu Der große Gallier~1.54
Punkte
Jan Mirko Lüder

14.Mar 06: Nein, der große Gallier mag irgendwie nicht zu gefallen. Bluffen: ja gerne, aber bitte, bitte, nicht zu häufig...
Und diese Gestaltung - die ist nun wirklich schauderhaft. Der dicke schaut in der Tat aus wie Obelix und ja, er lädt bereits optisch ein zu einem geselligen Spiel, dem offensichtlich nicht sonderlich viel Ernsthaftigkeit gelegen ist.
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© Carsten Wesel am 16.07.2002 für www.fairspielt.de. Kontakt-Email zum Webmaster.