Autor:  Donald Daccarino
Verlag:  Hans im Glück
Alter:  ab 8 Jahre
Spieleranzahl:  2 - 4
Spieldauer:  ca. 30 Min.
Erschienen:  2008

Dominion ist ein Kartenspiel, das aus 500 Karten besteht. Im Spiel stellt jeder Spieler seinen eigenen Kartensatz zusammen. Dieser Kartensatz besteht aus Geld, Siegpunkten und Aktionen. Zu Beginn hat jeder Spieler nur einen kleinen Kartensatz, der aber im Laufe des Spiels deutlich anwächst.
Zu Spielbeginn wird zunächst eine Kartenauslage gebildet. Die Kartenauslage besteht aus Geldkarten (Kupfer = 1, Silber = 2, Gold = 3), Punktekarten (Anwesen = 1, Herzogtum = 3, Provinz = 6) und Fluchkarten. Aus den 25 verschiedenen Aktionskarten werden 10 Aktionskarten ausgewählt, mit denen gespielt wird. Diese 10 Aktionskarten können willkürlich gezogen werden, man kann sie aber auch gezielt aussuchen oder man wählt einen der empfohlenen Sätze aus. Zuletzt kommt noch die Müllkarte in die Auslage und jeder Spieler erhält 7 Kupfer- und 3 Anwesen-Karten.
Alle Spieler mischen nun ihren Kartensatz und nehmen 5 Karten auf die Hand. Wenn ein Spieler an der Reihe ist, besteht sein Zug immer aus drei Phasen:
1.Phase: Aktion
In dieser Phase darf der Spieler Aktionskarten ausspielen. Jeder Spieler hat immer eine Aktion zur Verfügung. Durch das Ausspielen von Aktionskarten kann es nun sein, dass der Spieler weitere Aktionen erhält. Eine Aktionskarte muss zunächst komplett ausgeführt werden, bevor eine weitere Aktionskarte ausgespielt werden darf. Mögliche Aktionen sind: Karten von seinem Nachziehstapel auf die Hand nehmen, Karten auf den eigenen Abwurfstapel ablegen, Karten auf den Müllstapel legen, eine Karte vom Vorrat nehmen. Auch gibt es Karten, die die Mitspieler ärgern. Außerdem gibt es noch Anweisungen, die sich auf die Kaufphase beziehen. Alle ausgespielten Karten bleiben zunächst offen liegen. Die Aktionsphase endet, wenn ein Spieler keine Aktionskarten mehr ausspielen will oder kann. Grundsätzlich dürfen die Aktionskarten nur in der Aktionsphase gespielt werden. Eine Ausnahme sind die Reaktionskarten, die auch zu anderen Zeitpunkten gespielt werden dürfen.
2.Phase: Kauf
In dieser Phase darf der Spieler immer eine Karten aus der Auslage kaufen. Durch zuvor ausgespielte Aktionskarten kann der Spieler eventuell mehr Karten kaufen, sofern er genug Geld besitzt. Bezahlt wird mit den Geldkarten, die der Spieler auf der Hand hat und mit virtuellem Geld, das auf den ausgespielten Karten zu sehen ist. Alle gekauften Karten und die Geldkarten kommen auf den eigenen Ablagestapel.
3.Phase: Aufräumen
In dieser Phase legt der Spieler alle ausgespielten Karten und alle Karten, die er noch auf der Hand hat, auf seinen eigenen Ablagestapel. Man kann keine Karten für den nächsten Zug aufheben. Danach zieht er 5 Karten von seinem Nachziehstapel. Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe.

Das Spiel endet, wenn entweder der Provinzstapel leer ist oder drei beliebige Stapel aus dem Vorrat aufgebraucht sind.
Nun zählt jeder Spieler alle Punkte auf seinem Kartensatz zusammen und der Spieler, der nun die meisten Punkte hat, gewinnt.

Auf den ersten Blick wirkt die Schachtel für ein Kartenspiel etwas überdimensioniert, aber beim zweiten Blick entdeckt man den wirklich praktischen Karteneinsatz. Hier hat jeder Kartenstapel hat sein eigenes Fach und so ist die Kartenauslage zu Spielbeginn schnell ausgelegt. Die Spielregel ist übersichtlich geschrieben, es bleiben keine Fragen offen und der Spieleinstieg fällt sehr leicht. Die Karten sind von sehr guter Qualität und auch die grafische Gestaltung ist sehr ansprechend.
Dominion besitzt einen unheimlich hohen Spielreiz. Die Kombinationsmöglichkeiten der Aktionskarten sind so vielschichtig, dass man immer wieder neue Kombinationen ausprobieren will. Das System der Aktionskarten lädt förmlich dazu ein, weitere Karten zu entwickeln. So ist es auch kein Wunder, dass es mittlerweile im Internet schon einige Karten zum Download gibt und die erste Erweiterung schon angekündigt ist.
Dominion funktioniert zwar mit jeder Spielerzahl gleich gut, allerdings kann ein Spielzug eines Spielers schon mal etwas dauern, wenn es hier zu längeren Kettenaktionen kommt. Mittlerweile bevorzuge ich das Spiel zu zweit.
Dominion wird sicherlich noch den einen oder anderen Preis abräumen. Auf jeden Fall hat der Hans im Glück Verlag hier wieder einen Volltreffer gelandet und Dominion kann ich nur uneingeschränkt empfehlen! Aber Vorsicht: die Suchtgefahr ist extrem hoch!!

 

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© Detlef Jakob - Ludozine

 

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