Autor: Thomas Oldenhoven
Verlag: Schmidt Spiele
Alter: ab 8 Jahre
Spieleranzahl: 2 - 4
Spieldauer: ca. 35 Min.
Erschienen: 2007

Bei Portobello Market versuchen die Spieler ihre eigenen Marktstände günstig zu platzieren. Aber Punkte bringen die Marktstände nur, wenn eine Gasse vollständig mit Marktständen besetzt ist und sich auf den beiden Plätzen am Ende der Gasse jeweils ein Kunde befindet.

Der Spielplan zeigt das Gebiet des Portobello Market mit seinen 11 Plätzen, die durch Gassen miteinander verbunden sind. Auf diesen Gassen sind Felder für Marktstände zu sehen, die mit einer Punktzahl versehen sind. Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler erhält ein Spielertableau, die Aktionsplättchen seiner Farbe (mit den Werten 2, 3 und 4), sowie je nach Spieleranzahl, Marktstände in seiner Farbe. Die neutralen Aktionsplättchen werden nach ihren Werten sortiert und bereit gelegt. Die Kunden (5 Gehilfen –grau und 5 Bürger – rosa) werden in einen Beutel gelegt. Ein Spieler setzt den Bobby in einen beliebigen Distrikt und der nachfolgende Spieler beginnt. Wenn ein Spieler am Zug ist, nimmt er ein noch nicht benutztes eigenes Aktionsplättchen und dreht es um. Die Zahl auf dem Aktionsplättchen gibt an, wie viele Aktionen er in seinem Zug ausführen darf.
Mögliche Aktionen sind:
1. Aufstellen eines Marktstandes auf ein freies Gassenfeld und
2. Platzieren eines Kunden
Die Reihenfolge der Aktionen kann der Spieler frei wählen, sie können mehrmals ausgeführt und beliebig kombiniert werden.
Beim Aufstellen eines Marktstandes ist Voraussetzung, dass sich der Bobby in einem Distrikt direkt neben der Gasse befindet! Der erste Marktstand in einer Gasse muss an einer der beiden Enden eingesetzt werden. Weitere Marktstände in dieser Gasse müssen dann direkt neben den zuletzt gebauten Markstand gestellt werden.
Will der Spieler einen Kunden platzieren, zieht er blind aus dem Beutel eine Figur und stellt sie auf einen beliebig freien Platz. Die grauen Figuren sind die Gehilfen und zählen später bei der Wertung weniger Punkte als die rosa Bürgerfiguren. Der Bobby muss hierbei nicht benachbart stehen.
Der Bobby kann von dem aktiven Spieler jederzeit bewegt werden. Die Bewegung zählt nicht als Aktion und der Bobby kann über beliebig viele Gassen ziehen. Allerdings kostet die Bewegung je nach Bebauung der Gasse Siegpunkte. Hat der aktive Spieler die Mehrheit an Markständen in der Gasse, kostet die Bewegung nichts. Ist die Gasse unbebaut oder der aktive Spieler hat gemeinsam mit einem anderen Spieler die Mehrheit, muss er einen Siegpunkt abgeben. Hat ein anderer Spieler (oder mehrere) die Mehrheit, muss der aktive Spieler auch einen Siegpunkt abgeben, den der andere Spieler erhält. Haben mehrere Spieler die Mehrheit, muss er an alle Spieler jeweils einen Punkt abgeben. Zum Bezahlen werden die Steine auf der Wertungsleiste entsprechend bewegt.
Sobald eine Gasse komplett bebaut ist und auf den beiden angrenzenden Plätzen jeweils ein Kunde steht, wird diese Gasse gewertet. Alle an dieser Gasse beteiligten Spieler erhalten sofort Punkte für ihre Marktstände. Die Punkte der Marktstände werden zunächst addiert und dann mit 1, 2, 3 oder 4 multipliziert. Mit welcher Zahl multipliziert wird, hängt von den beiden Kunden auf den angrenzenden Plätzen ab. Wobei Gassen mit rosa Kunden wertvoller sind als Gassen mit grauen Kunden (s. Abb.).
Zweimal im Spiel kann ein Spieler eine Distriktwertung durchführen. Dies ist dann sein kompletter Zug. Dafür gibt er ein 2er oder 4er Aktionsplättchen ab und legt es in den Distrikt, den er werten möchte und erhält dafür Punkte wie folgt: Die Anzahl der eigenen Markstände in den drei Gassen des Distrikts werden mit der Zahl des Aktionsplättchens multipliziert. Jeder Distrikt kann nur einmal gewertet werden. Für die Abgabe des Aktionsplättchens erhält er ein neutrales Aktionsplättchen.
Sobald der 10. Kunde eingesetzt wurde, wird der Lord auf den noch verbliebenen freien Platz gestellt. Der Lord bringt zusätzliche Punkte bei der Lord-Wertung.
Sobald ein Spieler seinen letzten Markstand aufgestellt hat, wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt. Danach ist das Spiel zu Ende und es wird noch die Lordwertung durchgeführt: Alle vom Lord abgehenden unvollständig bebauten Gassen werden noch gewertet.
Der Spieler, der nun die meisten Punkte hat, gewinnt.

Portobello Market ist nach einer guten halben Stunde vorbei und obwohl die Spieldauer so kurz ist, muss man doch einige wichtige Entscheidungen treffen. Stellt man lieber eigene Marktstände auf oder zieht man die wichtigen Kunden und hofft, dass man eine rosa Figur zieht. Schließlich profitieren von den Kunden auch die Mitspieler.
Wem das Glücksmoment beim Ziehen der Kunden nicht gefällt, kann die Kunden auch neben dem Spielplan in einer Reihe aufstellen, so dass die Reihenfolge feststeht.
Die Distriktwertung darf man natürlich auch nicht vergessen, denn da gibt es ordentlich Punkte zu holen. Vor allem muss man auf die Anzahl der Marktstände der Mitspieler achten, denn das Spielende kommt sehr rasch.
In unseren Spielrunden ist Portobello Market immer recht gut angekommen und es wird sicherlich noch öfters auf den Spieltisch kommen.

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© Detlef Jakob - Ludozine

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