Autor: KC Humphrey
Verlag: Sunriver Games
Alter: ab 10 Jahre
Spieleranzahl: 2 - 6
Spieldauer: ca. 90 Min.
Erschienen: 2004

Havoc ist ein Kartenspiel - genauer gesagt eine Pokervariante – und ist thematisch im Hundertjährigen Krieg angesiedelt. Im Spiel müssen neun Schlachten gewonnen werden.
Die Schlachten werden mittels der Karten ausgetragen. Die Karten gibt es in sechs Farben, jeweils mit den Werten von 1 bis 18. Hinzu kommen noch 12 Kriegshundekarten, die Sondereigenschaften besitzen. Wer die beste Kartenkombination auslegen kann, gewinnt eine Schlacht.
Zu Spielbeginn werden die neun Schlachtenkarten der Reihe nach ausgelegt. Jeder Spieler erhält 7 Karten auf die Hand und 3 Karten werden offen ausgelegt. Ein Spieler erhält die Friedenskarte und ist der Startspieler.
Das Spiel verläuft im Uhrzeigersinn und wenn ein Spieler an der Reihe ist, hat er die Wahl zwischen Söldner sammeln oder einen Krieg auszurufen.
Söldner sammeln (Karten nachziehen): Der Spieler zieht 2 Karten nach, entweder verdeckt oder aus der offenen Auslage. Anschließend legt er wieder 1 Karte in die offene Auslage ab. Sollte in der offenen Auslage das Maximum von 4 Karten (bei 3 Spielern) oder von 5 Karten (ab 4 Spieler) liegen, muss die erste Karte aus der offenen Auslage genommen werden.
Einen Krieg ausrufen: Der Spieler legt zwei Karten aus und beginnt somit eine Schlacht.
Die übrigen Spieler können sich nun reihum an der Schlacht beteiligen und ebenfalls zwei Karten auslegen oder sie können passen und weiter aufrüsten, indem sie eine weitere Karte ziehen.
Die Spieler haben nun die Möglichkeit ihre Kartenauslage reihum zu verbessern, indem sie weitere Karten ausspielen. Die Kartenauslage darf allerdings nur maximal 6 Karten umfassen. Sobald alle Spieler ausgestiegen sind, ist eine Schlacht zu Ende und es werden Siegpunkte anhand der Schlachtenkarte verteilt. Je nachdem welche Schlacht ausgetragen wurde, erhalten unterschiedlich viele Spieler Siegpunkte.
Es zählt nun, wer die beste Kombination auslegen konnte. Die Kartenkombinationen sind ungefähr so wie beim Pokern - s. Übersicht
Der Gewinner der Schlacht wird der neue Startspieler und erhält die Friedenskarte.
Wurde mehrere Runden lang kein Krieg ausgerufen, hat der Startspieler – er hat ja die Friedenskarte - sein Ziel erreicht: Er nimmt eine Schlachtenkarte aus dem Spiel und die anderen Spieler müssen eine Karte abwerfen.
Die Kriegshundekarten sind so etwas wie Joker und bringen noch etwas Pfiff ins Spiel. Sie haben zwar den Wert 0, zählen aber als Farbkarte. Wurden sie in einer Schlacht gespielt, können Sie danach eine ausgespielt Karte – auch von anderen Spielern – zurückholen.
Nach der 8. Schlacht folgt sofort die 9. Schlacht und danach ist das Spiel zu Ende und der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Havoc ist in einer kleinen praktischen Schachtel untergebracht und die Karten sind von guter Qualität. Die Grafik ist - dem Thema entsprechend - im mittelalterlichen Stil gehalten. Das Thema wirkt allerdings etwas aufgesetzt.
Die deutsche Spielregel ist eine Katastrophe, hier ist die Übersetzung ziemlich daneben gegangen. Aber wer des Englischen mächtig ist oder sich das Spiel erklären lässt, findet ein tolles Kartenspiel vor, das sehr viel Spaß bereitet, egal zu wie viel Leuten man es spielt.
Havoc ist eine richtig nette Pokervariante und eine Partie bleibt bis zum Ende spannend.
Havoc gehört sicherlich zu den Überraschungen der Essener Spieltage 2005 und ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

 

Homepage von Sunriver Games

© Detlef Jakob - Ludozine

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