Autor: Martin Schlegel
Verlag: Queen Games
Alter: ab 8 Jahre
Spieleranzahl: 2 - 4
Spieldauer: ca. 45 Min.
Erschienen: 2005


Die Römer wurden unter anderem durch ihre Wasserversorgung - die Aquädukte - bekannt. Diese Aquädukte spielen bei „Aqua Romana“ die Hauptrolle. Die Spieler wetteifern darum, wer die längsten Aquädukte baut.

Der Spielplan besteht aus einer Fläche, auf der die Aquädukte der Spieler gebaut werden. Am Spielplanrand gibt es einen Rundweg, auf dem sich die Baumeister bewegen, sowie 20 Podeste um die Siegpunkte anzuzeigen. Die Baumeister stellen den Arbeitern verschiedene Bauteile zur Verfügung. Zu Spielbeginn werden 12 Baumeister von den Spielern reihum auf ein beliebiges Feld des Rundweges gestellt. 5 Baumeister (von jedem Baumeistertyp eine Sorte: Kurve, Doppelkurve, Gerade, Brücke und Joker) werden auf die Reserve gestellt. Jeder Spieler erhält ein Wasserreservoire und Arbeiter (3 oder 4, je nach Spieleranzahl) in der Farbe seiner Wahl. Die 84 Aquädukt-Bauteile werden bereit gelegt.
Der Spielzug eines Spielers gliedert sich in drei Teile:

  1. Aquädukt ausbauen - Man wählt einen seiner Arbeiter aus, dessen Aquädukt erweitert werden soll. Dieser Arbeiter muss einen Baumeister in Sichtlinie haben. In Sichtlinie heißt, vom Feld des Arbeiters aus gesehen muss sich in gerader Linie ein Baumeister auf dem Rundweg befinden. Hat der Spieler sich für einen Baumeister entschieden, nimmt er das entsprechende Plättchen und verlängert damit das entsprechende Aquädukt. Ein Plättchen darf auch so gelegt werden, dass dadurch eine fremdes Aquädukt beendet wird. Es darf aber nicht so gelegt werden, dass zwei Aquädukte miteinander verbunden werden. Anschließend wird der Arbeiter auf das Ende des Aquäduktes gesetzt und der in Anspruch genommene Baumeister wird um ein Feld weiter bewegt. Sollte der Baumeister hierbei um eine Ecke gezogen werden, muss der Spieler sofort ein weiteres Plättchen derselben Art platzieren.
  2. Aquädukt schließen - Nachdem ein Spieler ein Plättchen gelegt hat, kann es sein, dass ein Aquädukt nicht mehr verlängert werden kann oder ein Spieler ein eigenes Aquädukt freiwillig für beendet erklärt.
  3. Wertung geschlossener Aquädukte – Am Ende eines Spielzuges werden alle gerade geschlossenen Aquädukte gewertet. Dabei werden alle Plättchen gezählt, aus denen das Aquädukt besteht. Die Summe der Plättchen sind die Siegpunkte. Der Arbeiter, dessen Aquädukt geschlossen wurde, wird auf das Podest mit der entsprechenden Zahl gesetzt. Ist das Podest nicht mehr frei, muss er den Arbeiter auf das nächstniedrigere freie Podest setzen. Für das Schließen eines Aquäduktes erhält der Spieler einen beliebigen Baumeister aus der Reserve, den er vor seinem nächsten Zug einsetzen muss.

Sobald eine Runde lang kein Plättchen gelegt wurde, ist das Spiel zu Ende. Offene Aquädukte werden noch gewertet. Der Arbeiter auf dem Podest mit der höchsten Zahl erhält nun 4 Siegpunkte, der Arbeiter auf dem zweithöchsten Podest erhält 3 Siegpunkte und der dritthöchste Arbeiter erhält noch zwei Siegpunkte. Der Spieler, der nun die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.

Die Spielregel zu „Aqua Romana“ ist übersichtlich gestaltet und mit reichlich Bildern und Beispielen versehen, so dass fast keine Fragen offen bleiben. Leider wurde es versäumt, die genauen Regeln für das Zwei-Personen-Spiel zu erläutern.
Das Spiel ist recht schnell erklärt und auch unerfahrene Spieler steigen problemlos ins Spielgeschehen ein. Das Spielmaterial ist nett gestaltet und von guter Qualität.
Aqua Romana gehört zu den Legespielen, wo man schon einige taktische Überlegungen anstellen muss, um später nicht gezwungen zu sein, irgendwelche Plättchen legen zu müssen. Vorausschauen ist hier sehr wichtig, denn sonst sind die eigenen Arbeiter schneller vom Plan, als einem lieb ist. Aqua Romana ist in unseren Spielrunden immer gut angekommen und wird mit Sicherheit noch öfters auf den Spieltisch kommen.
Man darf gespannt sein, wie es bei der Wahl zum Spiel des Jahres 2006 abschneiden wird.

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© Detlef Jakob - Ludozine

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