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Maya ist ein Pyramidenbauspiel, das in Mittelamerika spielt. Die Spieler sind
Bauherren und versuchen sich die besten Bauplätze zu sichern. Denn nur
wer die meisten Bausteine in den Pyramiden unterbringt, wird mit dem größten
Anteil am Gold der Maya-Herrscher belohnt.
Je nach Spieleranzahl wird eine unterschiedliche Anzahl von
Steinbrüchen benötigt. In den Steinbrüchen werden die Bausteine
für den Pyramidenbau gewonnen. Die Anzahl der Pyramiden-Tafeln (hier
verbauen die Spieler ihre Pyramidenbausteine) ist ebenfalls von der Spieleranzahl
abhängig. Jeder Spieler erhält zu Beginn zwei Bausteine seiner Spielerfarbe
sowie 8 Arbeiterkarten in derselben Farbe. Die restlichen Bausteine bilden
den Vorrat der Steinbrüche.
Insgesamt wird Maya über drei Runden mit jeweils 3 Phasen gespielt. In
der ersten Phase setzen die Spieler reihum ihre Arbeiterkarten bei den Steinbrüchen
ein. Jeder Spieler hat zu Beginn einen Satz Arbeiterkarten erhalten, es gibt
niedrige Karten 3,4,4,5 und hohe Karten 6, 7, 8 und eine
–3. Die hohen Karten haben auf der Rückseite den Hinweis 6-8. Wenn
ein Spieler an der Reihe ist, darf er eine Arbeiterkarte verdeckt an einen
Steinbruch anlegen. Die erste Karte an einem Steinbruch darf jedoch nur eine
niedrige Karte sein. Anschließend ist der nächste Spieler an der
Reihe. Passt ein Spieler beim Kartenanlegen, darf er bis zum Ende dieser Runde
auch keine weitere Karte anlegen. Sobald alle Spieler gepasst haben, werden
die Bausteine vergeben. Die Arbeiterkarten werden umgedreht und jeder Steinbruch
wird für sich abgerechnet. Der Spieler, der an einem Steinbruch die größte
Summe an Punkten hat, erhält die meisten Steine dieses Steinbruches und
den entsprechenden Marker des Steinbruches. Die Marker verhelfen den Spielern
zu Zusatzfunktionen. So kann man z. B. den Startspieler für die nächste
Runde bestimmen oder man darf einen zusätzlichen Baustein einsetzen.
Der zweithöchste Spieler erhält die zweit meisten Steine usw. Bei
einem Gleichstand gewinnt der Spieler, der an diesem Steinbruch zuerst eine
Karte angelegt hatte. Nachdem die Bausteine vergeben wurden, müssen sie
noch transportiert werden. Alle Arbeiterkarten der Spieler, die nicht
bei den Steinbrüchen eingesetzt waren, können nun zum Transport
der erworbenen Bausteine eingesetzt werden. Für jeden Punkt auf der Arbeiterkarte
kann man einen Baustein transportieren. Hat ein Spieler zu wenig Arbeiter,
wandern seine Steine zurück in den Vorrat. In der 2. Phase werden die
Pyramiden gebaut. Hier müssen folgende Bauregeln beachtet werden: Reihum
wird immer 1 Stein in eine beliebige Pyramide gesetzt. Allerdings müssen
immer zuerst alle unteren Ebenen in allen Pyramiden vollständig gefüllt
sein, bevor in die nächsthöhere Ebene eingesetzt werden darf. In
die nächsthöhere Ebene dürfen aber nur dann Steine eingesetzt
werden, wenn auch in allen darunter liegenden Ebenen derselben Pyramide mindestens
ein Stein vorhanden ist. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einen
Doppelzug auszuführen. Dafür muss zunächst ein Stein in den
Vorrat gelegt werden, dies erlaubt dann das Setzen von zwei Steinen. Eine
andere Möglichkeit ist das Passen. Hier muss der Spieler einen seiner
Steine in den Vorrat zurücklegen.
Wird durch das Einsetzen eines Steines eine Ebene in einer Pyramide komplett
gefüllt und besitzt ein Spieler in dieser Ebene die alleinige, einfache
Mehrheit, erhält dieser Spieler sofort einen Stein seiner Farbe, der
in die nächsthöhere Ebene dieser Pyramide eingesetzt wird.
Nachdem alle Spieler ihre Steine eingesetzt haben, folgt die 3. Phase und
es kommt zur Wertung. Neben jeder Ebene einer Pyramide sind zwei Zahlen angegeben.
Den höheren Wert erhält der Spieler mit den meisten Steinen in dieser
Ebene in Gold ausgezahlt. Den zweiten Wert erhält der Spieler mit den
zweit meisten Steinen.
Die Pyramiden sind leider einem Zerfall ausgesetzt. Jeder Spieler, der in
einer Pyramide Gold erhalten hat, muss in der entsprechenden Ebene einen seiner
Steine entfernen. Verliert ein Spieler dadurch seinen einzigen Stein einer
Ebene, muss er auch alle seine Steine in höher liegenden Ebenen derselben
Pyramide entfernen.
Anschließend beginnt eine neue Runde. Nach der dritten Wertung ist das
Spiel zu Ende und es gewinnt der Spieler mit dem meisten Gold.
In unserer ersten Partie hatten wir in der Regel überlesen,
dass zuerst immer alle unteren Ebenen aller Pyramiden besetzt sein müssen,
bevor man in die nächst höhere Ebene Bausteine einsetzen darf. Wir
hatten es so gespielt, dass nur in der jeweiligen Pyramide die unteren Ebenen
besetzt sein müssen, um in die nächst höhere Ebene einsetzen
zu dürfen. Diese Variante funktionierte auch recht gut, man ist dadurch
beim Einsetzen seiner Steine nicht so sehr eingeschränkt, denn oft hat
man beim Einsetzen keine Wahlmöglichkeit.
Die Spielregel ist gut aufgebaut und mit reichlichen Beispielen versehen.
Das Spielmaterial ist auch von guter Qualität.
Lange Wartezeiten gibt es bei Maya keine, man ist immer wieder schnell an
der Reihe. Die Vergabe der Bausteine durch die Arbeiterkarten ist recht spannend
und oft ist es schwierig einzuschätzen, wie viele Bausteine man erhalten
wird. Man kann hier sehr gut bluffen.
Maya ist ein sehr schönes Familienspiel, wo Kinder ab 9 Jahren problemlos
mitspielen können. Maya ist auf jeden Fall eine Kaufempfehlung wert.