Autor: Alexander S. Berg
Verlag: Phalanx
Alter: ab 12 Jahre
Spieleranzahl: (3) oder 4
Spieldauer: ca. 120 Min.
Erschienen: 2002
Empf. Preis: ca. 30 Euro

In Nero: Das Vermächtnis des Tyrannen versuchen die Spieler, durch geschicktes taktieren mit ihren Legionen, die Macht in Rom an sich zu reißen. Die Spieler versuchen die Legionen der anderen Spieler zu schlagen und so mehr Macht in den Römischen Gebieten zu erzielen.

Der Spielplan stellt vier römische Gebiete dar, die wiederum in 5 kleinere Provinzen unterteilt sind. Außerdem gibt es auch noch die beiden italienischen Provinzen und die Stadt Rom, welche einen Sonderstatus einnimmt. Jeder Spieler sucht sich ein Gebiet aus, in dem er startet. Er erhält alle Marker in der Farbe des Gebietes und platziert in jeder der 5 Provinzen eine Legion. Anschließend setzt noch jeder Spieler reihum zwei weitere Legionen ein und zum Schluss setzt jeder noch seinen General in eine seiner Provinzen ein. Jeder Spieler erhält noch 10 Karten vom verdeckten Stapel.
Wenn ein Spieler an der Reihe ist, muss er 1 bis 4 Karten (s. Abb. o.) in seinem Zug ausspielen. Mit den Karten können unterschiedliche Funktionen ausgeführt werden:

Sobald nur noch ein Spieler Karten auf der Hand hält, darf dieser Spieler max. 4 Karten spielen und eine Runde ist zu Ende. Insgesamt werden 4 Runden gespielt. Nach jeder Runde werden alle Rückzugsmarker entfernt und jeder Spieler erhält Siegpunkte.
In den ersten drei Spielrunden gibt es 5 SP für den Spieler der Herrscher ist, + 2 SP wenn der Herrscher sich gerade in Rom aufhält. 2 SP gibt es für jedes kontrollierte Gebiet und 1 SP für jede kontrollierte Provinz Italiens. In der vierten und letzten Spielrunde erhält ein Spieler 8 SP wenn er Herrscher ist und 3 SP für jedes kontrollierte Gebiet. Während des Spiels kann man Kämpfe Siegpunkte erzielen, und zwar wenn eine Legion mit Herrscher einen Kampf gewinnt, erhält dieser Spieler einen Siegpunkt.
Wenn ein Spieler sich mit seinem Anwärter in Rom befindet und der Spieler über fünf Deklarationspunkte verfügt, kann er versuchen, ihn zum Herrscher aufzuwerten. Die Deklarationspunkte erhält der Spieler durch Karten, die er ausspielt und durch Mehrheiten in den Gebieten. Der schnelle Weg Herrscher zu werden ist, einen Kampf zu führen, in dem der eigene General gegen einen Herrscher eines anderen Spielers kämpft und der General den Kampf gewinnt. In diesem Fall tauschen der General und der Herrscher die Rollen. Diesen Kampf zu gewinnen, ist allerdings auch nicht so einfach, da die Legionen, die sich bei einem Herrscher aufhalten, einen höheren Kampfwert haben.

Nero ist kein Spiel, das man mal eben zwischendurch spielen kann. Das Spiel dauert ca. zwei bis drei Stunden und das Regelstudium kostet auch noch einiges an Zeit. Die Spielregel hätte etwas übersichtlicher gestaltet werden können. Beim ersten Durchlesen bleibt einem vieles noch verborgen und muss erst im weiteren Verlauf des Spieles geklärt werden.
Der Spielplan und das Spielmaterial sind durchaus gelungen.
Nero ist sicherlich nicht für die breite Masse gedacht, sondern eher für Fans solcher Spiele. Mir persönlich hat folgender Mechanismus nicht so gut gefallen. Dadurch dass immer nur 28 Legionen auf dem Spielplan sind, konnte ich einen Gegner nicht fassen, da ich ihn nie in die Enge treiben konnte, und wir immer nur auf dem Spielplan herum liefen. Gefreut haben sich dann die anderen Spieler.


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© Detlef Jakob - Ludozine

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