Luding
Spieletest von STOP OVER (KASSEL)
Hersteller: CBD
Preis: 40 DM
empf.Alter: 8-99
Anzahl Spieler: 2-6
Erscheinungsjahr: 1991
noch erhaeltlich: n.b.
Autor: Cebedeus
Besonderheit:
Kategorie: Wuerfelspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven EMail1
EMail2,
Claudia Schlee
Ausstattung
1 beidseitig bedruckter Spielplan, 35 Fotokarten,
18 Stopsteine, 18 Kartenhalter, 1 Wuerfel, 1 Block
Aufmachung
In der grossen Verpackung ist das Spielfeld in vier Teile
aufgespalten, die vor dem Spiel puzzleaehnlich zusammengesetzt
werden muessen. Der Plan zeigt auf der einen Seite eine
Stadt mit ihren Sehenswuerdigkeiten und auf der anderen Seite
ein Redaktionsgebaeude. Die 35 Fotokarten zeigen typische
Sehenswuerdigkeiten mit einem Ufo oder ein spezielles Symbol
neben einem Ufo nebst einer Zahl. Diese Zahl ist auch auf
dem Stadtplan vorhanden. Die Stopsteine sind kleine runde
Holzzylinder, die Kartenhalter sind aus Plastik und dienen
als Staender fuer die Fotokarten. Der Block wird im zweiten
Spiel benoetigt.
Ziel
Bei Stop Over ist es das Ziel eines jeden Spielers, drei
Schnappschuesse von Sehenswuerdigkeiten der Stadt mit Ufos
zur eigenen Sendeantenne des Redaktionsgebaeudes zu bringen.
Zu Beginn des Spieles kommen alle Fotokarten in einen Sack
oder eine Tasse und werden dort gut durchgemischt. Jeder
Spieler bekommt die drei Standfuesse und Stop-Steine seiner
Farbe und stellt diese neben sich ab. Danach darf jeder
Spieler sich eine Karte aus der Tasse oder dem Beutel ziehen
und diese Karte in einen Standfuss stecken. Diese Spielfigur
kommt nun auf das Feld mit der gleichen Zahl und startet von
dort aus zur eigenen Sendeantenne, die am Rande der Stadt
steht.
Ist man am Zug, so wuerfelt man. Bei einer 6 nimmt man sich
eine weitere Karte aus dem Behaelter, es sei denn, man hat
bereits drei Figuren im Spiel. Unter diesen Umstaenden darf
ein Spieler die 6 setzen und erneut wuerfeln. Kommt man mit
seiner Spielfigur auf das Antennenfeld der eigenen Farbe oder
zieht darueber hinweg, so kommt die Spielfigur aus dem Spiel.
Jeder Spieler hat drei Stop-Steine, die er einmal auf ein
beliegiges Feld stellen kann. Sie behindern das Vorankommen
der anderen Spieler, da man nicht ueber diese Steine hinwegziehen darf. Kommt ein Spieler genau auf so einen Stein, so
nimmt er ihn an sich und kann ihn spaeter erneut einsetzen.
Wird eine Fotokarte von einer anderen Fotokarte geschlagen,
so kommt sie aus dem Spiel und der Fuss wird an den Besitzer
zurueckgegeben. Dieser kann bei einer 6 erneut eine Fotokarte
ziehen. Hat er ueberhaupt keine Spielfigur mehr auf dem Spielplan, so darf er jede Runde dreimal hintereinander wuerfeln,
um eine Fotokarte zu bekommen.
Spielende
Das Spiel endet, wenn es einem Spieler gelingt, drei Fotokarten
zur eigenen Sendeantenne zu bringen. Sollte man eines der
wenigen Ufo-Symbole finden, so reicht es, neben dieser Karte
eine weitere Foto-Karte ins Ziel zu bringen.
Ziel
Das Spiel auf der Rueckseite nennt sich "TOP SECRET" und ist
eine Art Hangman-Verschnitt. Jeder Spieler bekommt zunaechst
einmal seine drei Stop-Steine und ein Blatt vom Block.
Auf dem Block schreibt er in die erste Zeile seinen Namen und
daneben einen Ort (Strasse, Gebaeude) in der Stadt, wo er
ein UFO gesehen hat. Dabei ist darauf zu achten, dass man pro
Buchstabe dort nur ein Kaestchen belegt, der Ort kann dann
maximal 20 Buchstaben lang sein. in den Zeilen darunter
schreibt man je Zeile die Namen der Mitspieler. Ist man am Zug,
so wuerfelt man zunaechst dreimal. Ist eine 6 gewuerfelt
worden, kann man seine Spielfigur auf das erste Feld stellen,
ansonsten ist der naechste Spieler am Zug. Nachdem man die
erste der drei Spielfiguren im Spiel hat, darf man einen der
Mitspieler nach einem Buchstaben fragen. Dieser nennt nun
wahrheitsgemaess die Stellen, an denen in seinem Loesungsort
dieser Buchstabe vorkommt und alle Spieler koennen sich die
Stellen auf ihrem Zettel notieren. Ist der Buchstabe nicht
vorhanden, kann dieses rechts neben den Woertern notiert
werden, denn dort gibt es ein Feld namens NIETE.
Pro erratenem Buchstaben darf sich der Spieler ferner einen
Punkt unten in seinem Punktefeld notieren. Nach dem Raten hat
der Spieler noch die Chance, den Loesungsbegriff zu nennen.
Ist dieses allerdings falsch, so muss seine Spielfigur auf das
naechste untere freie Feld zurueckziehen.
Wird eine Spielfigur von einer anderen geschlagen, so kommt sie
zurueck zum Start.
Gelingt es einem Spieler, das gesamte Wort eines Mitspielers
zu erraten, so bekommt er so viele Punkte, wie das Wort lang
ist, gutgeschrieben. Die Person muss sich dann ein neues Wort
bzw. einen neuen Ort ausdenken.
Sollte eine Spielfigur im Spiel sein und man ist am Zug, so
wuerfelt man nur noch einmal und setzt seine Spielfigur die
Anzahl Felder bis zum Ziel vor, es sei denn, man wuerfelt eine
6. Dann muss eine weitere Spielfigur ins Spiel gebracht werden.
Spielende
Sobald eine Spielfigur das Zielfeld erreicht, endet das Spiel.
Sieger wird der Spieler, der die hoechste Punktzahl erreicht
hat, was durchaus nicht der Spieler sein muss, dessen Figur
als erstes das Ziel erreichte.
Kommentar
Beide Spiele sind nicht die neueste Innovation. Waehrend StopOver einem Malefiz-Verschnitt gleicht, ist Top Secret eher ein
Galgenraten bzw. Hangman-Verschnitt. Die Spiele sind mit
wenigen Personen eher langweilig, mindestens drei Spieler
sollten es also immer sein. Das Spiel ist eher eine Art
Werbe-Spiel, weil es fuer viele verschiedene Orte konzipiert
zu sein scheint. Ich habe die "Kassel"-Ausgabe, doch mindestens
10 weitere Orte scheinen produziert worden zu sein. Neben dem
Aufdruck auf der Verpackung macht sich das in einem kleinen
Zettel bemerkbar, wo zu den diversen Zahlen des Stop-Over
Spielplanes noch kurz die Gebaeude genannt werden.
Warscheinlich unterscheidet sich der Spielplan von Stop-Over
bei jeder Stadt.
Fazit
2 verschiedene Spiele in einer Verpackung, beide sind eher
durchschnittlich.
Wertung
3 Punkte bekommt dieses Spielepaket.
Andreas Keirat
Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet
demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation
ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert
werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor
davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor
hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen.
Die Verbreitung in den Netzen ist ausdruecklich gestattet, bei Fragen
wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder
l11e@alf.zfn.uni-bremen.de (falls erstere
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