Luding

Spieletest von SAHARA


Hersteller: Hexagames
Preis: n.b.
empf.Alter: 10-110
Anzahl Spieler: 2-6
Erscheinungsjahr: 1990
noch erhaeltlich: Nein
Autor: Hajo Buecken
Besonderheit:

Kategorie: Kartenbrettspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven EMail1 EMail2, Claudia Schlee

Ausstattung

30 Kamele, 6 dicke Kamele, 90 Spielkarten in 6 Farben, 1 Spielplan

Aufmachung

Das Spiel wurde in einer Standardverpackung ausgeliefert. Das Spielfeld zeigt einen Weg, der von einer ausgetrockneten Wasserstelle zu einer Oase mit 8 Feldern fuehrt. Im Weg gibt es einmal eine Abkuerzung, welche allerdings nur bei 2 oder 3 Spielern benoetigt wird. Die Kamele sind in unterschiedlichen Mengen (je nach Spielerzahl) vorhanden und wurden aus Holz gefertigt. Leider sind sie etwas kopflastig und kippen schon leicht um. Die dicken Kamele sind ebenfalls aus Holz und in den Spielerfarben vorhanden, sie sind jedoch viel robuster und standhafter. Die Spielkarten sind in 6 identischen Saetzen mit je 15 Karten vorhanden, wobei es vier verschiedene Kartentypen gibt. Die Karten wie auch der Spielplan sind grafisch als gelungen zu bezeichnen und geben dem Spiel Atmosphaere.

Ziel

Je nach Spielerzahl muessen sich die Spieler fuer eine Auswahl an Kamelen entscheiden, die vor den Spielern abgestellt werden. Jeder Spieler bekommt dann einen Satz an Spielkarten, die er verdeckt mischt und in drei Haufen zu je 5 Karten aufteilt. Diese Stapel dreht er anschliessend um, so dass er von jedem Haufen immer nur die oberste Spielkarte sehen kann. Auf jedem Spielfeld kann immer nur ein Kamel stehen. Ist man am Zug, so spielt man eine seiner drei offenliegenden Karten aus und setzt entsprechend. Ist irgendwann einer der drei Stapel vollstaendig abgeraeumt, nimmt man die ausgespielten Karten und die noch ausliegenden Stapel und mischt diese wieder gut durch. Anschliessend legt man wieder drei Stapel mit je 5 Karten aus. Bei einer Palmenkarten werden die eigenen Kamele bewegt. Pro Palme darf man ein eigenes Kamel um ein Feld voranbewegen, ist das naechste Feld bereits besetzt, so springt das Kamel bis zum naechsten freien Feld. Man kann die Palmen beliebig aufteilen und auch nur ein Kamel mehrere Felder weit bewegen. Die Fata-Morgana-Karten zeigen ebenfalls Palmen. Hier werden jedoch die gegnerischen Kamele bewegt. Auch hier gilt: Die Anzahl Palmen zeigt die Bewegungspunkte an, die auf eines oder mehrere Kamele beliebiger Mitspieler verteilt werden. Ein zu setzendes Kamel wird immer zum naechsten freien Feld zurueckgesetzt. Die Kamel-Karte bringt das Leittier ins Spiel. Dies ist das dicke Kamel, welches jeder Spieler zu seinen duennen Tieren bekommen hat und nicht ausspielen durfte. Man ersetzt durch das Ausspielen der Karte ein beliebiges eigenes Tier durch das Leittier, welches am Schluss die Punkte verdoppelt. Danach kommt die Karte und das ersetzte Kamel in die Schachtel zurueck und nimmt nicht mehr am Spiel teil. Der Scheich schliesslich ist die wohl schoenste Karte im Spiel. Wird sie gespielt, dann kann der Spieler ein beliebiges Kamel (eigenes oder fremdes) auf dem Spielplan fast beliebig versetzen, jedoch allerhoechstens vor das fuehrende Kamel. Die Karte eignet sich also hervorragend, die eigenen Kamele an die Spitze zu bringen oder ein gegnerisches Kamel zum Start zu verbannen.

Spielende

Sobald die acht nummerierten Oasenfelder mit Kamelen besetzt sind, endet das Spiel. Nun rechnet man die jeweilige Punktzahl unter den Kamelen aus, wobei die Punkte der dicken Kamele verdoppelt werden. Es gewinnt der Spieler mit der hoechsten Gesamtpunktzahl.

Kommentar

Sahara ist ein etwas merkwuerdiges Spiel, da eigentlich kaum Planung moeglich ist und mit vielen Spielern das Spiel auch unendlich lange dauern kann. Es steht naemlich nicht in der Anleitung, ob sich im Ziel befindliche Kamele noch zurueckbewegen duerfen oder nicht. Das sorgt fuer Frust, wenn ein im Ziel befindliches Kamel ploetzlich weit weg von der Oase steht.

Fazit

Ein nettes Familienspiel, allerdings ohne Tiefgang.

Wertung

Gerade so 3 Punkte. Man sollte sich als Spielegruppe darauf einigen, dass in der Oase befindliche Kamele nicht wieder aus der Oase gesetzt werden duerfen.

Andreas Keirat


Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen. Die Verbreitung in den Netzen ist ausdruecklich gestattet, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder l11e@alf.zfn.uni-bremen.de (falls erstere EMail versagt.)
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