Luding

Spieletest von PHANTOMS OF THE ICE


Hersteller: White Wind
Preis: 24 DM
empf.Alter: 8-
Anzahl Spieler: 2-10
Erscheinungsjahr: 1994
noch erhaeltlich: Nein
Autor: Tom Dalgliesh
Besonderheit:

Kategorie: Kartenspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven EMail1 EMail2, Claudia Schlee

Ausstattung

66 Spielkarten, 1 Spielplan, 1 Spielblock

Aufmachung

Die Spielkarten zeigen jeweils einen Eishockey-Spieler, der entweder Torwart, Verteidiger oder Stuermer ist. Dieser traegt eine Zahl von 1-10, die seine Staerke kennzeichnet. Daneben haben einige wenige Spielfiguren einen Stern neben der Zahl, andere ein Quadrat, in dem die Zahl abgebildet ist. Jede Karte hat noch ein spezielles Symbol, welches fuer die Team-Variante benoetigt wird, im Grundspiel aber keine Bedeutung hat. Die Grafiken und Namen der Spieler sind recht witzig und meines Erachtens durchaus gelungen. Der Spielplan aus bedruckter Pappe zeigt nur drei Ablagefelder fuer Torhueter, Verteidiger und Stuermer. Der Spielblock zeigt in Tabellenform die Konstellationen der Spieler gegeneinander, wobei jeder Spieler gegen jeden anderen Spieler zweimal zu Hause antreten kann und zweimal zum Auswaertsspiel reisen muss.

Ziel

Jeder Spieler verkoerpert einen Eishockey-Manager, der das Team auf die vorderen Positionen bringen moechte. Zu Beginn des Spieles notiert man sich die Namen der einzelnen Teams oder ihrer Spielfuehrer und sortiert danach die Karten nach den Aufgaben der Spieler (also in Torhueter, Verteidiger und Stuermer). Jede dieser Stapel wird getrennt gemischt und auf das Feld des dazugehoerigen Spielplans verdeckt gelegt. Man ermittelt einen Startspieler, der sich die oberste Karte eines der drei Stapel zieht und sie in seine Hand nimmt. Reihum folgen die anderen Spieler und ziehen sich jeweils aus einem beliebigen Stapel eine Karte. Nach 6 Runden muss jedoch jeder Spieler ein Team aus einem Torwart, 2 Verteidigern und drei Stuermern besitzen, mit denen er ein Match bestreiten kann. Der aelteste Spieler beginnt. Er hat die Wahl zwischen einer von drei Moeglichkeiten. Entweder handelt er oder er tauscht oder er fordert einen Mitspieler zu einem Match heraus. Beim Handel bestimmt man einen Mitspieler als Handelspartner. Diesem zieht er eine seiner Karten aus der Hand und nimmt sie an sich. Dafuer gibt er dem Mitspieler anschliessend eine Karte des gleichen Typs zurueck, auch wenn dies eine hoehere Karte ist. Die gerade gezogene Karte muss auf jeden Fall auf die Kartenhand genommen werden. Beim Tausch gibt man eine seiner Karten ab und legt diese unter den entsprechenden Kartenstapel auf dem Spielplan. Anschliessend zieht man die oberste Karte des Stapels und nimmt diesen Eishockey-Spieler auf die Hand, auch wenn er einen schlechteren Wert besitzt. Will man ein Match bestreiten, dann fordert man einen Mitspieler heraus. Dies darf man jedoch nur dann, wenn man gegen diesen Spieler noch nicht angetreten ist. Der Mitspieler kann sich gegen die Wahl nicht wehren. Beide Spieler legen nun verdeckt je eine Karte aus und drehen diese gleichzeitig um. Haben beide einen Feldspieler ausgewaehlt, dann erzielt das Team mit dem hoeheren Punktwert ein Tor, bei einem Gleichstand gibt es kein Tor. Ist einer der beiden ausgespielten Karten ein Torhueter, so verhindert dieser einen Torschuss. Wurde ein Schlaeger gespielt, so wird der andere Spieler verletzt und zur Seite gelegt. Der Spieler mit dem hoeheren Wert (kann auch der verletzte Spieler sein) erzielt natuerlich wieder ein Tor. Sind beide Spieler Schlaeger, dann verletzen sie sich beide und werden beiseite gelegt. Auch hier erzielt der hoehere Spieler einen Treffer. Alle 6 Karten werden so nacheinander ausgespielt und immer direkt verglichen. Endet eine Partie unentschieden, so wird eine Verlaengerung gespielt. Verletzte Spieler muessen jedoch vorher unter die entsprechenden Kartenstapel gelegt werden und gegen neue Spieler ausgetauscht werden. Das Team, welches das erste Tor in der Verlaengerung erzielt, gewinnt die Partie. Die Punkte werden anschliessend auf dem Zettel notiert und fuer jeden Sieg eines Teams ein Kreuz an dessen Reihenende gemacht. Spieler mit einem Sternchen sind besondere Spieler, die eine spezielle Eigenschaft haben (Ein Spieler erzielt gegen einen Torhueter ein Tor, ein anderer verpruegelt einen Schlaeger und bleibt dabei unverletzt etc etc.).

Spielende

Gewinnt ein Manager mit seinem Team zum neunten Mal, so ist die Meisterschaft zuende. Die beiden besten Spieler koennen nun noch ein "Best of 7" spielen, um den wahren Champion zu kueren.

Kommentar

Dieses White Wind-Spiel ist witzig und einfach zugleich. Die Vielzahl von Zusatzvariationen macht das Spiel noch interessanter und mit "Phantoms II" wurden mehr Eishockey-Spieler veroeffentlicht. Ein Spiel ist immer schnell entschieden und gerade bei vielen Spielern wird ein gutes Team meist schnell auseinandergerissen (Stichwort: HANDEL). Zu zweit wirkt das Spiel aber eher farblos, da ein gutes Team dem anderen Spieler meist 3-4 Spiele keine Chance gibt. Bei vielen Spielern ist es zum Glueck so, dass man erst gegen alle Spieler angetreten sein muss, bevor man ein zweites Match gegen seinen Lieblingsgegner spielen darf.

Fazit

Ein nettes Spiel fuer grosse Runden, bei dem man sich die Kartenwerte der Gegner merken sollte.

Wertung

Gerade 5 Punkte. Irgendwas fehlt dem Spiel, damit es perfekt ist. Zumindest haette man mehr Eishockey-Spieler mit speziellen Fertigkeiten erstellen sollen, aber vielleicht gibt es die ja in der Erweiterung (die mir nicht vorliegt...).

Andreas Keirat


Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen. Die Verbreitung in den Netzen ist ausdruecklich gestattet, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder l11e@alf.zfn.uni-bremen.de (falls erstere EMail versagt.)
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