Luding

Spieletest von NIBELUNGEN


Hersteller: Amigo
Preis: 40 DM
empf.Alter: 10-
Anzahl Spieler: 2-5
Erscheinungsjahr: 1992
noch erhaeltlich: Nein
Autor: Wolfgang Kramer
Besonderheit:

Kategorie: Wuerfelspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven EMail1 EMail2, Claudia Schlee

Ausstattung

2 Riesen, 2 Wuerfel, 15 Helden, 24 Karten, 5 Schatztruhen, 60 Edelsteine.

Aufmachung

Der Spielplan ist schoen gestaltet und zeigt einen Rundkurs mit einigen kleineren Umwegsmoeglichkeiten und zwei Abzweigungen zu einem Dorf und einem Schloss. Die Karten tragen 4 verschiedene Symbole, die entsprechend dem Spielplan ansprechend sind und zum Spielhintergrund passen. Die Spielfiguren sind bedruckte Holzscheiben mit einem Heldenmotiv. Die Edelsteine und die Schatztruhen sind aus Plastik hergestellt, die Riesen sind grosse bedruckte Holzfiguren.

Ziel

Als Helden versuchen die Spieler, so schnell wie moeglich Teile des Nibelungenschatzes zu bergen und zu horten. Je nach Spieleranzahl ist dies eine andere Summe, die es zu holen gilt. Zu Beginn des Spieles bekommt jeder Spieler 3 Spielsteine einer Farbe, eine Schatztruhe, die zum Verstecken der Schaetze dient und stellt die Figuren in das Startdorf. Die Riesen kommen nun auf ihre Startplaetze, die Karten werden den Symbolen nach geordnet und bereitgelegt. Ist ein Spieler an der Reihe, so wuerfelt er mit beiden Wuerfeln und setzt mit einem Wuerfel eine seiner Spielfiguren und mit dem anderen Wuerfel einen der beiden Riesen. Es wird immer im Uhrzeigersinn gesetzt. Die Helden duerfen alle Felder betreten, nur die drei Startfelder der Riesen nicht. Die Riesen hingegen duerfen einige orange Felder nicht betreten, die einen Umweg vom eigentlichen Weg darstellen und so als Fluchtmoeglichkeit der Spieler vor einem Riesen dienen koennen. Mehrere Spielfiguren koennen auf dem gleichen Feld stehen (als turm aufgebaut). Helden duerfen nicht auf oder ueber ein Feld ziehen, auf dem sich ein Riese befindet. Die Riesen duerfen sich auch nicht ueberholen. Immer wenn ein Held ueber ein Schatzfeld (gekennzeichnet durch Diamanten) zieht, so erhaelt er zwei Schaetze, landet er genau auf so einem Feld, bekommt er sogar noch 2 Schaetze mehr. Diese kommen in die rechte Kammer der Schatzkiste. Sie sind erst sicher, wenn sie in das Schloss gebracht wurden. Die Schaetze der rechten Kammer kommen dann in die linke Kammer. Vom Schloss aus startet der Spieler nicht mehr, er wird zurueck ins Dorf gesetzt, von wo aus er seine Reise fortsetzen kann. Zieht ein Riese ueber eine oder mehrere Spielfiguren, so wird diese Spielfigur (bei mehreren nur die oberste) gefangen und muss zurueck ins Dorf. Ausserdem verliert der Spieler die Haelfte seiner gesammelten Schaetze der rechten Kammer (die in der linken Kammer befindlichen Diamanten sind sicher). Kommt der Riese bedauerlicherweise genau auf das Feld mit mehreren Mitspielern, muessen alle Spieler die Haelfte an Diamanten abgeben. Dabei spielt es keine Rolle, wer Diamanten gesammelt hat. Ziehen in Gruppen ist moeglich, wenn mehrere Figuren auf einem Feld stehen, sie bekommen ggf. alle Diamanten auf den entsprechenden Feldern. Es gibt noch vier Sonderfelder auf dem Spielplan, die mit den Karten zu tun haben. Kommt man auf eines dieser Felder, so bekommt der Spieler eine entsprechende Karte. Es gibt einen Drachenbluttrank, der nach oder vor einem Zug ausgespielt werden kann und den Helden 1-3 Felder vorruecken laesst (neues Feld voll gueltig). Ferner erlaubt die Tarnkappe, dass ein Riese ihn beim Ueberholen nicht erwischt, ein Schwert, mit dem man einem Mitspieler 2 Schaetze wegnehmen kann oder alternativ einen Spieler dazu zwingt, ihn in der Gruppe mitzunehmen und es gibt den magischen Kristall, der die Bewegung eines Riesen stoppt (auch ausserhalb des eigenen Zuges) oder aber dessen Bewegung um 1-3 Felder beschleunigt (es gibt dann eine Belohnung von 2 Schaetzen fuer den Spieler, der diese Karte ausgespielt hat). Grundsaetzlich darf man aber nur eine Karte pro Typ besitzen und wenn eine Gruppe auf so ein Sonderfeld zieht, bekommt nur der oberste Spieler diese Karte.

Spielende

Wenn die geforderte Diamantenanzahl in der linken Kammer der Truhe bei einem Spieler ist, so hat dieser Spieler das Spiel gewonnen. Weitere Plaetze richten sich nach den Diamanten der linken Kammer der Schatztruhe.

Kommentar

Nibelungen ist ein recht einfaches Wuerfelspiel und leicht zu erlernen. Es ist ganz lustig, die Riesen staendig auf die Mitspieler zu hetzen und seine Spielfiguren immer huebsch in Sicherheit zu bringen, doch immer klappt das leider auch nicht. Wer nicht ganz so anspruchsvolle Spiele sucht, der kann auf einem Flohmarkt ja mal nach diesem Spiel Ausschau halten. Den alten Verkaufspreis war es zwar nicht wert, aber fuer unter 10 DM bekommt man doch ein nettes Spielchen.

Fazit

Seichte Kost fuer Spielefans, aber nicht uninteressant.

Wertung

3 Punkte gebe ich dem Spiel. Mit vielen Personen macht das Spiel mehr Spass, von einem Spiel zu zweit rate ich ab.

Andreas Keirat


Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen. Die Verbreitung in den Netzen ist ausdruecklich gestattet, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder l11e@alf.zfn.uni-bremen.de (falls erstere EMail versagt.)