Luding

Spieletest von MARCO POLO


Hersteller: Schmidt
Preis: n.b.
empf.Alter: ???
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: vor 1993
noch erhaeltlich: Nein
Autor:
Besonderheit:

Kategorie: Kartenbrettspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven EMail1 EMail2, Claudia Schlee

Ausstattung

1 Spielplan, 4 Spielfiguren, 2 Wuerfel, 56 Handelskarten, 4 Geheimnis-Karten, 4 Karten Goldene Tafel, Spielgeld, 1 Drehscheibe mit Pfeil

Aufmachung

Die Aufmachung dieses alten Schmidt-Spieles ist nicht sehr schoen. Gezeigt wird auf dem Spielplan das alte Asien mit seinen Staedten. Diese Staedte sind durch Landwege und Wasserwege miteinander verbunden. Am oberen Rand des Spielplanes sind noch 6 Ablagefelder fuer die 6 farbigen Kartenstapel (4 Handelskarten-Sorten, 1 Goldene Tafel-Stapel und 1 Geheimnis-Stapel). Das Spielgeld ist in Form von quadratischen Papier-Stuecken erhaeltlich, auf die 10-50 Gulden aufgedruckt sind. Die Drehscheibe zeigt zwei Bereiche an zur Fortbewegung, den Land- und den Seeweg. Das System mit dem Drehpfeil ist hervorragend gelungen, dieser klemmt nie. Bei den Spielfiguren handelt es sich um etwas groessere und anders geformte Holzpoeppel. Die Wuerfel sind schliesslich in 2 Farben vorhanden.

Ziel

Jeder Spieler symbolisiert einen Kaufmann, der zu einer bestimmten Stadt (Khanbalik) reisen soll, dort Geschenke uebergibt und dann mit bestimmten Reichtuemern wieder nach Hause reist. Zu Beginn erhaelt jeder Spieler 240 Gulden Starkapital und eine Spielfigur. Die Karten werden entsprechend den Farben geordnet und dann gut gemischt. Ist man am Zug, so erklaert man, ob man von dem Ort zu Lande oder zu Wasser (falls es sich um eine Hafenstadt handelt) fahren will. Dann dreht man den Pfeil und schaut sich die Zhl der Felder an, die man voranschreiten kann. Bei den Staedten gibt es einige besondere Staedte, bei denen man Handel treiben darf. Man darf weniger Punkte mit der Figur laufen, wenn man in einer solchen Stadt anhalten will. Die Staedte haben die 4 Farben der Handelskarten. Gelangt man nun auf eine solche Stadt, so hat man die Wahl, ob man Karten kaufen oder verkaufen will. Beim Verkauf spielt die Ursprungsfarbe keine Rolle, man bekommt den jeweiligen Betrag auf der Karte ausbezahlt, will man allerdings Karten kaufen, so zahlt man pro Karte 20 Gulden an die Bank. Man zieht sich dann von der entsprechenden Handelsfarbe die Karten. Bei den Karten gibt es Waren mit Verkaufspreisen von 30-80 Gulden und positive wie negative Ereigniskarten. Die Ereigniskarten muessen sofort ausgefuehrt werden. Nach Beendigung des Zuges kommen die verkauften Karten bzw. die Ereigniskarten auf den jeweiligen Kartenstapel und dann wird dieser wieder gut durchgemischt. Kommt man in eine Handelsstadt, in der bereits ein anderer Spieler steht, so kann auch mit ihm gehandelt werden Man gibt ihm 30 Gulden und zieht eine Handelskarte aus dessen Besitz. Kommt ein Spieler in eine normale Stadt, in der ein anderer Spieler schon steht, so muss man eine Runde aussetzen. Sobald man drei Handelskarten mit dem Wert 80 besitzt, darf man die Handelsstadt Khanbalik aufsuchen. Man gibt dort die Karten an den Herrscher ab und darf sich eine "goldene Tafel" ziehen. Diese Karte ist ein Empfehlungsschreiben und schuetzt vor Piraten und Banditen. Diese gibt es naemlich im Spiel ebenfalls. Auf der Drehscheibe sind neben den Zahlen fuer die Fortbewegung auch Piraten- bzw. Banditensymbole angegeben. Erdreht man so ein Symbol, kommt es zu einem Kampf. Hier kommen die zwei Wuerfel ins Spiel. Der weisse Wuerfel symbolisiert die eigene Staerke, der schwarze den Gegner. Beide Wuerfel werden gleichzeitig geworfen, das hoehere Ergebnis siegt. Sind es die Piraten/Banditen, so muss der Spieler eine Karte mit Handelswaren abgeben und auf das Piratenfeld des Spielplanes legen. Alternativ darf er auch 50 Gulden opfern. Gewinnt er das Duell, so darf er alles, was auf diesem Feld ist, an sich nehmen, gleiches gilt bei einem Gleichstand. Nachdem ein Spieler nun eine goldene Tafel bekommen hat, muss er den Ort aufsuchen, der dort angegeben ist. Erreicht er ihn, so erhaelt er eine Karte "Geheimnisse des Orients". Diese Karte ist, wie auch die goldene Tafel, 240 Gulden wert. Nun muss es der Spieler nur noch schaffen, eine gewisse Anzahl von Gulden (abhaengig von der Spielerzahl) anzuhaeufen.

Spielende

Gelingt es, mit Hilfe von Waren und Bargeld, die vorbestimmte Summe zu erreichen, darf man zurueck nach Venedig und ist Sieger des Spieles.

Kommentar

Marco Polo ist ein langweiliges Spiel. Die Ereigniskarten sind nicht immer eindeutig und der Geldmangel am Anfang macht es auch nicht gerade leicht. Hat man erst einmal 3 80er Warenkarten zusammen, ist das Spiel schon so gut wie geschafft. Denn dann erhaelt man ja die weiteren Karten und kommt so meist locker auf 800 Gulden. Je nach Spielerzahl gilt es dann nur noch ein wenig herumzuhandeln und zu hoffen, die richtigen Karten zu ziehen, damit der Krampf endlich ein Ende hat.

Fazit

Langeweile pur, die haeufigen Ereigniskarten machen einem das Leben schwer.

Wertung

Das Spiel bekommt bei mir nur 2 Punkte. Vielleicht gibt es Leute, denen diese Art von Spielen gefaellt, uns jedoch nicht.

Andreas Keirat


Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen. Die Verbreitung in den Netzen ist ausdruecklich gestattet, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder l11e@alf.zfn.uni-bremen.de (falls erstere EMail versagt.)
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