Luding
Spieletest von IN 80 TAGEN UM DIE ERDE
Hersteller: Ravensburger
Preis: n.b.
empf.Alter: 10-99
Anzahl Spieler: 2-6
Erscheinungsjahr: 1986
noch erhaeltlich: n.b.
Autor: Wolfgang Kramer
Besonderheit:
Kategorie: Kartenbrettspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven EMail1
EMail2,
Claudia Schlee
Ausstattung
1 Spielplan, 60 Aktionskarten, 40 Ereigniskarten, Windrose,
6 Spielfiguren.
Aufmachung
In dem Standardkarton haben die Karten und Spielfiguren
ausreichend Platz und koennen im geformten Plastikinlet nicht
verrutschen. Die Figuren sind etwas modelliert und aus Holz,
die Karten haben einen etwas gewoehnungsbeduerftigen Schnitt,
sind aber relativ gut gezeichnet worden, wie auch der Spielplan selbst, der einige kleineren Zeichungen besitzt. Ansonsten
gibt es hier einen Weg vom Start zum Ziel ueber diverse Felder
(inkl. Sonderfelder), den die Figuren entlang laufen muessen.
Ziel
Wie bei dem Roman von Jule Verne geht es darum, moeglichst
schnell um die Erde zu reisen. Jeder Spieler bekommt deshalb
eine Spielfigur sowie 5 Aktionskarten. Die Windrose wird auf
eines der 4 Verkehrsmittel gesetzt, die am Rand des Spielfeldes
angegeben sind. Nun werden noch schnell die Ereigniskarten
gemischt und dann darf ein Startspieler beginnen. Wer am Zug
ist, der kann entweder stehenbleiben und dann 1-2 neue Aktionskarten nehmen oder er spielt eine seiner Aktionskarten aus
und spielt entsprechend den Regeln. Die Windrose bestimmt immer
das aktuelle Verkehrsmittel und damit, welche Reisekarten
ueberhaupt nur ausgespielt werden koennen. Spielt der Spieler
eine entsprechende Reisekarte aus, so darf er die auf der
Karte genannten Felder vorlaufen, wobei das Zielfeld voll
mitzaehlt (wenn es ein Sonderfeld ist, muss man deren Anweisungen folgen).
Neben den vier Verkehrsmitteln mit verschiedenen Zahlenwerten gibt es noch einige Sonderkarten. Eine Windrose
befaehigt einen Spieler z.B. zum Versetzen der Windrose auf
ein anderes Verkehrsmittel. Danach darf der Spieler noch
einmal einen Zug machen. Eine Handschellenkarte sorgt dafuer,
dass der naechste Spieler 3 Felder zurueckgesetzt wird, landet
er dabei auf einem Handschellenfeld des Spielplans, geht es
noch einmal 3 Felder zurueck. Schliesslich gibt es noch den
Geldsack, der eine Handschellenkarte abwehrt oder aber seine
Spielfigur 1-3 Felder vorruecken laesst. Die Spielplanfelder
sind aehnlich aufgebaut, auch hier gibt es Windrosen (Verkehrsmittel aendern) und Handschellen (eigene Figur 3 Felder zurueck), doch gibt es weiterhin Ereignisfelder, auf denen man
eine Karte ziehen und befolgen muss und grosse Reisefelder, auf
denen ein Spieler erneut an der Reihe ist und ggf. eine neue
Karte ausspielt oder 1-2 Karten zieht. Hat ein Spieler mehr als
12 Aktionskarten auf der Hand, so kann er 2 Karten tauschen,
wenn er an der Reihe ist (anstatt 2 Karten zu ziehen). Hat man
hingegen alle Karten ausgespielt, die man auf der Hand hatte,
so darf man 5 Felder vorziehen und 5 neue Karten nehmen,
hier gelten nach dem Vorruecken nur die Handschellenfelder und
Ereignisfelder noch.
Spielende
Gewinner des Spieles ist der Spieler, der als erstes im Ziel
angekommen ist und dabei 2 oder weniger Karten auf der Hand
haelt. Ab einem bestimmten Punkt vor dem Ziel darf jeder
Spieler, der dort voruebergelaufen ist, anstatt zu ziehen, eine
seiner Karten abwerfen, auch wenn sie z.Z. gar nicht gespielt
werden duerften.
Kommentar
Dieses alte Spiel vom Meister Wolfgang Kramer zeigt, dass es
auch gute Spiele seit fast 10 Jahren gibt. Es ist viel Taktik
im Spiel, um auszurechnen, welches die taktisch beste Moeglichkeit ist und wie man welche Karten zu legen hat, um moeglichst
oft erneut auslegen zu koennen. Je mehr Spieler am Spiel teilnehmen, um so vertrackter wird die Situation, allerdings leidet
dann natuerlich auch die Planungsmoeglichkeit etwas. Mit beiden
Varianten (viel Karten auf der Hand bzw wenig Karten und dann
den Bonus erhaschen) kommt man recht schnell und gut vorwaerts,
so dass man eine abschliessende Taktik schlecht geben kann.
Fazit
Ein gelungenes Spiel, welches selbst nach heutigen Massstaeben
als durchaus zeitgemaess bezeichnet werden kann.
Wertung
Ich gebe dem Spiel 5 Punkte, man haette vielleicht etwas mehr
Sorgfalt bei der Erarbeitung der Ereigniskarten nehmen und
einige Aktionskarten mehr ins Spiel bringen sollen, da man
diese haeufig neu mischen muss.
Andreas Keirat
Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet
demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation
ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert
werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor
davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor
hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen.
Die Verbreitung in den Netzen ist ausdruecklich gestattet, bei Fragen
wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder
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