Luding
Spieletest von FOCUS
Hersteller: Parker/Franckh
Preis: 50 DM
empf.Alter: 10-
Anzahl Spieler: 2-4 (Franckh) 2 o. 4 (Parker)
Erscheinungsjahr: 1980
noch erhaeltlich: Ja (Franckh), Nein (Parker)
Autor: Sid Sackson
Besonderheit: Spiel des Jahres 1981 (Kritikerpreis)
Kategorie: Taktisches Denkspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven EMail1
EMail2,
Claudia Schlee
Der Test bezieht sich auf die Parker-Version, da die andere Spielversion
mir nicht vorliegt. Sie sollte allerdings regeltechnisch relativ gleich
sein.
Ausstattung
Spielbrett, 2x 18 Spielfiguren, 2x 13 Spielfiguren
Aufmachung
In der Parkerversion ist das Spielbrett aus solidem harten
Plastik geformt und nicht klappbar. Dies bedeutet, dass der
Spielkarton gigantische Ausmasse hat und der wohl groesste
und breiteste Karton in meiner Spielesammlung ist. Der Karton
bei Franckh ist dagegen kleiner, wahrscheinlich ist das
Spielbrett dort faltbar untergebracht. Das Spielbrett zeigt
im Prinzip lauter Plastikhuegel, die ein Achteck bilden.
Auf diese Plastikhuegel lassen sich die Spielfiguren stecken,
sie unten hohl und oben abgerundet sind, so dass man auf eine
Figur weitere Figuren stellen kann. Die Farben sind nicht
sonderlich schoen anzusehen, auch ist das Design des Brettes
sowie der Spielfiguren eher schlicht.
Ziel
Jeder Spieler bekommt eine Reihe von Spielfiguren in seiner
Farbe. Diese werden entsprechend einem Schema auf dem Spielplan verteilt und ersparen einem somit eine langwierige Startphase. Wenn man an der Reihe ist, darf man entweder eine seiner
Figuren ziehen oder eine Reserve-Figur (zu Beginn hat man keine
Reservefiguren) ins Spiel bringen. Ein einzelner Stein kann
nur ein Feld weit ziehen, immer nur waagerecht oder senkrecht.
Kommt er dabei auf ein besetztes Feld, so wird der Neuankoemmling ueber die alte Figur gestellt, es entstehen Tuerme.
Ein Turm kann maximal 5 Figuren hoch sein, kommt danach eine
Figur mit einem oder mehreren Steinen auf diesen Turm, so
werden die unteren Spielsteine entfernt, bis wieder ein Turm
aus 5 Steinen entstanden ist. Die entfernten Steine kommen in
die eigene Reserve, sofern es eigene sind, andernfalls werden
gegnerische Steine ganz aus dem Spiel genommen. Tuerme darf
man auch ziehen, allerdings nur so viele Felder weit, wie
Figuren im Turm sind. Es ist erlaubt, einen Turm auch
aufzusplitten und so die eine oder andere Figur zurueckzulassen, um ein besseres Schnaeppchen zu machen.
Spielende
Das Spiel endet, wenn ein Spieler keine Figur mehr bewegen
kann, da seine Spielsteine entweder in Tuermen gefangen sind
oder bereits aus dem Spiel genommen wurden.
Kommentar
Ein altes taktisches Spiel zu besten Zeiten Sid Sacksons. Es
hat den Titel "Spiel des Jahres" wohl durchaus verdient, wenn
auch (zumindest bei der alten Version) das Material fuer
heutige Zwecke nicht mehr gut genug scheint. Die Neuauflage
wird wohl dahingehend einiges verbessert haben.
Fazit
Wer ein recht kniffliges Taktikspiel sucht, kommt an
Focus nicht vorbei.
Wertung
5 Punkte gebe ich dem Spiel auch heute noch.
Andreas Keirat
Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet
demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation
ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert
werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor
davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor
hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen.
Die Verbreitung in den Netzen ist ausdruecklich gestattet, bei Fragen
wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder
l11e@alf.zfn.uni-bremen.de (falls erstere
EMail versagt.)