Luding
Spieletest von CLUEDO
Hersteller: Parker
Preis: 50 DM
empf.Alter: 8-
Anzahl Spieler: 3-6
Erscheinungsjahr: 1986
noch erhaeltlich: ja
Autor:
Besonderheit:
Kategorie: Taktisches Denkspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven EMail1
EMail2,
Claudia Schlee
Ausstattung
6 Tatwerkzeuge, 6 Spielfiguren, Zettel, Karten von Personen,
Raeumen und Tatwerkzeugen, Spielplan, Schatulle, Wuerfel
Aufmachung
Das Spiel wurde sehr liebevoll aufgemacht. Ein relativ
schoenes Spielbrett zeigt eine Villa, in der jemand ermordet
wurde. Die Tatwerkzeuge sind telweise aus Metall und sehr
ordentlich gefertigt. Die Spielsteine sind vielen aus dem
bekannten Monopoly ein Begriff. Die Karten sind ebenfalls
gut gezeichnet worden und tragen zur Atmosphaere des Spiels
bei.
Ziel
Man versucht, als erste Person den Taeter, den Raum und das
entsprechende Tatwerkzeug herauszufinden, um dann den Taeter
anklagen zu koennen. Zu Beginn des Spieles werden die 3
verschiedenen Kartenkategorien sortiert und gemischt, danach
verdeckt je eine Karte in die Schatulle gesteckt. Damit ist
die Ausgangssituation gegeben. Nun werden die drei Haufen
zusammengelegt und kraeftig gemischt. Reihum werden alle
uebrigen Karten verteilt und verdeckt angeschaut und ggf
auf einem Cluedo-Blatt notiert, welches jeder Spieler bekommt. Jeder Spieler spielt die Spielfigur, die vor seinem
Platz ist. Eine bestimmte Figur faengt an. Man wuerfelt mit
einem Wuerfel und zieht entsprechend der Augenzahl die Felder
entlang in die Raeume. Landet man in einem Raum (genaue Augenzahl wird nicht benoetigt), so kann man laut eine Frage in den
Raum stellen, man darf sich eine Person holen (die ihre
momentane Position verlassen muss) und ein Tatwerkzeug in den
Raum legen. Nun fragt man seinen Nachbarn, ob er eine von
diesen drei Karten hat (Raum, Werkzeug, Person), hat er eine,
so muss er sie dem Spieler verdeckt zeigen, ansonsten muss er
es verneinen und der naechstfolgende Spieler muss ggf eine
Karte zeigen. Man fragt sich also durch verschiedene Raeume,
bis man sicher ist, den Taeter, seine Mordwaffe und den Ort des
Geschehens zu kennen und macht dann eine Anklage, wenn man
wieder an der Reihe ist. Dann schaut man sich verdeckt die
drei Karten der Schatulle an.
Spielende
Stimmt die Vermutung, so endet das Spiel, stimmt sie nicht,
so spielen die anderen Spieler weiter, der Anklaeger scheidet
aus dem Spiel aus, muss allerdings seine Fiugr auf dem Spielfeld lassen und ggf Karten rausgeben, wenn danach gefragt wird.
Kommentar
Cluedo ist der dritte Klassiker von Parker und war wohl das
komplexeste Detektivspiel zur damaligen Zeit und ist es wohl
immer noch. Es macht viel Spass herauszufinden, ob man selber
der Moerder ist oder seine beste Freundin. Die Kombinationsgabe ist im fortgeschrittenem Alter natuerlich hoeher, so dass
der Schwierigkeitsgrad sinkt, aber selbst erfahrene Spieler
brauchen oft einige Zeit, um herauszufinden, wer was getan
hat.
Fazit
Einfach zeitlos schoen. Das Spiel kann einen ganzen Abend
lang gespielt werden, ohne dass es allzu stupide wird, es
aendern sich halt immer die Voraussetzungen. Einziges Manko
ist die etwas ungerechte Verteilung der Startfelder bis zum
ersten erreichbaren Raum und die starre Regel, welche Person
anfangen darf. Aber dieses kann man zur Not ja auch noch
aendern.
Wertung
Ich gebe 5 Punkte fuer dieses Spiel, da Leute, die es mit einem
speziellen System spielen, ueber dieses System fast immer
gleichzeitig die Loesung haben und dann nur noch entscheidend
ist, wer als naechstes an der Reihe ist. Fuer alle normalen
Spieler ist das Spiel ein wirkliches Highlight.
Andreas Keirat
Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet
demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation
ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert
werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor
davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor
hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen.
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