Luding

Spieletest von AURA POKU


Hersteller: Blatz
Preis: 60 DM
empf.Alter: 8-
Anzahl Spieler: 3-6
Erscheinungsjahr: 1993
noch erhaeltlich: Nein
Autor: Reinhold Wittig
Besonderheit:

Kategorie: Wuerfelspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven EMail1 EMail2, Claudia Schlee

Ausstattung

Spielbrett, Goldstuecke in verschiedenen Werten, 12 Opferkarten, 18 Spielsteine (6 Farben), 1 Verfolgerfigur, 6 Goldverstecke, 1 Wuerfel, 3 Ringe, 1 Stab

Aufmachung

Wie nahezu alle Blatz-Spiele ist auch dieses grafisch hervorragend und dem uebrigen Spielmaterial angemessen. Die Figur, die Muenzen und die Spielsteine sind aus Holz gefertigt und mit Gold bedruckt. Auch die Karten und Verstecke sind mit goldener Farbe besetzt. Der Spielplan zeigt die Goldkueste Afrikas mit ihren Flusslaeufen. Hier startet man an einem Ende und laeuft einen Weg entlang bis zum Ziel, der an gewissen Stellen ueber die Fluesse hinweg abgekuerzt werden kann. Ueber dem eigentlichen Spielfeld ist eine Zaehlleiste, die den Boesewicht repraesentiert, der auf dem Weg zum Ziel ist und versucht, vor den Spielern dort einzutreffen.

Ziel

Sie sollen der Koenigin Aura Poku folgen und in die neue Heimat gehen. Vorsicht vor dem Bruder der Koenigin ist jedoch angesagt. Jeder Spieler bekommt 3 Spielfiguren, die er schnellstens ins Ziel bringen sollte. GGF uebriggebliebene Spielsteine (bei weniger als 6 Personen) werden auf dem Weg beliebig verteilt (mit gewissen Einschraenkungen). Die Spielfigur wird mit einem Stab versehen und auf die Skala am Ende des Spielfeldes gestellt. Sie soll das Symbol des Bruders darstellen. Auf die drei Flussquellen werden Goldstuecke mit den Wertigkeiten 2-4-6-4-2 gelegt, wer eine solche Quelle als erstes passiert, der bekommt 2 Goldstuecke, wer sie als drittes passiert, bekommt entsprechend 6 Goldstuecke. Die Opferkarten werden gut gemischt und verdeckt neben das Spiel gelegt. Schliesslich bekommt jeder Spieler noch 10 Goldstuecke und ein Goldversteck, hinter dem er diese vor den Blick der anderen versteckt. Ein Startspieler beginnt, wuerfelt und setzt einen seiner Spielsteine entsprecht weit voran. Bereits besetzte Felder werden nicht mitgezaehlt und uebersprungen. Wuerfelpunkte koennen verfallen, wenn man einen Opferplatz erreicht oder ins Ziel mit einer Figur kommt. Opferplaetze gibt es entlang der Flussufer. Sie kuerzen den Weg stark ab, den ein Spieler gehen muss, da dieser sonst immer erst hoch bis zur Quelle des jeweiligen Flusses laeuft. Dieses Abkuerzen ist allerdings immer mit einem Nachteil verbunden. Man kann sich in den Opferhof stellen und warten, dass andere Personen hinzukommen oder man geht direkt auf das Opferfeld (beides ist in einem Feld integriert). Im Opferhof koennen mehrere, auf dem Opferfeld jedoch nur 1 Person stehen. Steht jemand nun auf dem Opferfeld, so will er den Goettern Tribut in Form von Gold zollen, damit die Ueberfahrt zum anderen Flussufer gelingt. Der entsprechende Spieler nimmt sich eine Opferkarte und schaut sich diese an. Jede Opferkarte hat zwei Zahlenwerte aufgedruckt, einen fuer die grosse Abkuerzung und einen fuer die kleine (diese kostet im allgemeinen weniger Gold, bringt aber auch nicht so viele Felder Vorsprung vor anderen Spielern). Nun kann er entweder alleine das Opfer bringen, oder unter Mitnahme von anderen Spielern, die bereits im Opferhof stehen, den Tribut aufteilen, in dem er diese Personen befragt, wieviel sie denn fuer die Ueberfahrt bezahlen wollen. Man muss nicht sofort nach dem Ziehen der Karte danach fragen, es liegt im Ermessen des Spielers, wann er es tut. Schliesslich nimmt man passende Angebote an, zahlt den restlichen Betrag, sofern einer zu zahlen ist, und ueberquert mit den zahlenden Spielern den Fluss. Ein Spieler, der auf einem Opferfeld steht und doch keine Flussueberquerung machen will, muss uebrigens 3 Goldstuecke als Strafe zahlen. Kommt ein Spieler an einer Flussquelle vorbei, so erhaelt er Goldstuecke, je nachdem, an welcher Position liegend er die Quelle ueberquert hat. Bei einer "1" bekommt der Spieler als Trost ein Goldstueck von den Goettern. Dann bekommt die Verfolgerfigur auch einen der drei Ringe auf den Stab. Hat er alle drei Ringe und sollte erneut eine "1" fallen, so geht seine Spielfigur ein Feld vor. Die Ringe werden dann wieder abgenommen. Auch bei jedem Opfer rueckt der boese Bruder ein Feld vor, seine Ringe behaelt er dann jedoch. Erreicht eine Spielfigur das Zielfeld, so kann sie durch weiteres Wuerfeln die nummerierten Huetten besetzen (bei 1 angefangen... Es geht bis zur Huette 15). Pro Feld darf auch hier nur eine Spielfigur stehen.

Spielende

Das Spiel endet, wenn alle Huetten besetzt sind, ein Spieler alle drei Spielsteine im Dorf hat oder der boese Bruder das Dorf erreicht. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Goldstuecken. Die Zahlen in den Huetten geben die Anzahl an Goldstuecken an, die die Goetter den tapferen Spielern geben, hinzuaddiert werden schliesslich noch die im Spiel erhaltenen Goldstuecke.

Kommentar

Aura Poku sieht zwar recht nett aus, doch ist das eigentliche Spiel nicht ganz so spannend, wie es vielleicht scheint. Nur mit vielen Spielern kann man das Spiel wirklich einigermassen gut spielen. Leider ist in unseren Spielen der boese Bruder immer viel zu schnell vorangekommen, so dass man entweder keine Flussueberquerungen mehr machen konnte oder das Risiko eines Totalverlusts kam (kein Spieler erreicht die rettenden Huetten).

Fazit

Ein normales Spiel, nichts aussergewoehnliches, aber es hat ganz nette Ansaetze... Bewertung: Aufgrund des gehobenen Spielmaterials gebe ich noch gerade so vier Punkte, ansonsten ist das Spiel meines Erachtens Mittelmass.

Andreas Keirat


Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen. Die Verbreitung in den Netzen ist ausdruecklich gestattet, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder l11e@alf.zfn.uni-bremen.de (falls erstere EMail versagt.)
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