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Andreas Keirats Spieletest für das Spiel:

WELTENBUMMLER



Hersteller:Hexagames
Preis:n.b.
empf.Alter:12-112
Anzahl Spieler:3-6
Erscheinungsjahr:1989
noch erhältlich:Nein
Autor:Drakes, Jarvis, Walsh, Gluck
Besonderheit:
Kategorie:Taktisches Denkspiel

Tester: Andreas Keirat, Claudia Schlee


Ausstattung

1 Spielplan, 6 Spielfiguren, 70 Job-Steine, 36 Karten, 1 Stift, 1 Block

Aufmachung

Der Spielplan zeigt die Weltkarte, bei der man Hexfelder ueber die Landmassen gelegt hat. Die Welt ist ihrerseits in zehn Regionen unterteilt. Jede Region besitzt dabei sieben speziell markierte Felder mit Ziffern von 1-6, auf denen die Jobsteine waehrend des Spiels liegen. Daneben findet man noch diverse Grenzuebergaenge, Schiffslinien und einige Flughaefen vor, die die Regionen untereinander verbinden. Als Spielfigur erhaelt jeder Spieler einen speziellen Holzpoeppel. Die Jobscheiben sind aus Holz und wurden auf einer Seite mit einem Wert zwischen 1 bis 6 bedruckt. Die Ziffer "2" ist immer zweimal in einer Farbe vorhanden. Fuer jede Region gibt es einen Satz aus sieben gleichfarbigen Steinen.

Die Karten loesen Ereignisse aus, wenn der Spieler sie ausspielt. Dadurch koennen Flughaefen oder Schiffslinien gesperrt werden oder ganze Regionen fuer eine Spielrunde lang nicht betretbar sein. Der Block und der Stift dienen zum Notieren der Punkte jedes Spielers. Dabei hat man auf Einteilungen des Blockes verzichtet. Das Spiel ist grafisch durchschnittlich und faellt nur durch sein reichhaltiges Material aus Holz positiv auf.

Ziel

Zunaechst werden die Karten gut gemischt und an jeden Spieler sechs Stueck verteilt, die er auf die Hand nehmen und sich anschauen darf. Entsprechend der Spielerzahl werden die Job-Steine in die jeweils passende Region auf die dafuer vorgesehenen Felder gelegt, wobei die Ziffer zu sehen sein muss. Es befindet sich immer ein Jobstein mehr in jeder Region als Mitspieler vorhanden sind.

Ein Spieler beginnt die Partie, die anderen folgen im Uhrzeigersinn. Pro Runde kann ein Spieler eine seiner Handkarten ausspielen. Die ausgespielte Karte kommt auf den Ablagestapel. Erst wenn man im Etappenziel New York ist, erhaelt der Spieler zwei weitere Karten nach.

Ein Spieler kann mit seiner Spielfigur in gerader Linie so viele Felder weit ziehen, bis er die Grenze einer Region erreicht. Die Grenze kann man nur ueber die Grenzuebergaenge ueberqueren. Beim Ziehen koennen keine anderen Personen uebersprungen werden. Auch ist es nicht gestattet, ueber Job-Steine, Flughaefen oder Seehaefen hinwegzuziehen.

Endet der Zug auf einem Grenzuebergang, wird die Figur sofort auf das dazugehoerende Grenz-Feld gesetzt. Von dort aus erhaelt der Spieler einen erneuten Zug und muss den Grenzuebergang verlassen. Gleiches gilt fuer die Seehaefen.

Stoppt der Spieler seine Figur auf einem Flughafen, darf er sie auf einen anderen Flughafen seiner Wahl stellen. Dort endet dann allerdings der Spielzug sofort.

Ist die Spielfigur auf einem Feld mit einem Job-Stein gelandet, darf der Spieler sich diesen nehmen. Mehr als zwei Job-Steine einer Farbe kann kein Spieler aufnehmen. Nach dem Aufnehmen hat man einen weiteren Zug. Nach der zweiten Aufnahme eines Steins ist aber in jedem Fall der Spielzug des Spielers beendet.

Wenn man in jeder Farbe mindestens einen Stein hat, kann man sich auf den Weg nach New York begeben. Dort erhaelt man je nach Ankunft zwischen 5-20 Punkte. Zu diesem Wert werden die Zahlenwerte der Job-Steine gezaehlt und notiert. In der folgenden Runde setzt der Spieler aus, bevor er sich auf die Heimreise macht. Man erhaelt zwei neue Karten, die aus dem neu gemischten Stapel gezogen werden.

Auf der Heimreise muessen die Job-Steine wieder auf ihre Positionen gebracht werden. Da es in jedem Land zwei Felder mit der "2" gibt, kann man sich aussuchen, wo man den Jobstein ablegt. Es gelten die gleichen Regeln wie im ersten Teil des Spiels. Die abgelegten Job-Steine kommen mit der Zahlenseite nach unten auf das Spielfeld und dienen als Blockade, ueber die man nicht hinwegziehen kann. Man darf seinen Spielzug allerdings auf einem solchen Feld beenden. Es ist dem Spieler erlaubt, bis zu drei Job-Steine zu seinem Zielort Frankfurt/Main mitzubringen.

Spielende

Erreicht ein Spieler das Ziel, erhaelt er erneut Bonuspunkte gemaess einer Tabelle. Davon werden die uebriggebliebenen Job-Steine abgezogen. Sind alle Spieler im Ziel, gewinnt die Person, die am meisten Siegpunkte ergattern konnte.

Kommentar

Das Spiel "Weltenbummler" ist zwar auch mit wenigen Personen spielbar, doch entwickelt sich eine Partie mit mehr Leuten dynamischer und man muss dann nicht in allen 10 Farben einen Stein besitzen. Der Startort hat allerdings Nachteile bei vielen Personen, die dann zumindest im ersten Zug keine Steine mehr abraeumen koennen. Das Aergern der Mitspieler ist durch die Ereigniskarten gegeben, wobei man allerdings mit manchen Karten wenig anfangen kann und andere Karten sehr maechtig sind. Leider bringt es nach unserem Dafuerhalten nichts, schnell zurueck ins Ziel zu gehen und Steine mitzubringen.

Fazit

Ein nettes Sammelspiel fuer Familien.

Wertung

Wir haben uns entschlossen, dass "Weltenbummler" 4 Punkte erhaelt und ein brauchbares altes Hexagames-Spiel darstellt.

Andreas Keirat


Die Wertungen reichen von 1 (unspielbar) bis 6 (unverzichtbar). Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht verändert werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor davon Kenntnis erhält und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen. Die Verbreitung in den Netzen ist ausdrücklich gestattet, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder l11e@alf.zfn.uni-bremen.defalls erstere EMail versagt.)
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