homepage

Andreas Keirats Spieletest für das Spiel:

LONG SHORT



Hersteller:Hexagames
Preis:60 DM
empf.Alter:12-
Anzahl Spieler:2-6
Erscheinungsjahr:1994
noch erhältlich:Nein
Autor:Th. Stamm
Besonderheit:
Kategorie:Kartenbrettspiel

Tester: Andreas Keirat, Claudia Schlee


Ausstattung

1 Spielplan, 2 Spezialwuerfel, Spielgeld, 44 Action-Karten, 16 Day-Trade-Karten, 84 Kursveraenderungs-Karten, 6x18 Markierungssteine

Aufmachung

Der Spielplan zeigt ein sechseckiges Spielfeld, auf dem sich sechs Kursleisten fuer Waren befinden. Jede Kursleiste zeigt in der Mitte des Feldes den Warenwert an und bietet rechts und links davon Platz fuer Markierungssteine. Beim rechten Anlegen spekuliert man auf eine Kurssenkung, beim linken Anlegen auf eine Kurssteigerung. Ein Spezialwuerfel zeigt Ereignisse an, die in einer Spielphase auftreten, waehrend der andere Wuerfel einen der sechs Waren anzeigt. Dieser Wuerfel hat jedoch nur bei bestimmten Aktionen eine Aussagekraft. Das Spielgeld gibt es in 6 verschiedenen Werten in ausreichender Menge. Die Action-Karten bilden die Ereigniskarten im Spiel. Sie sind dreisprachig. Die Day-Trade-Karten sind alle identisch und ermoeglichen einen Verkauf von Waren, wenn man nicht am Zug ist. Mit den Kursveraenderungskarten werden die Kurse von zwei oder mehr Waren beeinflusst. Zum Markieren der gekauften Anteile benutzt man die sechseckigen Markierungssteine. Dabei gibt es in jedem Satz drei grosse Steine, die den Wert von fuenf kleinen Steinen haben. Das Material ist reichlich vorhanden und auch von der Papierqualitaet her ist das Spiel hervorragend. Stoerend wirkt jedoch der mehrsprachige Aufdruck auf den Karten und der englische Text des Spielfeldes. Grafisch gibt es nichts aussergewoehnlich schoenes in diesem nuechternen Wirtschaftsspiel.

Ziel

Am Anfang erhaelt jeder Spieler die Markierungssteine einer Farbe. Die sechs neutralen Steine werden als Kursmarkierer auf die Anfangspreise der sechs Waren gestellt. Dann erhaelt jeder 10000 $ als Startkapital. Die Day-Trade-Karten kommen auf ein Kartenablagefeld, ebenso wie die gemischten Action-Karten. Die Kursveraenderungskarten sortiert man nach Farben und gibt jedem Spieler Karten nach einem bestimmten Muster, bis er 10 Karten auf der Hand haelt. Die restlichen Karten kommen aus dem Spiel.

Der Spielverlauf ist im Uhrzeigersinn. Ist man am Zug, kann man zunaechst beliebig Kontrakte kaufen oder verkaufen.

Beim Kauf eines Kontraktes zahlt man eine festgelegte Sicherheitsleistung (Margin) an die Bank und nimmt einen Spielstein. Diesen legt man dann entweder links oder rechts vom aktuellen Kurs der Ware. Man darf mehrere Kontrakte in seinem Zug kaufen. Beim Verkauf kann man seine Kontrakte wieder in Geld umwandeln. Ist der Kurs der Ware gestiegen und man hat dies vorausgesagt, dann erhaelt man den Differenzbetrag zwischen damaligem Kurs (dargestellt durch den eigenen Spielstein) und aktuellem Kurs (auf der Kursleiste) an Geld. Natuerlich bekommt man die gezahlte Sicherheitsleistung ebenfalls zurueck. Das gleiche Prinzip gilt auch bei fallenden Kursen und richtiger Voraussage. Lag man mit seiner Prognose falsch, muss man den Differenzbetrag beim Verkauf an die Bank zahlen. Dabei wird die vorab gezahlte Sicherheitsleistung verrechnet.

Als zweites muss man eine seiner Kursveraenderungskarten ausspielen. Die Kurse werden dann entsprechend den Zahlenwerten veraendert. Sollte ein Kurs ueber oder unter den aeussersten Wert gehen, so werden sofort alle Waren zum entsprechenden Preis verkauft. Danach kommt der Kursstein wieder auf das Startfeld der Leiste.

Die dritte Aktion eines Spielers besteht im Wuerfeln. Man muss mit beiden Wuerfeln wuerfeln. Zeigt der schwarze Wuerfel "Day Trade" an, so erhaelt man eine entsprechende Karte. Bei "action card" zieht man eine Action-Karte und befolgt die Anweisungen. "Limit up" oder "Limit down" veraendern den Kurs einer Ware um 2 Punkte nach oben bzw. unten. In diesem Fall ist der rote Wuerfel von Bedeutung, der die Ware angibt, die steigt oder faellt.

Nach diesen Aktionen ist der naechste Spieler am Zug.

Die "Day-Trade"-Karten kann man immer dann einsetzen, wenn ein Spieler seinen Zug beendet hat. Gegen Abgabe einer Karte kann der Spieler nun zwischendurch Kontrakte verkaufen.

Spielende

Nach 10 Spielrunden oder wenn die Action-Karte "Spielende" gezogen wurde, endet die Partie. Es gewinnt der Spieler, der das meiste Geld besitzt, nachdem alle Waren verkauft wurden.

Kommentar

"Long Short" ist ein gewoehnungsbeduerftiges Spiel. Die Anleitung und die mehrsprachigen Karten und der Spielplan machen einen Zugang fuer viele Spieler unnoetig schwer. Das Spiel an sich funktioniert tadellos.

Fazit

Ein gutes Wirtschaftsspiel.

Wertung

Aufgrund der Maengel erhaelt LONG-SHORT nur 3 Punkte, obwohl es sicherlich kein schlechtes Wirtschaftsspiel ist. Die Anleitung ist jedoch so ziemlich das Letzte.

Andreas Keirat


Die Wertungen reichen von 1 (unspielbar) bis 6 (unverzichtbar). Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht verändert werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor davon Kenntnis erhält und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen. Die Verbreitung in den Netzen ist ausdrücklich gestattet, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder l11e@alf.zfn.uni-bremen.defalls erstere EMail versagt.)
EMail an Luding
Homepage