Luding

Spieletest von AM FUSS DES KILIMANDSCHARO


Hersteller: Hans im Glueck
Preis: 28 DM
empf.Alter: 7-
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: 1995
noch erhaeltlich: Ja
Autor: Reiner Knizia
Besonderheit:

Kategorie: Kartenbrettspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven (fashion@fishtown.han.de) EMail2, Claudia Schlee
Fuer die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Hans im Glueck recht herzlich!

Ausstattung

56 Spielkarten mit Werten von 1-7 in 4 Farben, 16 Ereignisplaettchen, 4 Spielfiguren, 1 Spielplan

Aufmachung

Auch dieses Spiel ist in einer kompakten Form erschienen und stellt erstmalig ein Spiel fuer "Junioren" ab 7 Jahren dar. Der Plan zeigt den Weg aus einem Basiscamp zum Fuss des Berges Kilimandscharo. Dieser Weg besteht aus 100 Feldern und schlaengelt sich durch eine schoen gezeichnete Landschaft. Einige der Felder sind mit Eingeborenen-Huetten versehen und haben besondere Bedeutung im Spiel. Die Spielkarten sind handlich und zeigen Zahlenwerte von 1-7. Jede Farbe stellt eine andere Fortbewegungsart dar, mit der man den Berg erreichen kann. Auch hier sind die Grafiken exzellent geworden. Die Ereignisplaettchen sind recht klein geraten und bestehen aus bedruckter Pappe. Sie zeigen Bananen, Loewen oder ein Platztauschsymbol. Diese Plaettchen werden vor dem Spiel auf beliebige Felder des Spielplanes gemaess einiger Regeln plaziert. Die Spielfiguren schliesslich sind eine Mischung aus Fingerhut und Trichter. Sie sehen recht nett aus, auch wenn ich mir die Figuren nicht unbedingt als Expedition vorstellen kann.

Ziel

Die Spielfiguren starten im Basiscamp. Vor Beginn mischt man noch die Ereignisplaettchen und verteilt sie an die Mitspieler. Jeder Mitspieler sieht sich seine Plaettchen an und verteilt sie anschliessend verdeckt auf beliebige Felder des Spielplanes. Als letztes werden die Spielkarten gemischt und jeder Spieler erhaelt drei offene Karten, die er nebeneinander auslegt und drei Handkarten. Der restliche Kartenstapel kommt neben den Spielplan. Ist man am Zug, so spielt man eine seiner Handkarten aus. Dabei kann der Spieler waehlen, ob er die Karte offen auf eine seiner Karten oder auf eine Karte seines Gegners legt. Letzeres ist nur erlaubt, wenn dessen Spielfigur auf dem gleichen Feld oder vor der eigenen Figur steht. Danach wird anhand der Karten gezogen. Sind alle drei Karten einfarbig, so addiert man die Werte und zieht die Summe mit der eigenen Spielfigur. Sind zwei Karten mit einer Farbe versehen, so zieht man mit deren Summe (auch wenn die Einzelkarte vielleicht einen hoeheren Gesamtwert haette). Sind alle drei Karten in unterschiedlichen Farben vorhanden, so zieht der Spieler die Felderzahl der hoechsten der drei Karten. Nach dem Ausspielen einer Karte wird die Spielfigur vorangezogen und man nimmt sich eine neue Handkarte vom verdeckt ausliegenden Stapel. Normalerweise ist nun der folgende Spieler an der Reihe, es sei denn, die gezogene Spielfigur landet auf einem verdeckt liegenden Ereignisplaettchen. Ist dies der Fall, so wird das Plaettchen sichtbar und der Spieler muss das Ereignis durchfuehren. Bei einem Loewen erschreckt sich die Expedition und rennt sofort zum letzten Dorf zurueck, bei Bananen darf der Spieler erneut die Anzahl Felder voranschreiten, mit der er das Plaettchen erreicht hat und bei einer Platztausch-Karte darf man den Platz seiner Spielfigur sofort mit einer anderen tauschen. Diese Platztausch-Kaertchen kommen nach Gebrauch aus dem Spiel, die anderen Plaettchen bleiben offen liegen und gelten mehrere Male.

Spielende

Gelingt es einem Spieler, den Berg zu erreichen, so hat dieser gewonnen. Sollten vorher alle Karten ausgespielt worden sein, so gewinnt der Spieler, dessen Expedition am weitesten vorangeschritten ist.

Kommentar

Ein sehr gelungenes Kinderspiel von Hans im Glueck, welches auch von aelteren Spielern gerne gespielt wird, dann allerdings mit der taktischeren Variante, bei der die PlatztauschKarten umgewandelt werden und der Spieler sich einen Mitspieler aussucht, dessen Expedition zum naechsten Dorf zurueckgeschickt wird.

Fazit

Preislich und optisch ein sehr gutes Spiel, dazu gepaart mit einem netten Spielprinzip. Was will man mehr ?

Wertung

5 Punkte sind auch hier berechtigt. Andreas Keirat
Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen. Die Verbreitung in den Netzen ist ausdruecklich gestattet, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder l11e@alf.zfn.uni-bremen.de (falls erstere EMail versagt.)
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