Luding

Spieletest von AIRLINES


Hersteller: Abacus
Preis: 50 DM
empf.Alter: 12-
Anzahl Spieler: 2-6
Erscheinungsjahr: 1990
noch erhaeltlich: Ja
Autor: Alan R. Moon
Besonderheit:

Kategorie: Kartenbrettspiel
Tester : Andreas Keirat, Bremerhaven (fashion@fishtown.han.de) EMail2, Claudia Schlee

Ausstattung

1 Spielplan, 84 Aktienkarten, 42 Streckenkarten, 3 Wertungskarten, 6 Uebersichtskarten, 135 Markierungssteine in 9 Farben, 1 Wertungsblock

Aufmachung

Das gesamte Material ist in einem Standard-Karton untergebracht, der dadurch gut gefuellt wird. Der Spielplan zeigt Nordamerika mit einer Vielzahl von Staedten, die durch Linien miteinander verbunden sind. Diese Linien sind in 5 verschiedenen Mustern vorhanden und decken jeweils ein Streckennetz eines Gebietes ab. Die Wellenlinie ist die einzige Flugstreckenverbindung, die rund um Amerika geht. Die Aktienkarten zeigen jeweils den Namen einer der neun Fluggesellschaften, sowie deren Farbe und vorhandene Anzahl (7-12 Aktien) im Spiel an. Die Streckenkarten haben einen netten Pelikan nebst einer Zahl von 1-14 und einer der fuenf Streckennetzlinien abgebildet. Die Wertungskarten werden in den Stapel der Aktienkarten gemischt und zeigen so die Wertungen an, die in jedem Spiel an verschiedenen Zeitpunkten stattfinden. Die Uebersichtskarten dienen jedem Spieler noch einmal als Verdeutlichung, welche Gesellschaften vorhanden sind und welche Streckennetze diese befliegen koennen. Mit den Markierungssteinen werden die Flugrouten dann auf dem Plan markiert, auf dem Wertungsblock notiert man die einzelnen Punkte bei jeder Wertung. Das Material ist gut, stoerend empfand ich nur, dass man die Markierungssteine selbst bekleben muss, was bei der vorhandenen Menge einige Zeit dauert.

Ziel

Jeder Spieler versucht durch geschickten Aktienkauf und den Streckenausbau favorisierter Fluglinien die meisten Punkte zu bekommen. Am Anfang des Spiel sortiert man die Wertungskarten aus den Aktienkarten heraus. Danach mischt man die Aktienkarten und die Streckenkarten getrennt durch und gibt jedem Spieler 5 Aktien- und 3 Streckenkarten. Weitere fuenf Aktien kommen offen neben den Spielplan. Danach mischt man in den verbliebenen Stapel die Wertungskarten mit ein und legt den Stapel verdeckt neben die ausliegenden Aktien. Die Streckenkarten kommen als gesonderter Stapel ebenfalls neben den Spielplan. Der Spieler, der die Wertungen aufschreibt, darf das Spiel beginnen. Ist man am Zug, so kann man zwischen einer von drei Moeglichkeiten waehlen: 1. Eine Gesellschaft gruenden 2. Ein vorhandenes Streckennetz erweitern 3. Aktien ausspielen und eventuell Sabotage durchfuehren Bei der Gruendung einer Gesellschaft legt man beliebig viele Aktien der neuen Gesellschaft offen vor sich ab. Diese Gesellschaft darf natuerlich von keinem anderen Spieler bis dahin in Betrieb genommen worden sein. Danach muss der Spieler das Streckennetz beginnen und eine entsprechende Streckenkarte ausspielen. Die Fluglinie beginnt ihre Fluege immer in der auf dem Spielplan angezeigten Heimatstadt und demzufolge muss die erste Route von dieser Stadt zu einer benachbarten Stadt fuehren. Die Linie zwischen diesen beiden Staedten gibt die Art der auszuspielenden Streckenkarte an. Diese muss ferner einen Zahlenwert besitzen, der mindestens so gross ist wie die niedrigste freie Zahl auf der Streckenlinie. Die Zahlenwerte dort sind unterschiedlich hoch, je nach Entfernung der Staedte zueinander und es gibt oft mehrere Zahlenwerte fuer mehrere Fluglinien. Der Zahlenwert wird durch einen Marker in der Farbe der Fluglinie abgedeckt, ebenso der Heimatflughafen. Am Ende seines Zuges bekommt der Spieler eine neue Aktienkarte und eine neue Streckenkarte. Die zweite Moeglichkeit besteht im Erweitern des Streckennetzes. Dazu zieht der Spieler zunaechst eine Streckenkarte vom Stapel, danach spielt er eine seiner vier Streckenkarten aus und erweitert eine beliebige Fluglinie, in dem er einen Marker auslegt. Auch hier gilt: Die Streckenkarte muss die passende Streckenlinie zeigen und der Zahlenwert der Karte muss gleich oder hoeher dem niedrigsten freien Zahlenwert der Strecke sein. Hierfuer erhaelt der Spieler eine neue Aktienkarte. Man kann auch auf das Erweitern verzichten und behaelt seine vier Streckenkarten, bekommt dann allerdings keine neue Aktienkarte. Die dritte Spielmoeglichkeit besteht im Auslegen von Aktien. Ein Spieler darf beliebig viele Aktien einer Airline vor sich auslegen. Bei nur einer ausgelegten Karte darf der Spieler zusaetzlich noch Sabotage machen. Die Aktienkarten liegen fuer alle Spieler sichtbar aus und koennen immer eingesehen werden. Bei der dritten Moeglichkeit bekommt man keine neuen Karten. Die Erweiterung von Strecken ist, wie bereits oben erwaehnt, an mehrere Bedingungen geknuepft. Jede Fluglinie darf eine Strecke nur einmal befliegen, ferner muessen die einzelnen Strecken miteinander verbunden sein. Wurden alle Marker einer Gesellschaft gesetzt, so kann diese ihr Streckennetz nicht mehr erweitern. Grundsaetzlich legt man den Marker auf das niedrigste Zahlenfeld. Die Uebersichtskarte zeigt an, welche Fluglinie ueberhaupt auf welchen Strecken fliegen darf (dies ist meist sehr eingeschraenkt). Volle Flugrouten koennen nicht mehr beflogen werden. Die ausgespielten Streckenkarten bilden einen Ablagestapel, der ggf. neu gemischt wird. Wenn ein Spieler eine Aktienkarte nehmen darf, so nimmt er entweder eine der offen liegenden Karten oder er zieht sich die oberste verdeckte Karte des Stapels. Sollte eine offene Karte genommen werden, so legt der Spieler vom verdeckten Stapel eine neue Karte nach. Sollte im Verlauf des Spieles eine Aktienfirma nicht gegruendet werden koennen, so gilt sie als ruhende Gesellschaft und ihre Aktien kommen beim Aufdecken aus dem Spiel. Wer Sabotage durchfuehren kann, der erhaelt einen Marker einer Gesellschaft seiner Wahl und plaziert ihn mit dem Klebepunkt nach oben auf einem freien Zahlenkreis, dessen Wert mindestens 5 betraegt. Pro Flugroute darf man nur einen Sabotagechip legen. Die Sabotage reduziert die Markeranzahl und die Nutzung einer Flugroute. Bei einer Wertungskarte bekommen die Spieler Punkte. Jede Gesellschaft besitzt dabei Punkte gemaess ihrer Marker auf dem Spielplan, wobei Sabotage-Marker nicht mitzaehlen. Der Mehrheitsaktionaer einer Gesellschaft, also der Spieler, der die meisten Aktien dieser Firma offen ausliegen hat, bekommt den vollen Punktwert notiert, der Spieler mit den zweitmeisten Aktien den halben Wert (abgerundet). Alle anderen Besitzer von Aktien der Gesellschaft gehen leer aus. Der Spieler, der eine Wertung ausgeloest hat, bekommt eine neue Aktienkarte vom Stapel oder man legt eine neue Aktienkarte offen aus, wenn die Wertung durch eine offen ausliegende Karte stattfand. Hat ein Spieler alleine Aktien einer Firma, so bekommt er die Punkte fuer den ersten und zweiten Platz. Bei Gleichstand gelten besondere Regelungen.

Spielende

Nach der vierten Wertung endet das Spiel. Dies ist dann der Fall, wenn die letzte Aktienkarte aufgenommen wurde. Sieger wird der Spieler mit den meisten Punkten.

Kommentar

Airlines ist ein tolles Spiel, welches sich zwar kompliziert anhoert, im eigentlichen Spiel jedoch recht leicht zu spielen ist. Man sollte mit der Variante spielen, bei der die Wertungskarten erst nach einer gewissen Zeit eingemischt werden, da sonst schon in der ersten Runde die Gefahr einer Wertung besteht, die nachfolgenden Spielern kaum noch Chancen offenlaesst.

Fazit

Ein gutes Spiel, unbedingt einmal anspielen.

Wertung

5 Punkte gibt es fuer Abacus hier.

Andreas Keirat


Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht veraendert werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor davon Kenntnis erhaelt und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen. Die Verbreitung in den Netzen ist ausdruecklich gestattet, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: fashion@fishtown.han.de oder l11e@alf.zfn.uni-bremen.de (falls erstere EMail versagt.)
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