Spieletest für das Spiel: 24
Hersteller: Kosmos                    
Preis: 8 Euro
empf.Alter: 8-               
Anzahl Spieler: 2-5
Erscheinungsjahr: 2008      
noch erhältlich: Ja
Autor: Sebastian Rapp
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Dezember 2008
Kategorie: Kartenspiel
Bewertungsbild 24-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Kosmos recht herzlich!

Ausstattung: 51 Karten, 1 Block
Aufmachung: Die Karten lassen sich in Spielkarten, Farbkarten und Rangfolgekarten unterscheiden. Die Spielkarten haben Zahlenwerte von 1-11 in vier Farben und es gibt eine neutrale Karte mit der Ziffer 24. Jede Farbkarte zeigt eine dieser Farben und dient als Anzeige für die aktuelle Trumpffarbe. Mit Hilfe der Rangfolgekarten definiert man, ob die 1 oder die 11 als höchste Karte in einer Zahlenfolge gilt. Der Block ist ein Hilfsmittel, um die Siegpunkte der Spieler einfach notieren zu können.
Ziel: Jeder Spieler versucht, seine Startpunktzahl auf 0 zu reduzieren.
Vor dem Spiel notiert man die Startpunktzahl für jeden auf dem Block. Die Farbkarten und die Rangfolgekarten werden zunächst in die Tischmitte gelegt, wobei die 11 oben liegen muß. Die restlichen Spielkarten werden gemischt und jeweils drei Karten an jeden Spieler verteilt. Der Spieler links vom Geber bestimmt dann die Trumpffarbe. Danach bekommt jeder weitere drei Karten. Reihum dürfen nun noch bis zu drei Handkarten verdeckt abgeworfen werden, um neue vom Nachziehstapel zu ziehen.
Der Startspieler spielt eine Handkarte aus und die anderen legen jeweils reihum eine Karte dazu. Die Ausgangsfarbe muß dabei bedient werden. Hat man keine Karte in der zuerst gespielten Farbe, darf man eine andere Karte abwerfen oder mit einer Trumpffarbe stechen.
Sobald jeder eine Karte ausgelegt hat, wird der Sieger des Stichs bestimmt. Sind nur Karten ohne Trumpf vorhanden, bekommt derjenige den Stich, der die höchste Karte in der zuerst gespielten Farbe ausgelegt hat. Bei Stichen mit Trumpfkarten gewinnt der Spieler mit dem höchsten Trumpf die Karten.
Die 24 ist die höchste Trumpfkarte im Spiel, unabhängig von der eigentlichen Trumpffarbe.
Wirft ein Spieler eine „1“ auf den Tisch, darf er die Rangfolge für nachfolgende Stiche ändern. Dazu kommt dann die zweite Rangfolgekarte zum Einsatz und eine kleinere Ziffer schlägt in Zukunft die größeren Zahlenwerte.
Sind alle sechs Stiche gespielt, darf sich jeder die Anzahl seiner Stiche vom Konto abstreichen lassen. Wurde die Farbe gelb als Trumpffarbe gewählt, wird die Punktzahl verdoppelt, die man sich abstreichen kann. Hat ein Spieler keinen Stich gemacht, bekommt er 6 bzw. 12 Pluspunkte dazu.
Der Spieler, der die Trumpfkarte bestimmen darf, kann „gelb“ als Trumpffarbe ansagen, ohne daß Karten ausgeteilt wurden. Bei der Blindansage zählt jeder Stich dann vier Punkte. Außerdem muß der Bestimmende der Trumpffarbe mindestens einen Stich machen, sonst wird sein addierter Punktestand vorher noch erneut verdoppelt.
Spielende: Gelingt es einem Spieler, sein Punktekonto auf 0 zu reduzieren, ist er der Sieger von „24“.
Kommentar: In Varianten kann das Stichspiel noch komplizierter und unberechenbarer gemacht werden.
Die Grundidee des Stichspiels ist recht bekannt, eine besondere Würze erhält das Spiel jedoch durch die Möglichkeit, unliebsam Karten einmal abzuwerfen und die Option, die Wertigkeiten zu ändern. Der Kampf um wichtige Stiche kann dadurch stark erschwert werden. Je mehr Personen mitspielen, desto schwieriger wird es, überhaupt einen Stich zu kriegen. Meist bleiben hier ein oder zwei Spieler auf der Strecke und erhalten zusätzliche Pluspunkte.
Das Spielgefühl bei einer Partie zu zweit ist dabei völlig anders, denn hier kann man eigentlich fast immer einige Stiche abgreifen. Eine „1“ ist vom Effekt her natürlich im 2-Personen-Spiel auch mächtiger.
Die Grafiken des Kartenspiels sind dagegen zweckmäßig, stören aber auch nicht durch unliebsame Verschnörkelungen.
Fazit: Ein weiteres Stichspiel mit leicht anderem Ansatz.
Wertung: „24“ schaffte bei unseren Testspielern eine Wertung von 4 Punkten. Für Fans von Stichspielen mit Sicherheit einen genaueren Blick wert.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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