Spieletest für das Spiel : ZAHLTAG
Hersteller: Parker
Preis: n.b. 
empf.Alter: 8-
Anzahl Spieler: 2-6 
Erscheinungsjahr: 1977 
noch erhältlich: Nein
Autor:
Besonderheit:
Kategorie: Würfelspiel 
Bewertungsbild Zahltag-Foto

Ausstattung: Post-Karten, Handels-Karten,6 Sparbücher, Darlehens-Karten, 6 Spielfiguren, Spielplan, Spielgeld, 2 Würfel
Aufmachung: In einem großformatigen Karton wurde das Spiel ausgeliefert. Der Spielplan umfaßt alle Tage eines Monats mit verschiedenen Ereignissen darauf. Die Innenverkleidung der Verpackung erlaubt ein Sortieren der Geldscheine, die nicht besonders gelungen sind, während die Ereignis-Post-Karten und Handelskarten zumindest einige lustige Zeichnungen haben. Die Spielsteine sind kleine Plastikmünzen.
Ziel: Man versucht, mit seinem Geld so gut wie möglich hauszuhalten. Vor dem Spiel werden die Anzahl der Spielmonate (-runden) festgelegt und jeder Spieler wählt seine Spielfarbe. Dann bekommt jeder Spieler einen Monatslohn von 2500 DM und ein leeres Sparbuch. Die Handels- und Post-Karten werden gemischt und verdeckt neben den Spielplan gelegt.
Es wird dann mit einem Würfel gewürfelt und entsprechend den Feldern vorgezogen. Die Anweisungen auf den Feldern sind zu befolgen. So gibt es Post-Felder, auf denen man eine Post-Karte nehmen muß. Dies können Rechnungen sein, die auf- bewahrt werden müssen bis zum Ende oder andere mehr oder weniger schöne Sachen. Oder man kommt auf ein Handelsfeld, muß dann eine Handelskarte ziehen und kann sie kaufen, wenn man möchte. Sie kann später auf Verkaufsfeldern wieder teurer verkauft werden, verfällt aber am Ende des Monats !
Beim Kauf dieser Karten gibt es noch eine Provision für einen anderen Spieler. Es wird ausgewürfelt, wer das Geld bekommt. Auf dem "Pokerrunde"-Feld kann sich jeder Spieler mit einem Einsatz von 200 DM beteiligen. Wer die höchste Zahl hat, der gewinnt den Pott. Auf dem Lotterie-Feld müssen alle Spieler 50 DM in eine Kasse zahlen, der erste Spieler, der nach der Zahlung im regulären Spiel eine 5 würfelt, erhält das Geld. Kommen die Spieler auf das Feld "Uhr zurück", so gehen sie alle der Reihe nach ein Feld zurück und befolgen die Anweisungen !
Wer schließlich auf dem 31. ist, dem Zahltag, der bekommt 2500 DM (oder 3000, wenn er der erste Spieler der Runde ist), erhält Zinsen aus Erspartem, muß Schuldzinsen zahlen, legt alle seine Karten ab, die nur für eine Spielrunde gelten und zahlt seine Rechnungen des Monats.
Darlehen können von der Bank gegeben werden, wenn nicht genug Geld zum Bezahlen der Rechnungen vorhanden ist oder man unbedingt eine Handelskarte kaufen will. Das Sparbuch kann immer am Monatsanfang aufgefüllt werden, es gibt an jedem Zahltag 10% Zinsen. Hebt man während des Monats Geld ab, so muß man 200 DM Gebühren zahlen.
Spielende: Sieger wird der Spieler, der nach einer bestimmten Rundenzahl das meiste Geld hat.
Kommentar: Das Spiel ist an sich ein einfaches Würfelspiel mit mäßigem Unterhaltungswert. Die einzige Abwechslung bieten die Post- und Handels-Karten, doch kommt man bei letzteren eigentlich zu selten auf die entsprechenden Spielfelder.
Fazit: Aus diesem Spiel hätte man damals schon mehr machen müssen, jetzt ist es nur ein Spiel unter vielen. Bemerkenswert ist die "Neuauflage" des Spieles unter dem Namen "Ohne Moos Nix Los", die dem Original zu 100% im Spielprinzip ähnelt, nur ein paar mehr Karten besitzt und ein schöneres Layout. 1998 ist dann eine dritte Neuauflage unter dem Namen "Payday" erschienen.
Wertung: Die goldene Mitte, 3 Punkte, gibt es für dieses Spiel. Man kann es spielen, doch gibt es mittlerweile viel interessantere Vertreter dieser Art von Spielen.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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