Spieletest für das Spiel: WELT DER BIERE
Hersteller: Huch & Friends            
Preis: 35 Euro
empf.Alter: 18-99            
Anzahl Spieler: 2-6
Erscheinungsjahr: 2006      
noch erhältlich: Ja
Autor: Awiwa International
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Januar 2007
Kategorie: Kommunikationsspiel
Bewertungsbild Welt der Biere-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Huch & Friends recht herzlich!

Ausstattung: 1 Spielplan, 1 Setzscheibe, 6 Bierfässer, 6 Setzsteine, 295 Fragekarten, 4 Bierdeckel-Karten, 8 Bierdeckel, 8 Quader
Aufmachung: Der Spielplan zeigt einen Rundkurs, auf dem die Spieler ihre Bierfässer bewegen. Diese Fässer sind in verschiedenen Farben lackiert und aus Holz gefertigt.
Auf der Setzscheibe entscheidet man, welche Antwort auf eine Frage richtig sein könnte. Zu diesem Zweck gibt es für jede Spielfarbe einen passenden Setzstein.
Alle Fragekarten haben jeweils zwei Fragen nebst drei Antwortmöglichkeiten. Die richtige Lösung ist auf der Rückseite der Karte zu finden.
Die Bierdeckelkarten sollen die Fragerunden etwas auflockern und sorgen für kleine Minispielchen, die der hintenliegende Spieler absolvieren darf. Für diese Mini-Spiele braucht man die Bierdeckel und die kleinen Holzquader.
Ziel: Jeder Spieler versucht, durch richtiges Beantworten einer festgelegten Anzahl von Karten möglichst weit nach vorne zu kommen.
Am Anfang wählt jeder eine Spielfarbe und stellt das passende Bierfaß auf das Startfeld des Rundkurses. Anschließend einigt man sich, wie viele Fragekarten gespielt werden sollen, welche Aufgabe man immer vorliest und zählt danach entsprechend viele Karten ab. Zwischen diese Karten werden die vier Bierdeckelkarten eingemischt. Die Bierdeckel und die Quader kommen neben die Spielfläche.
Der älteste Spieler beginnt und zieht die oberste Karte vom Fragestapel. Handelt es sich um eine Fragekarte, liest er die Frage und die drei Antwortmöglichkeiten vor. Danach muß er sich für eine der drei Antworten entscheiden und seinen Setzstein auf der Setzscheibe an der passenden Stelle ablegen. Reihum folgen die Mitspieler, bevor der Vorleser schließlich die richtige Antwort vorliest.
Jeder, der einen richtigen Tip abgegeben hat, kommt mit seinem Bierfaß nach vorne. Die Anzahl an Felder richtet sich dabei nach der Anzahl falsch abgegebener Antworten.
Ist die gezogene Karte eine Bierdeckel-Karte, kommt eines der Minispiele zum Tragen. Dies dürfen aber nur die Spieler probieren, die an letzter Stelle auf dem Rundkurs liegen.
Beim Bierdeckel-Fangen nimmt der Spieler 3, 6 oder 8 Bierdeckel und schnippt diese von der Tischkante hoch. Gelingt es ihm, alle Bierdeckel zu fangen, kommt er ein bis drei Felder vorwärts. Fällt jedoch ein Bierdeckel herunter, gibt es keine Bewegungspunkte.
Beim Münzen-Schnippen benötigt man eine Münze. Der Spieler hat fünf Versuche, um die Münze von der Tischkante in die Mitte des Spielplans zu schnippen. Jeder erfolgreiche Versuch bringt die Spielfigur dabei ein Feld voran. Allerdings darf man maximal drei Felder weit ziehen und wenn die Münze auf den Boden fällt, ist das Spiel vorzeitig vorbei.
Für das letzte Spiel braucht man die kleinen Holzwürfel. Man entscheidet sich, wie viele Würfel man nutzen möchte und legt diese in die flache Hand. Dann wirft man sie hoch und dreht seine Hand schnell um, damit die geworfenen Quader auf dem Handrücken landen. Jeweils zwei aufgefangene Würfel lassen die Spielfigur ein Feld vorwärts ziehen. Auf Wunsch kann man versuchen, die aufgefangenen Würfel erneut hochzuwerfen und zu fangen. Jeder so gefangene Würfel bringt die Figur dann ein Feld voran. Sollte beim Werfen jedoch irgendwann ein Würfel auf den Boden fallen, ist das Spiel vorzeitig beendet und die Spielfigur bleibt stehen.
Spielende: Sobald die letzte Karte gespielt wurde, ist die Partie vorbei. Es gewinnt der Spieler, dessen Spielfigur am weitesten gezogen ist.
Kommentar: Das klassische Quizspiel rund um das Thema „Bier“ wird durch die kleinen Spielchen etwas aufgepeppt. Die Aufgaben sind simpel, aber nicht unbedingt leicht zu beherrschen. Ein Spieler, der sich im Themengebiet nicht besonders gut auskennt, hat aber zumindest die Chance, seinen Rückstand wieder wettzumachen.
Die gestellten Fragen sind größtenteils interessant und nicht zu speziell, um die Spielfreude zu trüben. Durch die vorgegebenen Antworten kann man zumindest raten, wenn man sich nicht sicher ist, wie die richtige Lösung lautet. Risikobereitschaft kann sich auszahlen, weil man bei Erfolg meist viele Felder vorwärts ziehen kann.
Fazit: Ein nettes Quizspiel zum Thema „Bier“.
Wertung: Mit soliden 4 Punkten ist „Welt der Biere“ mit Sicherheit interessanter und nicht ganz so speziell wie das vom selben Verlag vertriebene „Welt der Weine“.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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