Spieletest für das Spiel: THINK MERK MAL
Hersteller: Ravensburger              
Preis: 12 Euro
empf.Alter: ?                
Anzahl Spieler: 1-5
Erscheinungsjahr: 2005      
noch erhältlich: Ja
Autor: Wolf Balu
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: August 2006
Kategorie: Denkspiel
Bewertungsbild Think Merk mal-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Ravensburger recht herzlich!

Ausstattung: 80 Bildkarten, 10 Memokarten
Aufmachung: Die Bildkarten zeigen einen Begriff und eine dazu passende Illustration im Kinderbuch-Stil. Auf den Memokarten steht dagegen nur das Wort. Beide Kartentypen besitzen die gleiche Rückseite.
Ziel: Jeder Spieler versucht, seine Kartenhand möglichst schnell zu dezimieren.
Am Anfang werden je nach Anzahl der Spieler 13 bis 16 Karten an jeden verteilt. Die Spieler nehmen sich die Karten auf die Hand und lesen die Begriffe durch.
Der Startspieler beginnt und spielt eine seiner Handkarten offen aus. Außerdem beginnt er eine kleine Geschichte mit einem Satz, in der der ausgelegte Begriff vorkommt. Reihum folgen die Mitspieler, die ebenso jeweils immer eine Karte auslegen und einen passenden Satz bilden, der mit dem vorhergehenden Satz allerdings immer eine Verbindung haben muß.
Wenn ein Spieler statt einer weiteren Bildkarte eine Memokarte auslegt, wird das normale Spiel unterbrochen. Legt der Spieler die Memokarte direkt vor einen Mitspieler, muß dieser nun die Geschichte mit allen Begriffen in der richtigen Reihenfolge wiederholen. Die Geschichte muß nicht wörtlich nachgesprochen werden, die Kernaussagen und die genauen Begriffe sind jedoch Pflicht, um erfolgreich zu sein. Gegen eine Memokarte kann sich ein Spieler erfolgreich wehren, wenn er selbst eine Karte dieser Art auslegen kann.
War der Spieler erfolgreich, darf er sich die Memo-Karte nehmen und dafür eine beliebige andere Handkarte abwerfen. Der gegnerische Spieler muß zur Strafe fünf neue Handkarten nehmen, alle nicht beteiligten Spieler erhalten drei neue Handkarten. Gelingt es nicht, die Geschichte fehlerfrei zu wiederholen, bekommt man die Strafe und der Herausforderer darf eine seiner Handkarten abwerfen. Auch hier erhalten die unbeteiligten Spieler drei Strafkarten. Alle ausgespielten Karten wandern anschließend auf einen Ablagestapel.
Spielende: Wenn es einem Spieler gelingt, alle Handkarten endgültig loszuwerden, hat er die Partie gewonnen.
Kommentar: Das Merkspiel ist nicht neu und wird bereits häufig als Gedächtnistraining eingesetzt. Dabei macht man sich die Eigenschaften des Gehirns zu Nutze, Informationen am Besten in Form von Bildern zu verarbeiten und zu speichern. Durch das Erzählen von witzigen und skurrilen Geschichten merkt man sich die Begriffe einfacher und kann schon nach kurzer Zeit eine Vielzahl von Begriffen in der festgelegten Reihenfolge wiederholen.
Die Grafiken sind in Ordnung, die Begriffe nicht eben nur im normalen täglichen Sprachgebrauch zu benutzen. Etwas befremdlich ist die Regel, daß unbeteiligte Spieler in jedem Fall nach einer Auflösung drei weitere Handkarten bekommen. Diese Regel soll wohl dazu dienen, öfters einmal die Memo-Karten einzusetzen und diese nicht bis zum Ende zu horten.
Die redaktionelle Arbeit hätte man allerdings etwas besser machen können, denn weder auf der Schachtel noch in der Anleitung findet man Informationen über die Spielerzahl und das Mindestalter. Mit mehr als fünf Personen macht „Think Merk Mal“ allerdings keinen Sinn, da man ansonsten zu wenig Karten hat bzw. bei einem Fehlversuch unter Umständen keine Strafkarten ausgeben kann.
Fazit: Ein Merkspiel nach bewährtem Schema.
Wertung: Mit soliden 3 Punkten ist „Think Merk Mal“ sicherlich geeignet, um sein Gedächtnis spielerisch etwas zu trainieren. Auf Dauer motiviert dieses Spiel allerdings nicht, da zu wenig Karten vorhanden sind.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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