Spieletest für das Spiel: SCHRECKLICHT
Hersteller: Kosmos                    
Preis: 15 Euro
empf.Alter: 10-              
Anzahl Spieler: 3-5
Erscheinungsjahr: 2006      
noch erhältlich: Ja
Autor: Günter Burkhardt
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Januar 2007
Kategorie: Kartenspiel
Bewertungsbild Schrecklicht-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Kosmos recht herzlich!

Ausstattung: 1 Spielbrett, 3 Markierungssteine, 36 Karten, 12 Aufgaben
Aufmachung: Das Spielbrett besteht aus einer Zählleiste, die bis 50 Punkte geht. Auf ihr werden die drei farbigen Markierungssteine bewegt. Es handelt sich bei diesen Spielsteinen um kleine Holzzylinder.
Unterhalb des Brettes befinden sich Ablageplätze für drei Aufgabenkarten. Jedem Platz ist dabei eine der drei Spielfarben zugeordnet. Auf den Aufgabenkarten steht das Ziel, daß die Spieler bei dieser Farbe anvisieren sollten, um Siegpunkte zu machen.
Motor des Spiels sind die Spielkarten. Diese haben einen Zahlenwert von 0-11 und dazu eine der drei Spielfarben. Außerdem besitzen die Karten noch unterschiedlich viele Kürbis-Symbole.
Ziel: Man versucht, innerhalb von vier Spieldurchgängen möglichst viele Siegpunkte zu erzielen.
Am Anfang werden die Aufgabenkarten gründlich gemischt und jeweils eine Karte an die Farbmarkierungen unterhalb des Spielbretts gelegt. Die verbliebenen Karten bilden einen Nachziehstapel. Anschließend mischt ein Spieler die Spielkarten und legt eine Karte offen vor jedem Spieler aus. Entsprechend den Zahlenwerten werden die Markierungssteine auf der Zählleiste gesetzt. Sollte dabei ein bestimmter Wert überschritten werden, muß die zuletzt gelegte Karte dieser Farbe ausgetauscht werden. Schließlich bekommt jeder noch einige Handkarten zugeteilt.
Der aktive Spieler kann in seinem Spielzug entweder eine Handkarte offen ausspielen oder alternativ eine offene Karte mit einer eigenen Handkarte verdecken.
Möchte der Spieler eine Karte offen ausspielen, legt er diese entweder in die eigene Auslage oder zur Auslage eines Mitspielers. Zu keiner Zeit darf ein Spieler über mehr als vier offene Karten verfügen. Nach dem Ausspielen muß der Markierungsstein in der entsprechenden Farbe so viele Felder gezogen werden, wie die Ziffer auf der gespielten Karte angibt. Auf diese Weise wissen immer alle Spieler, welchen Gesamtwert jede Spielfarbe besitzt.
Deckt man eine Karte zu, wird deren Farbwert anschließend korrigiert. Pro Spieler ist nur eine verdeckte Karte in der Auslage erlaubt. Beim Zudecken ist zu beachten, daß die zudeckende Karte mindestens den gleichen Zahlenwert besitzt wie die Karte, die man abdeckt.
Eine Runde ist vorbei, sobald jeder vier offene Karten vor sich liegen hat. Sie endet vorzeitig, sobald einer der drei Markierungssteine einen bestimmten Schwellenwert erreicht oder überschreitet.
Jetzt werden die drei Spielfarben nacheinander ausgewertet. Dabei ist die wertvollste Farbe immer diejenige, deren Gesamtsumme am größten ist.
Der Spieler, der in dieser Farbe die geforderte Aufgabe am besten lösen konnte, bekommt fünf Siegpunkte, die nachfolgenden Spieler zumindest noch drei bzw. einen Punkt. Bei der zweitwertvollsten Farbe gibt es nur drei bzw. einen Punkt und bei der schwächsten Farbe wird nur ein Punkt verteilt. Bei Gleichständen gibt es entsprechende Sonderregelungen.
Nach der Auswertung kommen die drei Aufgabenkarten in die Schachtel und werden durch neue Aufgaben ersetzt. Ein Spieler sammelt die Karten ein und mischt sie erneut, bevor jeder wieder eine offene Karte und sechs Handkarten für die nächste Runde bekommt.
Spielende: Nach vier Durchgängen endet die Partie. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten.
Kommentar: „Schrecklicht“ ist ein kleines gemeines Spiel. Nichts ärgert einen Spieler mehr, als wenn ein Mitspieler eine der tollen eigenen ausliegenden Karten mit einer anderen Karte überdeckt und damit wertlos macht. Besonders wird dies natürlich die nicht involvierten Spieler freuen, da diese zunächst unbehelligt bleiben und zwei ähnlich starke Karten aus dem Spiel sind. Trotzdem ereilt auch sie früher oder später ein ähnliches Schicksal.
Um dies zu verhindern, ist es durchaus legitim, auch eine eigene Karte abzudecken, um sich so vor den Mitspielern etwas abzusichern. Allerdings ist man natürlich nicht gegen unpassende offene Karten geschützt und Bündnisse gegen den vermeintlich Führenden sind schnell geschlossen. Der aktive Spieler ist ständig in der Zwickmühle, etwas gutes für sich zu tun oder einem Mitspieler die Tour zu vermasseln. Da die Aufgabenkarten schon von Beginn an für alle sichtbar sind, weiß man, worauf man achten soll. Nur die Wertigkeit der einzelnen Aufgaben muß noch während des Spiels ausgetüftelt werden.
„Schrecklicht“ funktioniert in jeder Besetzung, am meisten Spaß macht es allerdings zu dritt und zu viert. Bei fünf Personen ist man noch ein wenig mehr vom Wohlwollen der Kontrahenten abhängig, was in bestimmten Spielsituationen durchaus zu Frust führen kann. Der hohe Glücksanteil durch das Kartenziehen und die geringe Einflußnahme auf die eigene Auslage mag einige Spieler abschrecken, als spaßiges Spiel für Zwischendurch ist „Schrecklicht“ jedoch gut geeignet.
Fazit: Ein gelungenes Ärgerspiel von Günter Burkhardt.
Wertung: Mit gerade so 5 Punkten ist das Spiel zum Abschluß eines Spieleabends sehr gut geeignet.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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