Spieletest für das Spiel: LOS MAMPFOS
Hersteller: Zoch                      
Preis: 30 Euro
empf.Alter: 6-               
Anzahl Spieler: 2-5
Erscheinungsjahr: 2006      
noch erhältlich: Ja
Autor: Maja Dorn, Rüdiger Dorn
Besonderheit: Nominierung Kinderspiel des Jahres 2006
Veröffentlichung des Berichtes: Dezember 2006
Kategorie: Merkspiel
Bewertungsbild Los Mampfos-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Zoch recht herzlich!

Ausstattung: 12 Spielplan-Teile, 3 Esel, 40 Aktionskarten, Futterchips, 5 Drehscheiben
Aufmachung: Bei den Spielplan-Teilen handelt es sich um dicke Sechsecke aus Pappe, die zu einem Kreis ausgelegt werden. Auf ihnen bewegen sich die schön gestalteten Esel aus Holz. Die Esel sind hohl und haben einen Schlitz, in den man die Futterchips stecken kann. Am Schwanz befindet sich eine Öffnung, die über einen kleinen Magneten verschlossen bleibt. Hier können die Chips aus dem Magen des Tieres wieder entfernt werden.
Auch die Futterchips sind aus Holz. Es gibt fünf Farben, die man an die Tiere verfüttern kann.
Als Motor im Spiel fungieren die Aktionskarten. Sie sind in diverse Kategorien eingeteilt, die man anhand von Kennbuchstaben auf der Rückseite erkennt. Mit den Karten werden die Esel gefüttert, bewegt und entleert.
Auf den Drehscheiben sind die fünf Farben der Futterchips zu sehen.
Ziel: Jeder Spieler versucht, möglichst viele Chips einzusammeln, nachdem die Esel diese vorher gegessen haben.
Zu Beginn der Partie baut man den Rundkurs auf und stellt die Esel möglichst weit voneinander entfernt auf. Alle Futterchips kommen in die Tischmitte. Ein Spieler ordnet die Aktionskarten nach ihren Rückseiten, mischt sie getrennt und stapelt sie anschließend nach einem vorgegebenen Schema zu einem Nachziehstapel. Schließlich einigt man sich auf den Startspieler und nimmt sich jeweils eine Drehscheibe.
Der aktive Spieler zieht die oberste Spielkarte vom Stapel. Dabei kann es sich um eine Futterkarte oder eine Toilettenkarte handeln.
Bei einer Futterkarte ist angegeben, wie viele Futterchips der abgebildete Esel essen kann. Die Farben der Chips darf sich der aktive Spieler selbst aussuchen. Anschließend bewegt sich der Esel entsprechend viele Felder voran, wobei auf jedem Feld nur ein Esel stehen darf.
Einige Karten zeigen einen mehrfarbigen Esel, hier darf sich der Spieler aussuchen, welches Tier gefüttert und bewegt werden soll.
Hat man eine Toilettenkarte erwischt, zeigt diese an, welcher Esel nun ausgeleert werden muß. Auch hier gibt es einige mehrfarbige Tiere, bei denen man frei wählen kann. Bevor der Mageninhalt des Tieres jedoch gezeigt wird, darf jeder mit seiner Drehscheibe eine Farbe einstellen, von der er meint, daß dieser Esel davon möglichst viel gefressen hat.
Nachdem die Scheiben eingestellt und offenbart wurden, kommt es zur Auswertung. Wenn nur ein Spieler eine Farbe gewählt hat, erhält er alle gleichfarbigen herauskommenden Futterchips und sammelt diese ein. Bei mehreren Spielern mit einer Farbe werden die Chips gleichmäßig verteilt. Der Rest kommt wieder in den Magen des Tieres zurück.
Spielende: Erscheint die „Stop“-Karte beim Aufdecken, wertet man noch alle drei Esel aus. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Futterchips.
Kommentar: Mittlerweile gibt es ja eine ganze Flut von Spielen, bei denen man sich bestimmte Dinge merken muß. Um aus dieser Masse herauszustechen, bedarf es schon einer besonderen Optik und eines pfiffigen Designs. Beides ist den Machern von Zoch wieder einmal geglückt. Auch wenn die Esel nicht unbedingt wie die echten Tiere aussehen, wurden sie gut verarbeitet. Der Hintern wird durch die eingelassenen Magnete auch bei vollem Bauch zugehalten und platzt nicht auf. Einzig der Mageninhalt läßt unter bestimmten Konstellationen etwas zu wünschen übrig und kommt an seine Füllgrenze. Die Taler sind für Kinderhände leider auch etwas klein geraten. Trotzdem haben die Kleinen unserer Erfahrung nach genug Geduld, um einen Esel zu füttern. Ein Wehrmutstropfen sind bei uns allerdings die Drehpfeile, die nicht so recht auf der Pappscheibe halten wollen, weil diese etwas zu dick geraten ist.
Das Spiel fesselt während der gesamten Partie und durch das ständige Bewegen der Tiere und das Leeren bzw. Auffüllen kommt man früher oder später durcheinander und vergißt die Anzahl und Farben im Innern der Tiere. Beim Auswerten kommen dann noch Bluff-Elemente, wenn man spekuliert, daß sich mehrere Spieler auf die höchste Farbe fixieren und sich dann die Beute teilen, während man selbst hofft, mit der zweithöchsten Farbe mehr Futterchips einzusammeln.
Fazit: Ein gutes Familienspiel, bei dem auch Erwachsene ihren Spaß haben.
Wertung: Mit guten 4 Punkten ist „Los Mampfos“ für Familien mit Kindern ein großer Spaß. Eine Abwertung gab es von unserer Seite jedoch für die teilweise mangelhaften Drehscheiben.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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