Spieletest für das Spiel: GRUSEL & CO
Hersteller: Schmidt                   
Preis: 15 Euro
empf.Alter: 5-               
Anzahl Spieler: 2-5
Erscheinungsjahr: 2000      
noch erhältlich: Nein
Autor: Gunter Baars
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: April 2008
Kategorie: Würfelspiel
Bewertungsbild Grusel und Co-Foto

Ausstattung: 1 Spielbrett, 25 Spielfiguren, 5 Einladungskarten, 1 Zahlenwürfel, 1 Farbwürfel
Aufmachung: Das Spielbrett zeigt einen Weg vom Startpunkt zum Gruselschloss. Als Spielfiguren dienen Kunststoffzylinder in fünf Farben. Sie sind mit den Konterfeis verschiedener Gruselgeschöpfe beklebt, wobei eine Sorte Ungeheuer immer auf fünf verschiedenfarbige Zylinder verteilt ist. Passend zu jeder Kreatur gibt es eine Einladungskarte.
Der Zahlenwürfel hat Werte von 1-5 und ein Fragezeichen, während der Farbwürfel die verschiedenen Farben der Spielsteine zeigt. Die sechste Seite fungiert als Jokerfarbe.
Ziel: Alle Spieler wollen möglichst schnell mit ihrer fünfköpfigen Familie ins Schloss ziehen.
Am Anfang werden alle Spielfiguren gemischt und in fünf Türmen an den Start gestellt. Jeder Spieler nimmt sich eine Einladungskarte vom gemischten Stapel und legt sie offen vor sich ab. Dann einigt man sich auf den Startspieler.
Der aktive Spieler wirft beide Würfel und wählt anschließend einen gleichfarbigen Spielstein, um ihn entsprechend dem Zahlenwert des zweiten Würfels nach vorne zu bewegen. Es ist erlaubt, einen Spielstein direkt aus einem Turm zu nehmen, allerdings müssen die obenliegenden Spielsteine mitgeschleppt werden. Man schaut sich dabei nicht die Motive der bewegten Spielfiguren im Turm an und verändert auch ihre Reihenfolge nicht.
Ist das Zielfeld mit Spielfiguren belegt, werden die Neuankömmlinge auf die vorhandenen Spielsteine gestellt. Ein Turm darf aber niemals mehr als fünf Spielfiguren umfassen.
Erreichen Spielfiguren das Schloss, werden sie offen ausgelegt und nach Bildern sortiert. Sollten später im Spiel alle Spielsteine einer Farbe im Schloss stehen, darf man beim erneuten Würfeln dieser Farbe einen beliebigen Spielstein bewegen.
Spielende: Hat ein Spieler sein fünftes Familienmitglied zur Feier gebracht, endet die Partie.
Kommentar: In der Variante wird mit verdeckten Einladungskarten gespielt. Dabei müssen die Spieler bluffen und keiner weiß, wem welche Figuren gehören.
Das Kinderspiel funktioniert in jeder Besetzung gut und macht Spaß. Am Anfang sieht man nur wenig Figuren und erst im Laufe des Spiels tauchen mehr und mehr Familienmitglieder auf, die man dann geschickt ins Ziel bringen sollte. Es ist besonders gut, wenn man sich von anderen mittragen lassen kann und so Bewegungspunkte einspart.
Die Spieldauer beträgt 20-30 Minuten. Eltern können problemlos mit den Kindern spielen, ohne sich dabei zurücknehmen zu müssen. Oft können sich die Kinder die Motive sogar besser merken und erraten auch bei verdeckten Einladungskarten schnell, welche Kreaturen man selbst bevorzugt.
Das Material ist ordentlich, auch wenn die Kunststoff-Zylinder schnell einmal umkippen, weil die Haftung an einem darunter liegenden Spielstein nicht allzu groß ist. Grobmotoriker müssen also ein wenig aufpassen, wenn sie ganze Stapel bewegen.
Fazit: Ein kurzweiliges Kinderspiel, welches auch Erwachsenen Spaß macht.
Wertung: Mit gerade 5 Punkten ist „Grusel & Co“ schön geworden. Einziger kleiner Wehrmutstropfen ist das mangelnde Stehvermögen größerer Stapel.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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