Spieletest für das Spiel: DISCOVER INDIA
Hersteller: Queen Games               
Preis: 40 Euro
empf.Alter: 8-               
Anzahl Spieler: 2-5
Erscheinungsjahr: 2010      
noch erhältlich: Ja
Autor: Peer Sylvester, Günter Cornett
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Oktober 2011
Kategorie: Taktisches Denkspiel
Bewertungsbild Discover India-Pressefoto

Ausstattung: 1 Spielplan, 144 Stadtplättchen, 33 Städtekarten, 5 Ablagetafeln, 5 Festival-Steine, 5 Spielfiguren, 5 Punkteanzeiger, Stoffbeutel
Aufmachung: Der Spielplan zeigt eine Reihe von Städten in Indien, die durch Linien miteinander verbunden sind. Einige Städte bilden dabei zusammen immer ein Gebiet. Es gibt auf einigen Städten zusätzlich ein Flughafen-Symbol.
Die Stadtplättchen sind aus bedruckter Pappe. Jedes Plättchen besitzt eine oder zwei Spielfarben. Die Plättchen werden während der Partie aus dem Stoffbeutel nachgezogen.
Für jeden Ort ist eine Städtekarte im Spiel. Diese sind beidseitig bedruckt und zeigen auf der Rückseite neben den Informationen über die Sehenswürdigkeiten auch einen Farbpunkt, wie es ihn auf den Stadtplättchen gibt.
Jeder Spieler besitzt eine eigene Ablagetafel mit einem Tauschfeld am Rand. Es gibt eine gewisse Anzahl Felder, die man im Laufe der Partie mit Stadtplättchen belegen kann. Die Felder sind untereinander teilweise mit Linien verbunden.
Mit Hilfe der Festival-Steine wird angezeigt, daß es in der Region an dieser Stelle gerade ein Fest gibt. Die Spielfiguren dienen dazu, auf dem Spielplan herumzulaufen, während man die Punkteanzeiger für die Siegpunktleiste am Rand des Spielbretts braucht.
Ziel: Als Touristen versuchen die Spieler, möglichst weit durch Indien zu kommen und gleichzeitig lange gleichfarbige Ketten aus Stadtplättchen auf ihrer Ablagetafel zu plazieren.
Am Anfang nimmt sich jeder einen Spielstein und stellt ihn auf das große Startfeld abseits des Indien-Spielplans. Der Punkteanzeiger wird auf den vorgegebenen Startwert gestellt, die gleichfarbige Ablagetafel kommt vor den Spieler. Alle Stadtplättchen werden in den Beutel gegeben und gut gemischt. Auf jeden Flughafen stapelt man danach einige Plättchen, die einfachen Orte werden jeweils nur mit einem Plättchen bedacht.
Die Städtekarten kommen als gemischter Stapel neben den Spielplan. Schließlich werden die Festival-Steine auf fünf beliebige Orte gestellt. Dabei sollte man nur darauf achten, daß keine zwei Festivals in der gleichen Region stattfinden.
Der Startspieler beginnt und stellt seine Spielfigur auf einen beliebigen Flughafen. Er erhält das oberste Plättchen dort und legt es auf ein freies Feld seiner Ablage. Danach geht es im Uhrzeigersinn weiter.
Von nun an muß ein Spieler in seinem Spielzug immer zuerst seine Spielfigur versetzen. Sie wird auf ein freies Feld, welches mit einer Linie zum Spielstein des vorhergehenden Spielers verbunden ist, gestellt. Das dortige Plättchen wird anschließend aufgenommen und auf den eigenen Plan gelegt. Dabei ist zu beachten, daß auch dort alle Plättchen miteinander verbunden sein müssen. Alternativ kann man das Plättchen mit einem anderen Plättchen seines Tauschfeldes austauschen oder ein Plättchen von einem Tauschfeld eines Mitspielers gegen Siegpunkte erwerben.
Als letztes wird eine eventuelle freie Stadt wieder mit einem neuen Plättchen belegt. Bei Flughäfen geschieht dies erst, wenn deren letztes Plättchen entfernt wurde.
Steht der vorhergehende Spieler auf einem Flughafen-Feld, darf der aktive Spieler sich entscheiden, ob er ein benachbartes Feld besuchen will oder ob er mit dem Flugzeug einen anderen Flughafen ansteuert. Wird ein Spielstein in eine Sackgasse gesetzt, darf der nachfolgende Spieler seinen Spielstein auf ein beliebiges freies Feld der gleichen Region stellen.
Erreicht ein Spieler ein Festival, erhält er zusätzlich zum Plättchen dort auch noch eine Städtekarte, die einen Siegpunkt wert ist. Danach muß der Festival-Stein auf einen anderen Ort der gleichen Region gesetzt werden.
Spielende: Sind alle Ablagetafeln der Spieler vollständig belegt, erfolgt die Abrechnung. Dabei bringen farbige Bereiche je nach Größe eine gewisse Anzahl an Siegpunkten. Dazu rechnet man die gewonnenen Städtekarten und die verbliebenen Siegpunkte auf der Leiste hinzu.
Kommentar: In der Variante werden die Städtekarten nach Regionen sortiert und bereitgelegt. Die Festival-Steine kommen auf die fünf obersten Orte. Erreicht man eine solche Stadt, erhält der Spieler die Karte wie gewohnt und muß sich nun entscheiden, entweder die Karte als normalen Siegpunkt zu nehmen wie bisher und den Städtechip nach den Regeln bei sich einzusetzen oder alternativ das Städteplättchen mit der Rückseite nach oben abzulegen und dafür die Städtekarte umzudrehen. Deren Farbwert kann dann bei Spielende der entsprechenden Gruppe zugeordnet werden. Der Festival-Stein kommt schließlich auf die nächste sichtbare Stadt dieser Region.
„Discover India“ ist ein nettes unbeschwertes Familienspiel, welches flott zu spielen ist. Es ist zwar merklich ruhig am Spieltisch und eine Interaktion zwischen den Spielern ist nur bedingt vorhanden, trotzdem hat die Reise durch Indien einen gewissen Charme.
Das Sammeln der Plättchen ist einfach und es entstehen schnell recht große farbgleiche Gebiete. Man kann bei Mitspielern ungeliebte Plättchen plazieren und sich dafür eventuell bessere eintauschen. Dies kostet allerdings einige Siegpunkte und irgendwann ist das Konto leer. Dann ist es gar nicht schlecht, auch mal ein Plättchen zu nehmen, welches die anderen gebrauchen können, um den Kontostand wieder aufzubessern.
Der Aufbau des Spiels ist leider etwas fummelig. Viele Plättchen müssen gezogen werden und Flughäfen dürfen anfangs auch nur zweifarbige Plättchen haben. Die Optik ist ganz ok, ein nettes Gimmick sind die Fotos auf den Karten mit den Erklärungen der Sehenswürdigkeiten. Wären diese Erklärungen nicht, könnte „Discover India“ auch als rein abstraktes Spiel durchgehen.
Fazit: Ein ruhiges Familienspiel.
Wertung: Gute 4 Punkte machen die Queen-Neuheit von 2010 zu einem gerne gespielten Titel.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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