Spieletest für das Spiel : DIE PEKING AKTE
Hersteller: MB
Preis: ca 50 DM
empf.Alter: 8-
Anzahl Spieler: 2-6 
Erscheinungsjahr: 1987 
noch erhältlich: Nein
Autor: 
Kategorie: Das besondere Spiel
Bewertungsbild Die Peking Akte-Foto

Ausstattung: Spielbrett, 6 Detektive, 60 Zeugenkarten von 6 Zeugen, 12 Weise-Mann-Karten, 12 Spion-Karten, 24 Ereigniskarten, 4 Drachen-Chips, 4 Fahndungsplakate, 1 Fall-Buch, Hinweisblätter, 1 Dekoder, 1 Spion-Dekoder, 1 Lösungsbuch-Maske, 1 Würfel, ein kleiner Spiegel
Aufmachung: In einem voluminösen Karton sind die vielen Utensilien untergebracht. Leider geraten einem die verschiedenen Karten permanent durcheinander, so daß ein Sortieren vor dem Spiel notwendig wird. Der große Spielplan ist der Stadt Peking nachempfunden mit diversen Straßen, auf denen die Spieler sich bewegen werden und den unterschiedlichen Orten. Der Spielplan sowie sämtliches Zubehör ist recht gut gestaltet worden und bietet dem anspruchsvollem Spieler etwas.
Ziel: Als ein Detektiv in Peking versucht jeder Spieler den vorher festgelegten kuriosen Fall als erstes zu lösen und die Schar der Verdächtigen auf eine Person zu begrenzen, in dem man an den diversen Orten die Zeugen befragt. Zuerst suchen sich die Spieler eine der 50 Geschichten im Buch aus, die sie lösen möchten. Dort stehen auch die Nummern der jeweiligen Zeugenaussagen der einzelnen Personen, die dann verdeckt und ungelesen auf die einzelnen Orte der Zeugen gelegt werden. Auch stehen hier die Zahlen der Antwortkarten vom "Weisen Mann" und dem Spion, die für das Spiel beide wichtig sind. Jeder Spieler erhält ein Fahndungsblatt, auf dem die derzeit freien bekannten Verbrecher abgebildet sind. Einer von ihnen hat diese Tat begangen ! Die Zeugenaussagen grenzen den Personenkreis der Verdächtigen immer mehr ein, bis schließlich nur noch eine Person übrig bleibt. Als letztes werden nun noch die Ereigniskarten gemischt und die diversen Dekoder-Karten neben das Spielfeld gelegt. Die Spion-Dekoder- Karte kann die verschlüsselten Hinweise des Spions lesbar machen, während die rote "normale" Dekoderkarte die diversen Antworten der Zeugen dekodiert. Die Drachenchips werden auf bestimmte Positionen des Spielfeldes gelegt. Sie blockieren dort den Durchgang. Unter einem der vier farbigen Drachenchips, die einen Karnevalszug symbolisieren sollen, hat sich der Täter versteckt. Die Chips können nur durch Ereigniskarten versetzt werden. Der Spiegel dient zum Lesen der Worte des weisen Mannes.
Alle Spieler starten in der Mitte des Spielplanes, man würfelt und zieht seine Spielfigur entsprechend auf dem Spielplan entlang. Kommt man auf Ereignisfelder, nimmt man eine entsprechende Karte und befolgt deren Anweisung, kommt man auf einen Ort, darf man sich die Zeugenaussage heimlich anschauen und auf seinem Blatt notieren.
Wer auf einem Rikscha- Feld landet, darf sofort einen Ort seiner Wahl besuchen. Wer glaubt, den Täter eindeutig identifiziert zu haben und den Ort seines Versteckes kennt, der zieht zu dem entsprechenden Drachen und sagt, wer es war. Nun nimmt er die Maske, schlägt erneut das Rätsel auf und dekodiert den Namen der Person.
Spielende: War seine Annahme richtig, so gewinnt er das Spiel.
Kommentar: Dieses Detektivspiel ist ganz lustig geworden, da die 50 Fälle alle recht gut beschrieben wurden und teilweise recht kuriose Sachen enthalten. Man hat sich auch große Mühe mit dem Kodieren der Antworten der einzelnen Zeugen und anderen Personen (Spion, Weiser Mann) gemacht, damit das Spiel nicht zu einfach wird. So sind z.b. die Nummern der einzelnen Zeugenkarten nicht in einer aufsteigenden Reihenfolge, sondern wirklich immer bunt gemischt, so daß Auswendiglernen nicht ganz einfach wird. Die kleine Gemeinheit ist jedoch der weise Mann, da er sagt, ob alle Zeugen die Wahrheit sagten, oder ob eine Person gelogen hat.
Fazit: Langer Spielspaß ist garantiert, selbst Kinder können mit den Zeugenaussagen und dem Fahndungsblatt schnell gut umgehen und den Täter stellen, da die Antworten recht anschaulich sind (Täter trug eine Brille/Hut/Bart)
Wertung: Im Prinzip ist es nur ein großes Würfelspiel ohne eigentlich viele Innovationen. Trotzdem ist es 5 Punkte wert, da man sich die Täter sicherlich nicht gemerkt haben wird, wenn die 50 Fälle einmal gelöst sind.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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