Spieletest für das Spiel: DIE FUGGER
Hersteller: Adlung 
Preis: 7 Euro
empf.Alter: 10- 
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: 2003 
noch erhältlich: Ja
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Besonderheit: 
Kategorie: Kartenspiel
Bewertungsbild Die Fugger-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Adlung recht herzlich!

Ausstattung: 9 Preiskarten, 1 Jakob-Karte, 5 Warenanzeiger, 45 Warenkarten, 4 Kaufleute
Aufmachung: Die Preiskarten haben Zahlenwerte von 1-9. Sie werden kreisförmig ausgelegt und bilden so das Preisrad des Spiels. Die Karte mit Jakob kommt außerhalb des Kreises zum Einsatz.
Die Warenanzeiger müssen vor der ersten Partie noch geknickt werden. Sie zeigen die fünf verschiedenen Warenarten an, die man während der Partie bekommt und verkaufen will. Die Anzeiger bewegen sich entlang des Preisrads.
Die Warenkarten sind der Motor im Spiel. Jede der fünf Warenarten ist neunmal vorhanden. Zusätzlich zeigen einige Warenkarten ein Siegel. Einige Kaufleute befinden sich ebenfalls im Warenkartenstapel und sorgen für besondere Möglichkeiten während des Spiels.
Ziel: Es gilt, möglichst schnell viel Geld zu erwirtschaften.
Zu Beginn der Partie braucht man einen Block und einen Stift, damit man sich die Kontostände der Spieler nach jeder Wertungsrunde notieren kann.
Die Preiskarten werden offen zu einem Kreis in der Tischmitte ausgelegt. Alle Warenanzeiger starten auf dem Preisfeld mit der Zahl 5". Die Karte mit Jakob kommt offen neben den Kreis. Alle Warenkarten werden mit den Kaufleuten zusammen gut gemischt und als Zugstapel in den Kreis mit den Warenpreisen gelegt. Jeder bekommt vier Karten auf die Hand. Anschließend werden noch zwei Karten offen neben Jakob ausgelegt. Sollte Jakob einen Kaufmann erwischen, wird dieser auf den Ablagestapel gelegt und man zieht eine weitere Karte nach (so lange, bis kein Kaufmann ausliegt).
Wenn ein Startspieler gewählt worden ist, kann dieser eine von drei Möglichkeiten auswählen.
Als erste Alternative kann man eine weitere Karte von Nachziehstapel nehmen. Dies ist jedoch nur erlaubt, wenn man über vier oder weniger Handkarten verfügt.
Es ist ferner möglich, eine Handkarte offen vor sich abzulegen. Dabei kann es sich um eine Warenkarte oder einen Kaufmann handeln. Mehr als zwei Kaufleute darf jedoch kein Spieler gleichzeitig vor sich liegen haben. Die Warenkarten sollten nach Art der Waren sortiert ausgelegt werden.
In den ersten beiden Spieldurchgängen gibt es die Möglichkeit, einmal in jedem Durchgang eine Warenkarte verdeckt abzulegen. Bei Spielende werden diese Warensorten dann doppelt gewertet.
Sobald ein Spieler eine Karte verdeckt vor sich auslegt, erhält Jakob eine weitere Warenkarte vom Stapel, die offen abgelegt wird. Nur bei vier Personen entfällt dieser Bonus für Jakob.
Wenn von einer Warenart insgesamt fünf Karten offen ausliegen (bei den Mitspielern und bei Jakob), dann ist ein Durchgang beendet und es kommt zur Wertung.
Zunächst werden jedoch die Preise verändert. Die drei Warenarten, die am häufigsten ausliegen, steigen im Preis entsprechend der Anzahl der ausliegenden Karten. Bei einem Gleichstand gilt dies für alle am Gleichstand beteiligten Warensorten. Sollte ein Preis auf über 9 Gulden steigen, kommt es zum Crash und der neue Preis ist bei einem Gulden festgefahren.
Alle Warenkategorien, deren Preis nicht gestiegen ist, fallen um eine Geldeinheit im Wert, allerdings nie unter 1 Gulden.
Danach verkaufen die Spieler ihre vor ihnen offen ausliegenden Waren. Liegen von einer Ware maximal drei Karten offen aus, dann ist jede dieser Warenkarte, die ein Siegel besitzt, den doppelten Preis wert. Die Geldwerte werden auf dem Zettel notiert.
Nach der Wertung werden alle offenliegenden Warenkarten auf den Ablagestapel gelegt. Dann erhält jeder zwei neue Handkarten vom Stapel. Jeder, der einen Kaufmann vor sich liegen hat, darf zusätzlich zwei Karten nehmen, bei zwei Kaufleuten sogar fünf Karten. Anschließend werden auch die ausliegenden Kaufleute abgeworfen und man teilt Jakob zwei neue Warenkarten zu.
Spielende: Wenn ein Spieler nach einer Wertung mehr als 100 Gulden besitzt, endet die Partie. Jetzt folgt noch eine Schlußwertung, bei der die verdeckten Karten noch einmal den doppelten Wert des aktuellen Preises bringen. Es gewinnt schließlich der Spieler mit den meisten Gulden.
Kommentar: Bei zwei Personen wird nach dem Spielzug des zweiten Spielers immer eine Karte zu Jakob dazugelegt, damit die Wertungen schneller ausgelöst werden.
Das Kartenspiel ist solide und funktioniert recht gut. Glück beim Kartenziehen ist vorhanden, da aber alle Karten für die Wertung offen ausliegen, kann man durchaus Einfluß auf die Preise nehmen.
Fazit: Ein nettes Spiel, welches allerdings auch keine Glanzpunkte setzen kann.
Wertung: Mit 4 Punkten kann man das Kartenspiel von Klaus-Jürgen Wrede durchaus einmal antesten.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de



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