Spieletest für das Spiel: BUCCANEER BONES
Hersteller: Wattsalpoag               
Preis: 9 Euro
empf.Alter: 8-               
Anzahl Spieler: 1-4
Erscheinungsjahr: 2014      
noch erhältlich: Ja
Autor: Kris Gould
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: August 2014
Kategorie: Würfelspiel
Bewertungsbild Buccaneer Bones-Pressefoto

Ausstattung: 4 Spielertableaus, 24 Schiffe, 4 Spielfiguren, 12 Schatzplättchen, 6 Spezialwürfel
Aufmachung: Jedes Spielertableau zeigt sechs Spalten mit jeweils drei Feldern. Jeder Spalte ist ein Würfelsymbol zugeordnet. Unter den Spalten sind Spezialfunktionen abgebildet.
Bei den Schiffen handelt es sich um Kunststoff-Plättchen in den Farben der Spieler. Sie werden entlang der Spalten gezogen. Zu jeder Farbe gibt es eine passende Spielfigur, die den Obermaat repräsentieren soll.
Die neutralen Schatzplättchen sind das Objekt der Begierde. Sie haben alle identische Formen.
Bei den Sechsseitern wurde die Ziffer 1 durch einen Totenkopf ersetzt.
Ziel: Alle Spieler versuchen, möglichst schnell drei Schätze während ihrer Segeltörns zu finden.
Jeder erhält ein Tableau und stellt seine Schiffe auf das jeweils oberste Feld jeder Spalte. Die dazugehörige Spielfigur kommt zunächst beiseite.
Der aktive Spieler darf mit vier Würfeln insgesamt zweimal werfen. Sollten jedoch Schiffe auf bestimmten Spalten unten auf einer Schatzinsel stehen, kann dies die Anzahl der Würfel und die Würfelversuche erhöhen. In anderen Spalten erlaubt man dem Spieler, das Würfelergebnis eines Würfels um einen Punkt nach oben oder unten zu korrigieren.
Ist es dem Spieler nach dem Würfeln gelungen, ein Pasch zu erzielen, fährt das Schiff in dieser Spalte um eine Position nach unten. Bei einem Drilling landet das Schiff direkt auf der Schatzinsel. Sollte sich das Schiff bereits zu Beginn des Zuges dort befinden, wird es wieder in den Starthafen gestellt und der Spieler darf sich ein Schatzplättchen nehmen.
Hat ein Spieler Pech gehabt und kann weder Segeln noch einen Schatz heben, darf er zum Trost seine Spielfigur auf eine Schatzinsel stellen, auf der kein Schiff liegt. Im nächsten Zug darf der Spieler dann den Bonus der Insel nutzen. Die Figur kommt dabei in jedem Fall am Ende der Runde wieder vom Tableau.
Alternativ kann der Obermaat als Dieb eingesetzt werden. Dann legt man die Figur neben den Schatz eines Mitspielers. Sollte er im folgenden Zug einen Drilling schaffen, wird der Schatz gestohlen. Die Figur wird in jedem Fall nach dem Diebstahlsversuch wieder zum Spieler zurück gestellt.
Ein Obermaat darf auch zur Verteidigung gegen einen Dieb im eigenen Lager benutzt werden. Beide Figuren kommen dann wieder zurück zu ihren Besitzern.
Spielende: Sobald ein Spieler drei Schätze besitzt, endet der Durchgang mit dem Spieler, der rechts vom Startspieler sitzt. Bei Gleichständen entscheiden die Positionen der verbliebenen Schiffe.
Kommentar: Nachdem der Verlag mit „A fistful of Penguins“ große Erfolge errungen hat, war man natürlich auf das nächste Würfelspiel im gleichen Schachtelformat sehr gespannt. Leider können jedoch die Erwartungen an „Buccaneer Bones“ nicht ganz erfüllt werden. Das Spiel selbst plätschert nämlich irgendwie so vor sich hin, ohne daß es großartige Spannungsbögen und ein Mitfiebern bei den Würfen der Kontrahenten gibt.
Jeder hofft auf Drillinge und damit die Möglichkeit, Schiffe direkt an die Schatzinseln zu bringen. Mit einer Würfelniete bekommt man zumindest einmalig einen Bonus oder kann sein Glück als Dieb versuchen. Dies sorgt allerdings oft für Unmut im Spiel oder sogar für Frust. Zwar darf man nur Leute beklauen, die mindestens so viele Schätze haben wie man selbst, aber trotzdem fühlt sich das Schmarotzertum im Spiel falsch an. Thematisch mag es allerdings zu den Piraten passen, die ja selbst nicht gerade zu den ehrbarsten Personen gehörten.
Spiele zu zweit sind innerhalb weniger Minuten vorbei und auch in voller Besetzung dauern die einzelnen Partien selten über 20 Minuten. Dies liegt daran, daß eigentlich jeder nur so 7-9 mal an die Reihe kommt und im Extremfall schon nach 5 Runden die Partie beendet wird. Wie schnell die Züge gehen, sieht man am besten im Solospiel, bei dem man die Schätze in möglichst vielen Versuchen schaffen soll.
Das Kunststoff-Material ist ordentlich gemacht und sieht gut aus. Warum man allerdings unbedingt die 1 auf dem Würfel durch einen Totenkopf ersetzen mußte, bleibt ein Rätsel. Eine besondere Funktion hat das Symbol jedenfalls nicht.
Fazit: Ein langweiliges Würfelspiel.
Wertung: Mehr als 3 Punkte hat „Buccaneer Bones“ von unseren Testern nicht erhalten.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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