Spieletest für das Spiel: BABYLON
Hersteller: Bütehorn                  
Preis: n.b.
empf.Alter: ?                
Anzahl Spieler: 2
Erscheinungsjahr: 1982      
noch erhältlich: Nein
Autor: Walter Wolf Windisch
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Oktober 2013
Kategorie: 2-Personen-Spiel
Bewertungsbild Babylon-Foto

Ausstattung: 1 Spielplan, 24 Spielfiguren
Aufmachung: Der Spielplan besteht aus 6x6 Feldern. Als Spielfiguren dienen Holzscheiben in drei Größen, mit denen man Türme errichten kann. Jeder Spieler verfügt dabei über das gleiche Set.
Ziel: Jeder Spieler versucht, drei waagerecht oder senkrecht benachbarte Türme zu haben, in denen jeweils in einem Turm eine eigene Figur oben, eine in der Mitte und eine Figur unten stehen, so daß sich von der Seite betrachtet eine Diagonale ergibt.
Zu Beginn der Partie erhält jeder Spieler die Figuren einer Farbe. Danach einigt man sich auf den Startspieler.
Ist man an der Reihe, kann man entweder eine neue Spielfigur auf dem Brett einsetzen, eine Figur oder einen eigenen Turm bewegen oder mit einer bzw. zwei Figuren springen.
Eine neue Figur kann auf ein beliebiges freies Feld gestellt werden. Möchte man eine Figur auf eine andere stellen, muß die Größe beachtet werden. Auf einer großen Figur kann nur eine mittelgroße Figur plaziert werden und auf der mittleren Figur kann nur eine kleine Figur stehen.
Alternativ kann man eine eigene Figur oder einen eigenen Turm um ein Feld waagerecht bzw. senkrecht auf ein freies Feld bewegen. Ein Turm gehört dabei immer dem Spieler, der die oberste Figur dort stehen hat.
Die letzte Möglichkeit ist das Springen. Dabei kann man einen eigenen oder zwei aufeinander stehende eigene Figuren nehmen und auf ein besetztes Nachbarfeld springen. Die Figur, auf die gesprungen wird, muß dabei größer sein als die bewegten Figur(en). Auch beim Springen muß die „Pyramidenform“ immer gewahrt bleiben.
Spielende: Hat ein Spieler drei Spielsteine in Türmen, die in einer Reihe liegen und diese Spielsteine befinden sich in den Türmen unten, in der Mitte und oben (wodurch eine Diagonale an Spielsteinen über die drei Türme hinweg entsteht), dann ist die Partie beendet.
Kommentar: Das vorliegende Bütehorn-Spiel ist staubtrocken und macht selbst bei unseren Strategen und Fans von abstrakten Spielen keine gute Figur. Das Bewegen und Bauen von Türmen gestaltet sich langweilig und durch die Siegbedingung mit der Diagonalen wird der Überblick ziemlich erschwert. Oft ist es ein zähes Ringen, bis durch eine Unachtsamkeit jemand gewinnt oder die Partie vorzeitig abgebrochen wird, weil auf absehbare Zeit kein Sieger zu ermitteln sei.
Das Spielmaterial ist dabei gar nicht einmal so schlecht. Die Holzspielsteine haben zwar keine Vertiefungen, stehen aber trotzdem recht gut aufeinander. Das Spielbrett ist funktional und harmoniert schön mit den Figurenfarben. Gleiches gilt für die Schachtel, die klappbar ist und wie ein Buch wirkt. Leider hat der Hersteller die Spielanleitung in den Deckel gedruckt, weshalb man anfangs die Schachtel immer irgendwo griffbereit haben sollte.
Obwohl die Regeln recht einfach sind, hätten mehr Beispiele und klarere Formulierungen eingefügt werden können, um den Einstieg zu erleichtern.
Fazit: Kein besonders berauschendes Denkspiel.
Wertung: Mit guten 2 Punkten konnte „Babylon“ von Bütehorn nicht überzeugen.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de


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