Spieletest für das Spiel: AUF ACHSE
Hersteller: Schmidt                   
Preis: 25 Euro
empf.Alter: 8-               
Anzahl Spieler: 2-6
Erscheinungsjahr: 2007      
noch erhältlich: Ja
Autor: Wolfgang Kramer
Besonderheit:
Veröffentlichung des Berichtes: Dezember 2007
Kategorie: Würfelspiel
Bewertungsbild Auf Achse-Pressefoto

Für die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Schmidt recht herzlich!

Ausstattung: 1 Spielplan, 6 LKW, 2 Würfel, 48 Warensteine, 54 Auftragskarten, 28 Ereigniskarten, 8 Anhängerkarten, 2 Schilder, 105 Geldscheine
Aufmachung: Der Spielplan zeigt eine Karte von Deutschland und einige Städte aus dem benachbarten Ausland. Die Städte sind untereinander durch Straßenfelder verbunden. Einige Straßenfelder zeigen dabei das Symbol für die Ereigniskarten. Am Rand des Spielplans befinden sich die Ablageplätze für vier öffentliche Aufträge, den Stapel mit Ereigniskarten und das allgemeine Warenlager.
Die LKW sind aus Kunststoff. Auf ihre Ladefläche können maximal sechs Warensteine gelegt werden. Die Fahrzeuge bewegt man mit Hilfe der beiden Würfel.
Auf den Auftragskarten stehen der Start- und der Zielort des Transportes, sowie die Anzahl an Warensteine, die mitgenommen werden müssen. Neben dem Reinerlös gibt es auf jeder Karte eine Tabelle mit vorgegebenen Geboten, wenn der Auftrag öffentlich ausgeschrieben wird.
Die Ereigniskarten sind zum größten Teil positiv. Eine Karte wird aufgedeckt, wenn ein LKW auf einem der entsprechend markierten Felder hält.
Reicht die Kapazität des LKW nicht aus, kann man sich einen oder mehrere Anhänger kaufen. Diese bieten zusätzlichen Stauraum.
Die Schilder sperren Straßenabschnitte kurzfristig und lassen die Spieler Umwege fahren. Ihr Einsatz wird durch die Würfel bzw. Ereigniskarten gesteuert.
Das Spielgeld gibt es in verschiedenen Stückelungen.
Ziel: Jeder Spieler versucht, durch Transporte möglichst viel Geld zu machen.
Am Anfang bekommt jeder Spieler ein wenig Startkapital. Außerdem gibt es drei Auftragskarten auf die Hand. Je nach Spielerzahl werden anschließend noch einige Auftragskarten in die Schachtel gelegt. Vom Reststapel werden vier Aufträge auf den vorgegebenen Ablagefeldern plaziert. Der verbliebene Rest wird daneben verdeckt abgelegt.
Nun entscheidet sich jeder Spieler für ein Fahrzeug und stellt es auf einem beliebigen Feld ab. Ist dies der Startort eines eigenen Auftrags, darf man diesen offen vor sich auslegen und die erforderliche Anzahl an Waren einladen.
Der aktive Spieler wirft mit beiden Sechsseitern. Anschließend sucht er sich einen Würfel aus und bewegt sein Fahrzeug maximal so viele Felder weiter. Würfelpunkte darf man beim Start- oder Zielort eines Auftrags verfallen lassen.
Man kann über andere LKW hinwegziehen, allerdings dürfen sich auf jedem Feld nur zwei Fahrzeuge aufhalten. Ausnahmen sind Städte. Felder, die durch Schilder gesperrt sind, können nicht überquert oder betreten werden.
Endet der Spielzug auf einem Ereignisfeld, zieht der Spieler die oberste Ereigniskarte und führt diese aus.
Bei einer gewürfelten 6 kann sich der Spieler aussuchen, wie viele Felder (1-6) er ziehen möchte. Hat man eine 1 ausgewählt, wird nach der Bewegung das Baustellenschild versetzt. Es kann niemals in einer Stadt aufgestellt werden. Das Stauschild kommt nur über Ereigniskarten zum Einsatz und blockiert eine Strecke nur eine Spielrunde lang.
Ist ein Spieler am Startpunkt eines eigenen Auftrags angekommen, kann er die Auftragskarte offen auslegen und sich die Waren aufladen. Reicht die Kapazität nicht aus, muß man entweder einen oder mehrere Anhänger kaufen oder auf das Ausspielen des Auftrags verzichten.
Am Zielort wird die Ware wieder ausgeladen und man bekommt den auf der Auftragskarte angegebenen Erlös. Die Karte wandert danach in die Schachtel.
Neue Aufträge gibt es in den Städten. Dazu muß der Spieler mit genauer Augenzahl einen Ort anfahren. Nun kann er sich für einen der vier offenen Aufträge entscheiden oder auf die Aufträge bewußt verzichten. In letzterem Fall wird der vorderste Auftrag der Reihe dann aus dem Spiel genommen. Alle anderen Aufträge rücken um eine Position weiter und es wird schließlich ein weiterer Auftrag vom Nachziehstapel gezogen.
Hat sich ein Spieler für einen Auftrag entschieden, wird dieser versteigert. Die Gebote werden dabei durch die Tabelle auf der Auftragskarte vorgegeben. Der aktive Spieler muß beim aktuellen Höchstgebot immer nur gleichziehen, um den Auftrag zu erlangen. Wenn ein Auftrag versteigert wurde, zahlt der Höchstbietende sein Gebot an die Bank und der Auftrag kommt auf seine Hand.
Spielende: Wenn alle öffentlichen Aufträge verteilt wurden und ein Spieler seine persönlichen Aufträge erledigt hat, ist die Partie vorbei. Der Spieler mit dem meisten Bargeld gewinnt.
Kommentar: Das Spiel des Jahres 1987 wurde komplett neu gestaltet und regeltechnisch ein wenig bearbeitet, um das Spiel flotter zu machen. Nach wie vor handelt es sich bei „Auf Achse“ um ein gutes Familienspiel. Die kluge Planung der Route und das geschickte Steigern bei den Aufträgen sind der Schlüssel zum Erfolg. Ein Anhänger kann sich rechnen, die Anschaffungskosten sind aber relativ hoch.
Durch das Auswählen eines Würfels und die Sonderfunktion der Ziffer 6 sind fast immer gute Endfelder möglich. Das gezielte Ablehnen eines Auftrags bringt Dynamik ins Spiel und beschleunigt es zusätzlich. Daher lohnt es sich gerade gegen Ende der Partie nicht, noch viele Aufträge auf der Hand zu horten, da man Gefahr läuft, sie bei Spielende nicht abgearbeitet zu haben.
Am Material gibt es nichts auszusetzen. Die neuen LKW sind zwar gewöhnungsbedürftig und die Warensteine etwas klein, aber das ist Geschmackssache.
Fazit: Eine gelungene Neuauflage.
Wertung: Sehr gute 5 Punkte für dieses Spiel sind auch heute noch angebracht.

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(c) Claudia Schlee & Andreas Keirat, www.spielphase.de



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